Wie finde ich meine Immobilien?

Heute stelle ich Euch vor, wie ich meine Immobilien finde und wieso ich so viel besichtige. Ich schreibe diesen Artikel, da ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis oft gefragt werde, wie ich an so viele interessante Immobilienbesichtigungen komme.

Immobiliensuchportale

Wie die meisten suche auch ich sehr intensiv über Suchportale nach Immobilien. Diese Art zu suchen hat einen geringen Zeitaufwand und lässt sich bequem beim Frühstücken oder vor dem Schlafen erledigen. Ich suche dabei immer “nur” in den vier Stätten, in denen ich mich auskenne. Andere Standorte kann ich einfach nicht sicher einschätzen und stellen daher ein zu großes Risiko für mich dar. Gerade am Anfang eines Immobilieninvestordaseins kann ein Fehlkauf dafür sorgen, dass man Anschlussfinanzierungen deutlich schwerer erhält.

Wenn man regelmäßig auf den Suchportalen unterwegs ist, ist die Suche auch schnell erledigt. Ich lasse mir immer nur die neuen Inserate anzeigen, da ich die alten bereits für mich ausgeschlossen habe. Dadurch muss ich pro Woche nur fünf bis sechs Anzeigen bewerten. Wenn mich ein Inserat interessiert, schreibe ich dem Makler eine sehr höfliche und individuelle Nachricht. Er soll sich nicht wie jemand fühlen, der eine Massennachricht erhält und merkt damit, dass mein Interesse echt ist.

Makler und Besichtigungen

Makler schaffen in vielen Fällen den Kontakt zu den Verkäufern von lukrativen Immobilien. Daher ist es besonders wichtig, dass diese wissen, dass man auf der Suche ist. Denn viele Immobilien werden verkauft, bevor sie auf einem Immobilienportal inseriert werden. Daher ist es für mich bei jeder Besichtigung wichtig, dem Makler deutlich zu machen, dass ich unabhängig davon, ob ich diese Wohnung kaufe oder nicht, immer auf der Suche nach Objekten bin. Ebenfalls teile ich dem Makler mit, wie hoch mein aktueller Spielraum ist. Wenn sich meine mögliche Darlehensgrenze erhöht, teile ich auch dies meinen Maklern kurz mit. Man darf nie vergessen, dass auch Makler erhebliche Kosten durch das Inserieren von Objekten und ständige Fahrten zu diesen tragen. Diese Kosten wollen sie natürlich reduzieren, weshalb Makler neue interessante Objekte meistens vorab einem festen Kundenstamm zukommen lassen. Selbstverständlich kommt man nicht durch ein oder zwei Gespräche in den Genuss, immer die besten Angebote als erstes zu erhalten. Allerdings kann man sich diese Stellung erarbeiten und bekommt dann oft gute Angebote.

Immobilien durch die Hausbank

Wie die meisten Banken, hat auch meine Hausbank eine Immobilienabteilung, in der ich in der Interessentenkartei hinterlegt bin.  Für viele ist dieser wirklich einfache Tipp leider nicht selbstverständlich. Die Immobilienabteilung eurer eigenen Bank ist für eine schnelle Abwicklung sehr gut geeignet. Unterlagen können bequem im Haus versendet werden und sind damit schnell bei dem richtigen Sachbearbeiter.

Hausverwaltungen

Ich pflege einen guten Kontakt zu meinen Hausverwaltungen, denn diese erfahren sehr oft durch ihre Kunden, ob Verkaufsabsichten bestehen. Meine Verwalter sehen es daher auch als unproblematisch an, wenn ich mehrere Einheiten in einem Haus besitze. Daher habe ich all meinen Hausverwaltungen erlaubt, meine Kontaktdaten an jeden weiterzugeben, der etwas verkaufen möchte. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass ich die Gebühren für den Makler sparen könnte.

Umfeld

In Deutschland ist es leider noch oft so, dass man “über Geld nicht spricht”. Allerdings ist es bei der Immobiliensuche unglaublich wichtig, dass auch dein privates Umfeld weiß, dass du auf der Suche nach Immobilien bist und sie dir auch leisten kannst. Allerdings sollte man sensibel damit sein, wie man dieses Thema zur Sprache bringt. Wenn man es nicht richtig rüberbringt, wird man schnell als arrogant oder eingebildet eingestuft. Ich bringe das Thema, dass ich nach Immobilien suche, daher immer nur beiläufig unter, wenn ich z.B. angesprochen werde, dass ich schon Wohnungen vermiete.

Besichtigungen

Alle fünf Punkte bringen mir sehr viele Besichtigungen ein, doch leider ist nur ca. eins von zehn Objekten für mich interessant. Daher versuche ich auch möglichst viele interessante Immobilien zu besichtigen, wenn ich es zeitlich unterbringen kann. Da ich mir nach einer Besichtigung immer recht viel Zeit lasse, eine Entscheidung zu treffen, verpasse ich leider einige Chancen. Allerdings mache ich mir keinen Druck mit dem Erwerb von neuen Wohnungen, da ich mir sicher bin, dass nach jedem verpassten Deal früher oder später ein neuer kommt.

 

Performance meiner Aktien (bis 01.12.2018)

Auch der Börsenmonat November war für unsere Aktien ein sehr wackliger Monat. Am Anfang des Monats sah alles nach einer Erholung der Aktienmärkte aus. Der DAX stieg von 11.300 auf 11.600 Punkte an und die Medien berichteten wieder deutlich freundlicher über die mögliche Zukunft. Allerdings holte den DAX die Hängepartie um den Brexit und andere Nachrichten schnell wieder ein und ließen ihn auf 11.100 Punkte abstürzen. Von diesem Tief erholte der DAX sich zum Ende des Monats und schloss mit –0,4% knapp unter dem Monatsanfang.

Meine Aktien vs DAX

DAX, Aktien, Anlegen
DAX-Entwicklung im November

Den November sehe ich für die zukünftige DAX-Entwicklung als eine Art Übergangsmonat für die zukünftige Entwicklung. Viele Analysten rufen bereits den nächsten langandauernden Bärenmarkt aus. Allerdings halte ich von den meisten Analysten und ihren sich ständig ändernden Meinungen herzlich wenig. Fakt ist allerdings, dass es in der Weltpolitik zur Zeit viele ungeklärte Probleme gibt, welche für die meisten Konzerne eine Herausforderung darstellen. Auf Britannien schlittert man einen unkontrollierten Brexit entgegen. Einige Wirtschaftsforscher sind sich sicher, dass das für das Vereinigte Königreich die größte Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg auslösen könnte. In Deutschland fällt der Ifo-Index das dritte Mal in Folge, was für eine Wende in der Konjunktur steht. Für den Ifo-Index werden insgesamt 7.000 Unternehmen aus Deutschland befragt, wie diese die nächsten sechs Monate einschätzen. Der Ifo-Index gilt als einer der wichtigsten Frühindikatoren um ein Abschwächen der Wirtschaft zu erkennen. Ebenfalls gehen einige Volkswirte davon aus, dass Deutschland seine Wachstumsprognose nicht erreichen wird. Derzeit wird ein Anstieg des BIP um 1,8 % anvisiert; Volkswirte rechnen nur mit einem Anstieg von 1,3 %. Auch der plötzliche und starke Einbruch der Energiepreise führte dazu, dass viele Unternehmen vor neuen Herausforderungen stehen.

Brent, Aktien, Ölpreis
Ölpreis im November 2018

Besonders Aktien von Ölförderern waren in den letzten Monaten aufgrund des starken Ölpreises gestiegen und geben nun Teile der Gewinne wieder ab.

Mein Depot

Ende Oktober stand mein Depot mit 1,76 % im Plus. Allerdings haben besonders die Brexit-Sorgen meinem Depot ordentlich zugesetzt.

Depot, Aktien
Depotstand Ende November 2018

Mein Depot hat in dem Schaukelmonat ca. 2,5 % an Wert verloren. Die Gesamtsumme meines Depots beträgt 22.600 €, da ich erst am Montag oder Dienstag neuen Aktien dazu kaufen werde. Ich sehe die Entwicklung an den Börsen weiterhin nicht als Problem, sondern als große Chance gute Unternehmen günstig zu kaufen. Ich werde in den nächsten Tagen einen Artikel dazu veröffentlichen, welche Aktien für die nächsten Monate auf meiner “Wunschliste” stehen. Des Weiteren denke ich aktuell darüber nach, bei meinen schwächsten Positionen die aktuellen Kurse zum Nachkaufen auszunutzen.

Meine besten Positionen waren:

  1. Deutsche Telekom
  2. Unilever
  3. Allianz

Deutsche Telekom

Die positive Kursentwicklung aus dem letzten Monat hat sich auch im November fortgesetzt. Insgesamt war die Telekom im November einer der besten DAX-Werte und erzielte ein Plus von über 7,2 %. Für die Telekom wird es in den nächsten Monaten wichtig sein, wie die Lizenzvergabe um die 5G-Frequenzen verläuft. Wird dort ein guter Deal erzielt, steht der Aktie neuen Höhen nichts im Weg.

Unilever

Das konservative Unternehmensumfeld von Unilever kam der Aktie auch in diesem Monat zugute und brachte ein Plus von 5,5 %. Unilever ist in meinem Depot die einzige Aktie, bei der ich meinen dritten Zukauf nicht getätigt habe. Dies liegt daran, dass direkt nach dem zweiten Kauf der Übernahmeversuch aus den USA kam und die Aktie um über 20 % stieg. Bei der nächsten Kursschwäche werde ich dieses Versäumnis ausräumen.

Allianz

Bereits vor Wochen zeichnete sich ab, dass die Allianz ihre Jahresziele erreichen wird. Des Weiteren will die Allianz in ganz Europa mit einem Online-Versicherer und standardisierten Angeboten bei den Kunden punkten. Die Onlineversicherung soll den Namen Allianz Direct erhalten und neue Marktanteile erschließen. In den zukünftigen Jahren geht der Konzern von einem Umsatzwachstum von 4 % pro Jahr aus. Das Gewinnwachstum soll bei 5-6 % pro Jahr liegen. Allerdings wird weniger Geld für Aktienrückkäufe bereitgestellt, da zukünftig Firmenzukäufe wieder mehr im Fokus stehen.

Meine drei schlechtesten Positionen:

  1. Lloyds Banking
  2. Imperial Brand
  3. Freenet

Lloyds Banking & Imperial Brand

Mit minus 8,5 % und minus 8 % haben die Aktien dieser beiden Unternehmen einen wirklich schlechten Börsenmonat hinter sich. Allerdings ist dafür nicht die Unternehmensentwicklung verantwortlich, sondern der ungeklärte Brexit. Imperial Brand hat die Dividende sogar wie versprochen um 10 % gesteigert. Aber auch diese Maßnahme konnte kaum einen Anleger überzeugen, in das Unternehmen zu investieren. Ich bin der Meinung, dass der Brexit noch für viele interessante Investitionschancen sorgen wird.

Freenet

Bei Freenet scheiden sich weiterhin die Geister. Das Unternehmen bietet eine stabile Dividendenrendite von ca. 10 %, was in Deutschland eine absolute Seltenheit darstellt. Auf der anderen Seite wirkt die Unternehmensführung ratlos, wie man das Unternehmen in den nächsten Jahren ausrichten möchte. Ich bleibe investiert und überlege auch hier, ob ich weitere Aktien von diesem Unternehmen kaufe.

 

Alle Aussagen und vorgestellten Unternehmen dienen nicht der Anlageberatung. Jeder muss sich selbst informieren, in welche Aktien er investiert.

Wie ich Geld verdiene

Heute stelle ich Euch vor, wie sich meine Bonität zusammensetzt und wie ich mein Geld verdiene. Euer Einkommen ist für jede Kreditentscheidung einer der wichtigsten Faktoren. Daher ist es wichtig, so viel Geld wie möglich zu verdienen. Wichtig hierbei ist, dass Euer Verdienst nicht nur aus einer Quelle stammen muss. Im Gegenteil sehen es viele Banken gerne, wenn Ihr Euer Geld aus verschiedenen Quellen bezieht.

Wie stehe ich zum Sparen?

Ich achte sehr stark darauf, dass ich jeden Monat einen Mindestbetrag von 500 Euro spare. Trotzdem halte ich nichts davon, beim Sparen meinen Lebensstandard zu beschneiden. Wenn ich meine monatlichen Abos (Netflix, Amazon Prime, Spotify…) kündige, würde ich dadurch viel sparen. Ich bin viel mehr ein Freund davon,  meine Ausgaben nur um 5 % zu erhöhen, wenn sich mein Einkommen um 10 % erhöht. Dadurch steigt meine mtl. Sparquote und trotzdem erhöht sich meine Lebensqualität.

Des Weiteren ist Sparen, ohne das Einkommen zu steigern, endlich. Was meine ich damit? Wenn Ihr monatlich 2.000 € Netto verdient, ist dies ein ordentliches Einkommen um Geld anzusparen. Solltet Ihr nun auf jeden unnötigen Konsum verzichten und so billig wie möglich wohnen (z.B. in einer WG), dann lässt sich Eure Sparrate kurzzeitig weiter steigern. Allerdings habt Ihr früher oder später Eure maximale Sparrate erreicht und damit auch jede Möglichkeit ausgeschöpft, weiteres Geld einzusparen. Selbst wenn Eure Sparquote bei 60 % oder höher liegt, kann es gut sein, dass Eure Sparrate kleiner ist als meine. Daher zeige ich Euch in diesem Artikel, wie ich mein Einkommen stetig erhöhe.

Wie setzt sich mein Einkommen zusammen?

Mein monatlich verfügbares Geld beziehe ich aus verschiedenen Quellen. Manche Einnahmequellen sind dabei konstanter als andere, aber trotzdem werden die meisten von meiner Bank anerkannt.

Einkommen aus dem Angestelltenverhältnis

Derzeit stammt der größte Teil meines Einkommens aus meinem Arbeitsverhältnis. Aus vertraglichen Gründen darf ich mein genaues Gehalt leider nicht offenlegen. Was ich über mein Gehalt erzählen darf, ist, dass ich außertariflich im öffentlichen Dienst angestellt bin. Das bedeutet, dass ich jede Tariferhöhung erhalte und zusätzlich noch über weitere Gehaltserhöhungen mit meiner Führungskraft verhandeln kann. Alleine die Tariferhöhungen reichen aus, dass mein Gehalt jedes Jahr um ca. 3 % steigt. Darüber hinaus gibt es bei uns einen Bonustopf, welchen die Führungskraft frei an die Mitarbeiter ausschütten kann.

Mit Mehrarbeit zu mehr Geld

Es gibt darüber hinaus noch weitere Möglichkeiten, bei uns in der Firma das monatliche Gehalt zu steigern. Wir setzen bei unseren Kunden mehrfach im Jahr neue Softwares ein. Dies geschieht immer am Wochenende, damit wir den laufenden Betrieb nicht stören. Das Einsetzen dieser Software wird durch Rufbereitschaften begleitet. Das bedeutet, dass ich für die Tage, in denen ich Rufbereitschaft habe, zu Hause bleibe und im Fall einer Störung den Sachverhalt ansehen kann. Dafür, dass ich einen Samstag oder Sonntag zuhause bleibe, erhalte ich für den Monat einen Aufschlag von ca. 15 % auf meine Vergütung. Diese Vergütung erhalte ich immer – ob ich ausgelöst werde oder nicht.

Eine weitere Methode um das Gehalt zu steigern ist, sich Überstunden auszahlen zu lassen. Ich mache dies immer in kleinen aber regelmäßigen Schritten. Je nachdem wie mein Stundenkonto steht, lasse ich mir 4 bis 5 Stunden die Woche auszahlen. Dies führt ebenfalls dazu, dass mein Gehalt in diesen Monaten 10 % bis 12 % höher ist als normalerweise. Bei mir in der Firma ist es möglich, sich 9 von 12 Monaten im Jahr Überstunden auszahlen zu lassen. Da bei uns immer sehr viel zu tun ist, konnte ich diese Möglichkeit bisher auch immer nutzen.

Einnahmen aus P2P

Eine weitere Möglichkeit Geld zu verdienen, ist eine Geldanlage in P2P. In anderen Artikeln habe ich meine Anlage in P2P-Krediten bereits vorgestellt. Aktuell erhöht dies meine monatlichen Einnahmen um etwas mehr als 20 €. Ich habe bereits erste Gespräche mit meinem Bankberater zu diesem Einkommensstrom geführt. Leider haben diese Gespräche ergeben, dass man zwar das Geld auf dem Anlagekonto bei Mintos in meiner Vermögensaufstellung anerkennt, aber man nicht bereit ist, meine Einnahmen um den Wert der monatlichen Zinszahlungen zu erhöhen.

Dividendeneinnahmen

Dividenden sind Gewinnausschüttungen von Unternehmen an Ihre Aktionäre. Durch das Halten von Aktien am Ausschüttungstag ist man dividendenberechtigt und erhält die Dividende. Dadurch, dass ich die Dividende nicht ausgebe, sammelt sich ordentlich zusätzliches Geld auf meinem Depotgegenkonto. Über dieses zusätzliche Einkommen führe ich genauestens Buch. Dadurch, dass ich die Regelmäßigkeit meiner Dividenden nachweisen kann, akzeptiert meine Bank 50 % meiner Dividenden als Einnahmen. Da es sich um Erträge aus Aktien handelt, nimmt meine Bank diesen hohen Sicherheitsabschlag. Allerdings schützt sie damit auch indirekt mich, indem ich mich nicht überschulde.

Mieterträge

Diese Einkommensart sieht meine Bank neben meinen Gehalt am liebsten. Von den Erträgen aus meiner Vermietung werden pauschal 15 % abgezogen. Der restliche Betrag wird komplett zu meinem verfügbaren Gehalt hinzugerechnet. Dadurch, dass ich meine Wohnungen sehr billig kaufen konnte, sammelt sich regelmäßig viel Geld auf meinem Mietkonto an. Immer wenn sich auf diesem Konto ein bestimmter Betrag gebildet hat, verwende ich diesen für meine P2P- oder Aktienanlage. Somit erhalte ich einen guten Zinseszins auf dieses Geld.

Meine Steuererklärung

Eine Steuerrückerstattung ist zwar kein richtiges Einkommen, da man vorher ja bereits das Geld ausgegeben hat. Allerdings möchte ich an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, dass man durch Gestaltung der Steuererklärung vieles günstiger bekommt und man bares Geld spart. Sowohl mein iPad Pro, als auch mein MacBook Air habe ich zu 40 % von der Steuer abgesetzt. Als Begründung habe ich mein Studium und meinen Job als Entwickler angegeben. Des Weiteren setze ich meinen Börsenbrief von der Steuer ab. Dies sind nur drei Beispiele von Dingen, die ich mir ohnehin zugelegt hätte, aber durch das Absetzen deutlich billiger erhalten habe.

Mein Blog

Kommen wir zu der letzten Einnahmequelle, mit welcher ich Geld verdiene. Mein Blog befindet sich noch im Aufbau. Sowohl mit der Struktur, als auch mit der Gestaltung experimentiere ich noch herum. Allerdings dürfte Euch aufgefallen sein, dass ich Werbung auf meinen Blog schalte. Dies tue ich nicht, um an meinem Blog ordentlich zu verdienen, sondern um die laufenden Kosten zu decken. Ich nehme ihn auch nur mit in diesen Artikel auf, weil ich Euch keine Einkommensquelle vorenthalten möchte. Sobald mein Blog ein Jahr alt ist, werde ich einen ausführlichen Artikel zu den Kosten und den Einnahmen meines Blogs veröffentlichen.

 

 

Immobilienupdate

Heute gebe ich Euch ein Update über viele kleine Entwicklungen und Geschehnisse bei meinen Immobilien. Damit uns Immobilien ein regelmäßiges passives Einkommen einbringen, benötigen diese, genau wie Aktien, eine gewisse Aufmerksamkeit. Ich muss die Probleme von Mietern ernst nehmen, damit sie möglichst lange bei mir wohnen bleiben. Ebenfalls achte ich darauf, dass auf Eigentümerversammlungen keine unnötigen Ausgaben getätigt werden. Im folgenden Beitrag zeige ich Euch, welche Situationen in den letzen Monaten auf mich zugekommen sind und wie ich damit umgegangen bin.

Eigentümerversammlungen

Bei Eigentümerversammlungen habt Ihr grundsätzlich drei Möglichkeiten:

  1. Selber an der Versammlung teilnehmen.
  2. Ihr bevollmächtigt die Hausverwaltung für Euch abzustimmen und teilzunehmen.
  3. Ihr bevollmächtigt eine andere Person die Euch vertritt.

Nachdem ich letztes Jahr bei allen Eigentümerversammlungen persönlich anwesend war, habe ich mich dieses Jahr dafür entschieden, die Hausverwaltung zu bevollmächtigen. Es war mir dieses Jahr nicht möglich, in der Woche um 16 Uhr Feierabend zu machen. Daher habe ich den jeweiligen Hausverwaltungen meine Vollmacht zusammen mit einem Brief über Weisungen zukommen lassen. Dadurch konnte ich zu allen Punkten auf der Tagesordnung meine Meinung äußern – ohne anwesend zu sein. Neben immer wiederkehrenden Punkten, habe ich meine Zustimmung erteilt, dass die Hauseingangstür sowie die zu erneuernden Fenster ausgetauscht werden. Es ist sehr wichtig, dass es bei Immobilien zu keinem Renovierungsstau kommt. Dadurch erhaltet Ihr nicht nur den Wert – Ihr könnt auch leichter Mieterhöhungen begründen. Alle Kosten für die Erneuerungen waren durch die Instandhaltungsrücklagen ausreichend gedeckt.

Sanierungen

Der Mieter in meiner zweiten Wohnung informierte mich darüber, dass er leichte Wasserflecken neben seinem Heizkörper an der Tapete bemerkt hat. Die Überprüfung des Falls ergab, dass sich in der Heiznische Tauwasser an der Wand gebildet hatte. Damit sich kein Schimmel in der Wohnung bildet, beauftragte ich einen Trockenbauer. Der Trockenbauer dämmte die Nische mit speziellen Platten, wodurch die Tauwasserbildung in Zukunft vermieden wird.

Bei Situationen wie diesen handele ich aus zwei Gründen sehr schnell:

  1. Aus meiner Sicht ist es besser ein Problem schnell zu beseitigen, bevor die Folgen den Wert der Immobilie stark negativ beeinflussen.
  2. Sollte sich z.B. Schimmel in der Wohnung ausbreiten, hat der Mieter einen berechtigten Grund die Miete zu mindern. Dadurch hat man dann zusätzlich zu den Renovierungskosten noch Einbußen beim passiven Einkommen.

Vermieten mit Küche

Ich vermiete all meine Immobilien mit einer Einbauküche. Dadurch kann ich meine monatliche Kaltmiete um 20 bis 30 € höher ansetzen. Allerdings bin ich auch dafür verantwortlich, dass alle dazugehörigen Geräte funktionieren. Nun hat mich vor wenigen Wochen der Mieter meiner dritten vermieteten Wohnung angerufen und mitgeteilt, dass sein Kühlschrank nicht mehr kalt wird.

Auch hier handelte ich schnell, um meine Mieter nicht zu verärgern. Nachdem ich den Kühlschrank überprüft hatte, fuhr ich kurz in den nächsten Elektromarkt. Ich brachte den neuen Kühlschrank zusammen mit einem Kumpel noch am selben Tag zu meinem Mieter und baute diesen dort ein.

Mieterhöhung

In meinem Beitrag “Meine erste Mieterhöhung“, schrieb ich darüber, was bei einer Mieterhöhung zu beachten ist und dass ich für meine erste Wohnung die Miete erhöhen werde. Nachdem ich meinen Mietern die Mieterhöhung in den Briefkasten geworfen hatte, dauerte es drei Wochen bis sich meine Mieter meldeten. Sie waren mit der Mieterhöhung grundsätzlich so einverstanden, wie man es bei einer Mieterhöhung sein kann. Allerdings monierten sie (zurecht), dass ich auf dem Brief Tippfehler beim Datum gemacht hatte. Nachdem ich diesen Fehler korrigiert hatte, unterschrieben meine Mieter die Mieterhöhung für meine erste Immobilie. Ab dem 01.01.2019 erhalte ich für diese Wohnung 20 € mehr Miete.

Depotentwicklung (Bis 3.11.2018)

Mit dem Oktober geht der schwächste Börsenmonat seit 2016 vorbei. Heute zeige ich Euch wieder, wie sich die aktuellen politischen Unsicherheiten auf mein Depot ausgewirkt haben.

Depot vs. DAX

DAX, Aktien, Anlage
DAX-Entwicklung im Oktober 2018

Der DAX ist im September unglaublich schwach gestartet und hat zum Ende des Monats den Großteil seiner Verluste wieder aufgeholt. Anders lief es im Oktober. In den ersten drei Wochen stürzte der DAX fast ohne Unterstützung auf knapp 11.000 Punkte. Schuld daran waren verschiedene politische Unsicherheiten. Der italienische Staatshaushalt ist immer noch nicht geregelt worden, die Brexitverhandlungen kommen in vielen Punkt nicht weiter und die Außenpolitik der USA schadet weiter dem Welthandel. Diese Landesgrenzen übergreifenden Unsicherheiten sorgen dafür, dass weltweit die Börsen abverkauft werden. Im Zuge dessen sind viele Depots von Privatanlegern eingebrochen.  Die positiven Gespräche über ein Handelsabkommen zwischen den USA und China bringen die Anleger wieder an die Börse. All diese Faktoren führen zu einem monatlichen Minus beim DAX von 5,9 %. Auch dieser Monat zeigt wieder, warum man nicht täglich in sein Depot gucken sollte.

Mein Depot

Ende letzen Monats stand mein Depot bei einem Plus von 6,87 %. Allerdings hinterlässt ein dermaßen schwacher Börsenmonat wie der Oktober auch Spuren in meinem Depot.

 

Depot, Aktien
Depotentwicklung im Oktober 2018

Insgesamt hat mein Depot in diesem Monat 5,11 % eingebüßt. Allerdings schneidet mein Depot damit immer noch 0,8 % besser ab als der DAX. Durch meine beiden Käufe bei AB INBEV ist mein Depotwert um ca. 1.000 Euro auf 22.670 Euro gestiegen. Ich sehe die allgemeine Schwäche des Marktes nicht wirklich als Problem, da zur Zeit auch viele gute Unternehmen ohne Grund fallen. Durch solche Schwächen ergeben sich oft gute Einkaufsmöglichkeiten, welche ich nutzen werde. Beispielsweise ist Apple nach dem Vorlegen von sehr guten Quartalszahlen stark gefallen. Reaktionen wie diese treten am Markt immer mal wieder auf und bieten meistens gute Chancen.

 

Meine besten Positionen waren:

  1. Deutsche Telekom
  2. Lloyds Banking
  3. Walt Disney

Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom hat wieder einmal gezeigt, dass sie als Investment in schwierigen Zeiten bevorzugt wird. Sowohl der Streit um Handelsabkommen, als auch die Diskussionen über Haushaltspläne stören die Telekom nicht. Das Geschäftsmodell der Telekom bringt einen sehr planbaren Cashflow und damit planbare Dividenden und Gewinne für die Anleger. Dadurch ist es nicht verwunderlich, dass viele Anleger bei einer erwarteten Dividende von über 4 % für das Jahr 2018 zugriffen.

Lloyds Banking

Lloyds Banking wurde in den vergangenen Monaten stark abgestraft. Gründe dafür sind, dass die Geschäftszahlen schlechter ausgefallen sind als erwartet. Des Weiteren haben die Brexitunsicherheiten belastet. Da es nun so aussieht, als wäre man in diesen Punkten einen Schritt weiter, zog die Aktie in den letzen Wochen wieder an.

Walt Disney

Der angekündigte Streamingdienst von Disney nimmt immer mehr Gestalt an. Dies führt zusammen mit einem gut laufenden Kinogeschäft dazu, dass wieder ordentlich Fantasie in die Aktie kommt. Auch die unglaublich niedrige Ausschüttungsquote von Disney sorgt dafür, dass wir in den nächsten Jahren weitere Dividendensteigerungen erwarten können.

Meine beiden schlechtesten Positionen:

  1. BAE Systems
  2. HeidelbergCement

BAE Systems

Der Aktienkurs dieses Unternehmens wird aktuell davon belastet, dass die Brexitverhandlungen beim Punkt Rüstung still stehen. Trotz allem wird BAE voraussichtlich den Vorjahresgewinn halten können. Dadurch ist unsere Dividende nicht in Gefahr. Grundsätzlich gehe ich davon, dass die Verhandlungen auch in diesem Punkt weitergehen werden und das Unternehmen danach wieder Gewinnsteigerungen erzielt.

HeidelbergCement

Leider kam es direkt nach meinem dritten Kauf von HeidelbergCement zu einer Gewinnwarnung. Der Aktienkurs ist dadurch um mehr als 10 % eingebrochen. Da es sich aber lediglich um eine kleine Gewinnwarnung gehandelt hat, halte ich die Reaktion des Marktes für übertrieben. In den letzten Tagen ist der Aktienkurs bereits um 5 Euro pro Aktie gestiegen und gleicht langsam die Überreaktion aus. Aus meiner Sicht ist die Dividende dieses Unternehmens nicht in Gefahr.

 

Dies sind keine Aktienempfehlungen oder Beratungen. Alle Informationen in diesem Beitrag sind nur zur Information gedacht und potentielle Anleger müssen sich ihre eigene Meinung bilden.

P2P-Rendite optimieren

Heute stelle ich Euch vor,  wie ich meine P2P-Anlage bei Mintos optimiere und was sich dort in den letzten drei Monaten getan hat. Meine P2P-Anlage ist meine Anlage, die am wenigsten Aufmerksamkeit benötigt. Das Autoinvest ist nach meinen Vorstellungen eingestellt und tätigt alle Anlagen für mich. Ich überprüfe lediglich einmal im Monat, ob mein Kapital auch angelegt wird.

Letzten Monat hatte ich einmal das Problem, dass sich 300 € auf meinem Konto angesammelt hatten und nicht investiert wurden. Grund hierfür war, dass Mintos keine Kredite gefunden hat, welche meiner Wunschrendite entsprachen. Nachdem ich die Rendite nach unten korrigiert hatte, lief mein P2P-Investment wieder wie gewohnt.

Die niedrigen Zinsen scheinen auch vor der P2P-Anlage keinen Halt zu machen. Da Mintos sehr transparent über Neuigkeiten berichtet, fällt mir auf, dass neue Kreditgeber für auf Euro laufende Kredite “nur noch” Zinsen von 10 % anbieten. Früher lag der Zins für fast alle Laufzeiten im Schnitt bei etwas über 12 %. Trotzdem kann ich bei meiner Anlage einen richtigen Zinsstrom auf mein Konto beobachten.

Entwicklung meiner P2P-Anlage

P2P, Kredit
Meine P2P-Anlage am 29.10.2018

Am 07.08.2018 betrug mein Kontostand bei Mintos 2.892,36 € und ich hatte insgesamt 295,85 € an Zinsen erhalten. Da mich mein P2P-Investment so wenig Zeit kostet, freut es mich um so mehr, dass ich seit dem 07.08.2018 ganze 72,72 € an Zinsen erhalten habe. Damit steigen meine erhaltenen Zinsen bei Mintos auf 368,57 €. Im Schnitt habe ich damit die letzten drei Monate monatlich 24,24 Euro an Zinsen erhalten. Mein Ziel mit Mintos bleibt es, 110 € pro Monat an Zinsen zu erzielen und mir danach ein weiteres P2P-Investment zu suchen. Meine monatlichen Einzahlungen in Mintos habe ich etwas vernachlässigt, da ich hier mein Jahressparziel bereits erreicht hatte. In den letzten drei Monaten sind lediglich  83,96 € in Mintos geflossen. Die Summe ist deswegen so krumm, da ich glatte Kontostände mag und deshalb 3,96 € mehr überwiesen habe. Allerdings habe ich auch zwei Monate gar nichts an mein P2P-Investment überwiesen.

Welches P2P-Ziel habe ich für 2019?

In Anbetracht der Tatsache, dass es schon November ist, ist es immer absehbarer, welche Ziele ich für 2018 erreichen werde und welche nicht. Mein Ziel für mein P2P-Investment bestand darin, 3.000 € in Mintos zu investieren und 200 € an Zinszahlungen zu erhalten. Diese Ziele habee ich bereits vor einem Monat erreicht, weshalb sie anscheinend nicht groß genug waren. Da die Aktienmärkte allerdings sehr stark schwanken, bin ich mir noch nicht sicher, wie ich meine Ziele für 2019 stecken werde. Sobald ich zu einem Entschluss gekommen bin, werde ich dazu einen extra Beitrag verfassen.

Wie optimiere ich meine Rendite?

Verschiedene Faktoren beeinflussen die Rendite für meine P2P-Anlagen. Ein wichtiges Kriterium ist dabei die Laufzeit des Kredits. Je länger ein Zins festgeschrieben wird, desto höher ist dieser. Allerdings möchte ich ein gewisses Maß an Liquidität erhalten, weshalb lange Laufzeiten für mich nicht in Frage kommen. Eine weitere Möglichkeit bessere Konditionen bei den Krediten zu erhalten ist es, in Kredite mit Fremdwährungen zu investieren. Da man hier als Investor ein zusätzliches Risiko hat, wird dieses mit einem höheren Zins “belohnt”.  Auch diese Möglichkeit scheidet für mich aus, da ich Spekulationen auf Währungsschwankungen ausschließlich über Aktien tätige und nicht über P2P. Mintos bietet öfter Bonusaktionen an, wenn man in ausgewählte Kredite investiert. Bei diesen Bonusaktionen bietet einem Mintos 1 % bis 5 % als Rückzahlung auf die investierte Summe. Diese Prämie erhält man sowohl auf neu investiertes, als auch auf bereits eingezahltes Geld. Ich stelle daher bei jeder Bonusaktion mein Autoinvest so ein, dass mein bereits eingezahltes Geld ausschließlich in die ausgewählten Kredite fließt. Auf diese Art erhalte ich regelmäßig gute Zusatzerträge.

Mein Dividendendepot

Mein Depot Stand 23.10.2018

Heute stelle ich Euch vor, wie sich meine letzten Käufe und die Schwankungen der Börse, auf die Zusammensetzung von meinem Dividendendepot ausgewirkt haben. Ebenfalls werde ich erklären, warum ich aktuell Aktien von AbinBev kaufe und weshalb ich verstärkt in Unternehmen aus dem Euroraum investiere.

Meine neuen Positionen

Seit dem 16.06.2018 sind folgende Postionen zu meinem Dividendendepot hinzugekommen oder ausgebaut worden:

  • Allianz:

Meine Allianz-Position habe ich wie am 16.06. schon angekündigt mit zwei weiteren Käufen ausgebaut. Ich bin weiterhin überzeugt, dass man im Versicherungsbereich ausländische Konzerne nicht aufwändig analysieren muss. Denn mit der Allianz haben wir einen der größten und kapitalstärksten Versicherer in unseren eigenen Reihen. Des Weiteren gehe ich davon, dass die steigenden Zinsen in den USA auch langsam den Anlagenotstand der Versicherungen verkleinern werden. Dadurch wird sich mein Dividendendepot über weiter steigende Erträge freuen.

  • HeidelbergCement:

HeidelbergCement habe ich gekauft, da ich vom Management überzeugt bin. Nach der letzten großen Übernahme wurden wie angekündigt Synagien gehoben. Ebenfalls hat HeidelbergCement eine sehr alte und teuer verzinste Anleihe, welche bald günstig verlängert werden kann. Durch das Anpassen der Anleihe auf das aktuelle Zinslevel dürfte HeidelbergCement ca. 100 Mio. Euro an Zinsen sparen. Außerdem optimiert der Konzern weiter konsequent seine Tätigkeitsfelder. Zuletzt ist dies daran deutlich geworden, dass HeidelbergCement die Weißzementwerke verkauft hat.

  • AbinBev:

Mit AbinBev habe ich Aktien des größten Bierproduzenten der Welt gekauft. Ich gehe bei diesem Investment davon aus, dass es sehr krisensicher ist. Der weltweite Bierdurst steigt genau so konstant, wie der Preis pro Liter. Ebenfalls gehört es zur Konzernstrategie, durch das Übernehmen von kleineren Brauereien, in einzelnen Ländern Marktanteil zu gewinnen. Zuletzt hat AbinBev durch die Übernahme von SAB-Miller Aufmerksamkeit erregt. Diese Übernahme hat AbinBev insgesamt 103 Mrd. Dollar gekostet. Der hohe Schuldenberg führt zwar dazu, dass AbinBev für das Geschäftsjahr 2018 seine Dividende halbiert, allerdings halte ich das nicht für problematisch.  Der Gewinn von AbinBev hätte ausgereicht um eine unverändert hohe Dividende zu zahlen und nach Zahlung aller Zinsen zusätzlich noch Rücklagen zu bilden.

Allerdings reagiert der Konzern aus meiner Sicht genau richtig, denn durch die steigenden Zinsen in den USA könnte die hohe Verschuldung später zu einer Last werden. Daher hat man sich dafür entschieden, nicht zu riskieren, dass es zu diesem Problem kommt. Die eingesparte Dividende wird also dafür genutzt, um die Schulden in den nächsten Jahren zu reduzieren. Ich werde meine Position in den nächsten Monaten bei diesem Konzern trotzdem ausbauen. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass man auch dieses Jahr genug Gewinn erwirtschaftet hätte, um die hohe Dividende zu zahlen. Wenn nun die Schulden und damit auch die Zinslast reduziert wird, steigt der Gewinn pro Aktie weiter. AbinBev wird daher in wenigen Jahren in der Lage sein, eine deutlich höhere Dividende zu zahlen, als für das Geschäftsjahr 2017.

Warum investiere ich im Euroraum?

Allianz, HeidelbergCement und AbinBev haben eins gemeinsam: sie alle haben ihren Sitz im Euroraum und zahlen die Dividende in Euro aus. Eine Eurodividende bringt mir den Vorteil, dass sie nicht durch einen negativen Wechselkurs verringert wird. Besonders für den Wechselkurs zwischen Euro und Dollar sehe ich ein starkes Risiko. Wenn der Euro gegenüber dem Dollar stark aufwertet, bedeutet dies, dass meine Dollardividenden an Wert verlieren. Selbst wenn ein Unternehmen seine Dividende jährlich um 10% erhöht, kann dies ein Wechselkurs ausgleichen. Im Vergleich zu den Tiefstständen von Ende 2016 hat der Euro zwar wieder an Wert gewonnen, allerdings ist er noch weit von seinem Durchschnittskurs von 1,30 Euro entfernt. Um mein Dividendendepot auf stabile Beine zu stellen, investiere ich aktuell ausschließlich im Euroraum. Auch für das Jahr 2019 sehe ich derzeit keinen Grund, dieses Verhalten zu ändern. Vielmehr werde ich nach Unternehmen suchen, welche die Dividende in Euro ausschütten und diese jährlich um mindestens 10 % steigern.

Spekuliere ich auch auf Wechselkurse?

Selbstverständlich können Wechselkurseffekte auch positive Wirkungen haben. Aus diesem Grund habe ich mit BAE Systems und Lloyds Banking Aktien von Unternehmen gekauft, welche die Dividenden in Pfund zahlen. Hier spekuliere ich darauf, dass der Pfund wieder an Wert gewinnt und die Dividenden auch ohne Erhöhung steigen.

 

Alle hier veröffentlichen Informationen dienen nur der Information und sind keine Anlageempfehlung.

 

 

Performance bis 02.10.2018

Ich stelle Euch heute mein neues Depotupdate vor und gehe auf meine Käufe im September ein. Ebenfalls zeige ich Euch anhand des vergangenen Börsenmonats, warum es gut ist, nicht zu oft in sein Depot zu gucken.

Depot vs. DAX

Am 02.10.2018 ging der DAX mit knapp unter 12.300 Punkten aus dem Handel. Auf Monatssicht hat er damit etwa 50 Punkte oder 0,4 % verloren. Allerdings war der Monat September nicht so ruhig, wie diese Veränderung auf den ersten Blick vermuten lässt.

Börse, Dax, Aktien
Börsenmonat September 2018

Anfang September rutschte der DAX ohne Stop von seinem Startwert von 12.350 Punkten auf unter 12.000. Einige einschlägige Börsenmagazine titelten bereits, dass nun der überfällige Crash käme und dass der September ein schwarzer Börsenmonat werden würde. Denn wie so oft an der Börse machen leider die Kurse News und nicht anders herum. Als Gründe für den Rutsch an der Börse wurden die Währungsprobleme der Türkei und die schwierige Situation mit Italiens Haushaltspolitik angeführt. Italien will weiter übermäßig Schulden machen und damit aus der allgemeinen Sparpolitik Europas ausbrechen. Bereits nach dem ersten Drittel des Börsenmonats waren diese Probleme scheinbar vergessen und die Anleger kehrten zurück, um nun günstige Aktien zu kaufen.

Mein Depot

Nachdem mein Depot im letzten Börsenmonat zusammen mit dem Markt um einige Prozente gefallen war, wurde ich am Ende dieses Monats positiv überrascht. Das Aktiendepot hat mir im letzten Quartal nicht nur 146,77 € Dividende eingebracht, (Lies auch Dividendeneinnahmen 2018), sondern zusätzlich ein Plus von 1,66 %. Damit hat mein Depot um ca. 2 % besser abgeschnitten als der Markt. Auch wenn mich diese kurzfristigen Ausschläge im Depot kaum interessieren, ist es schön zu sehen, dass das Depot die gewünschte Stabilität mitbringt. Die Summe meines investierten Kapitals stieg im letzen Börsenmonat von 20.500 € auf 21.600 €. Dies lag daran, dass ich im letzten Monat anders als sonst zwei Käufe durchgeführt habe.

Aktiendepot
Aktiendepot

Meine beiden besten Positionen im Depot waren:

  • BP
  • Royal Dutch Shell

BP & Royal Dutch Shell

Der starke Anstieg des Ölpreises im letzten Monat führte im gesamten Ölmarkt dazu, dass Unternehmen aus diesem Sektor ordentlich angestiegen. Dies hat bei BP einen Anstieg von ca. 12 % und bei Royal Dutch Shell von ca. 10 % gebracht. Ich hoffe, dass die Ölpreise weiter stabil bleiben und beide Unternehmen für das Geschäftsjahr 2018 ihre Dividende erhöhen werden.

Ölpreis, Rohstoffe
Anstieg des Ölpreises

Meine beiden schlechtesten Postionen waren:

  • Freenet
  • Lloyds Banking

Freenet

Freenet wird auch in diesem Börsenmonat durch die neue Beteiligung an Ceconomy belastet. Insgesamt wurden 8 % an dem Unternehmen erworben. Nach der Übernahme, welche im Vorfeld bereits von vielen Analysten als viel zu teuer eingeschätzt wurde, musste Ceconomy wegen schlechter Geschäftszahlen eine Gewinnwarnung veröffentlichen. Ceconomy hat in den letzten 12 Monaten 44 % an Wert verloren. Es bleibt daher abzuwarten, ob Freenet auf seine Beteiligung Abschreibungen vornehmen muss. Diese dürften den Gewinn von Freenet belasten.

Lloyds Banking 

Lloyds Banking wird weiterhin vom Brexit belastet. Allerdings war genau dieser Fakt der Grund, warum ich Lloyds Banking in mein Depot aufgenommen habe. Ich gehe davon aus, dass der Brexit für die britischen Banken besser verläuft, als der Markt erwartet. Ebenfalls ist ein Minus von 1 % in einem Monat keine Schwankung über die man sich ernsthaft Gedanken machen muss.

Zukäufe im September

Sowohl Anfang, als auch Ende September habe ich jeweils 8 HeidelbergCement Aktien gekauft. HeidelbergCement konzentriert sich nach Jahren des Wachstums weiter auf die Optimierung ihrer Erträge. Daher wurde als nächster Schritt das Weißzement-werk in Ägypten verkauft. Der Konzern betrachtet Weißzement als Nischenprodukt und hält eine eigenständige Produktion mittlerweile für unnötig. Ich sehe weiterhin keinen Grund, warum die Kursschwäche bei HeidelbergCement weitergehen sollte und gehe von einer ordentlichen Dividendenerhöhung für das Geschäftsjahr aus.

 

Alle Aussagen zu der Börse und einzelnen Aktien sind lediglich meine Gedanken und keine Anlageempfehlung. 

 

Dividendeneinnahmen 2018

Meine Dividendeneinnahmen 2018 (Stand 29.09)

Wie versprochen stelle ich Euch heute meine aktualisierten Dividendeneinnahmen vor. Auch im dritten Quartal haben mich einige meiner Unternehmen durch eine Dividendenauszahlung erfreut. Dadurch komme ich meinem Ziel von 1.000 € Dividenden für 2018 immer näher.

 

Aktuelles Depot:

Titel Quartal 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Gesamt
Allianz  

 

 

 

 

0,00 €

Aurelius  

 

205,00 €

 

 

 

205,00 €

BAE  

 

34,70 €

 

BP  

37,60 €

 

40,50 €

 

41,10 €

Deutsche Telekom  

 

68,25 €

 

 

 

68,25 €

freenet  

 

112,20 €

 

 

 

112,20 €

HSBC  

37,50 €

 

18,83 €

 

18,65 €

Imperial Brands  

27,10 €

 

18,34 €

 

18,09 €

Lloyds Banking  

 

15,52 €

 

24,64 €

Royal Dutch Shell  

25,74 €

 

26,98 €

 

27,42 €

Disney  

9,32 €

 

 

10,99 €

Unilever  

8,23 €

 

8,88 €

 

8,88 €

 

Meine letzten Zukäufe (Allianz und HeidelbergCement) werden meine Dividendeneinnahmen 2018 leider nicht beeinflussen. Beide Unternehmen haben ihre Dividendenzahlung schon im zweiten Quartal durchgeführt. Dadurch werden mir diese Unternehmen erst für 2019 helfen, mein Ziel zu erreichen.

BP hat für das dritte Quartal eine Dividendenerhöhung von 0,10 Pence auf 0,1025 Pence durchgeführt. Natürlich ist diese kleine Erhöhung von gerade mal 2,5 % nicht die Welt. Allerdings zeigt sie, dass es BP nach Jahren des schwachen Ölpreises wieder deutlich besser geht und ich hier auf weitere Dividendenerhöhungen hoffen kann.

Der große Sprung bei Lloyds Banking von 15,52 € auf 24,64 € hat nichts mit Dividendenerhöhungen oder Wechselkursen zu tun. Als die erste Dividende von Lloyds Banking kam, hatte ich erst den zweiten von drei Käufen getätigt. Nun besitze ich deutlich mehr Aktien von diesem Unternehmen, weshalb es zu diesem Sprung kam.

Die Schwankungen bei HSBC, Imperial Brands und Royal Dutch Shell sind dem Wechselkurs geschuldet. Mit jedem Unternehmen, das die Dividenden nicht in Euro ausschüttet, werden diese Schwankungen zunehmen. Dies kann sowohl positiv, als auch negativ sein. Es wird daher für später eine wichtige Aufgabe sein, eine gute Mischung aus unterschiedlichen Währungen zu finden.

Nicht mehr im Depot:

Titel Quartal 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Gesamt
Marine Harvest  

20,17 €

 

 

 

 

20,17 €

Dividenden 100 ETF  

3,49 €

 

 

 

 

3,49 €

Im zweiten und dritten Quartal bin ich meiner buy-and-hold-Strategie treu geblieben und habe keine Notwendigkeit gefunden, mein Depot zu verändern. Auch in Zukunft werde ich nur Unternehmen aus meinem Depot verkaufen, wenn sich diese grundsätzlich anders entwickeln als von mir erwartet. Damit meine ich nicht unbedingt den Aktienkurs, sondern viel mehr die langfristige Ausrichtung des Managements.

 

Fazit:

Bis jetzt läuft das Jahr 2018 für meine Dividendeneinnahmen nach Plan. Mit BP hat ein weiters Unternehmen aus meinem Depot seine Dividende erhöht und damit haben nur Royal Dutch Shell und HSBC ihre Dividende nicht erhöht.  Insgesamt konnte ich dieses Jahr schon 868,12 € einnehmen. Das bedeutet, das letzte Quartal hat mir Einnahmen von 146,77 € gebracht.

Mit diesen Einnahmen könnte ich bereits einige Fixkosten decken.

Zum Beispiel:

  1. Handrechnung: 39 € im Monat = 468 € im Jahr
  2. Haftpflichtversicherung: 7,27 € im Monat = 87,25 € im Jahr
  3. Hausratversicherung: 11,15 € im Monat = 133,80 € im Jahr
  4. Fitnessstudio: 12,95 € im Monat = 155,40 € im Jahr

Gesamtausgaben: 844,45 €

Diese vier regelmäßigen Ausgaben kann ich bis jetzt ohne Probleme durch meine Dividenden abdecken. Ich werde diese Liste in späteren Updates immer dann weiterführen, wenn ich einen Ausgabenpunkt ganz abdecken kann.

Des Weiteren bekommt Ihr in regelmäßigen Abständen Updates zu meinen Einnahmen und ich bin gespannt, ob ich mein Ziel von 1.000€ Dividendeneinnahmen für 2018 erreiche.

50 Jahre Dividendenwachstum!

Viele Investoren suchen nach dem nächsten großen Börsenhype und springen dabei von einem Trend zum nächsten. Dabei weiß niemand, wann der Trend (z.B. Solaraktien in Deutschland) endet. Dies führt dazu, dass man sein Depot ständig im Auge behalten muss und der Gefahr eines plötzlichen Aktienkursabsturzes ausgesetzt ist. Um dies zu vermeiden und Investoren zu helfen, gibt es öffentliche Listen von Aktiendepots, die ihren Investoren seit über 50 Jahren eine überdurchschnittliche Rendite bringen sowie ein stetiges Dividendenwachstum. 

Mit Dividendenwachstum zur Outperformance

Ich stelle Euch heute eine Liste von 25 Unternehmen vor, die seit 50 Jahren jährlich ihre Dividende gesteigert haben. Diese Aktien zeichnen sich durch langfristige Geschäftsmodelle aus. Diese Geschäftsmodelle führen dazu, dass die Unternehmen in jeder Marktsituation Geld verdienen.

Aus welchen Sektoren kommen diese Unternehmen?

Die meisten dieser Unternehmen gehören zu dem Konsumgüter-, Energie-, Finanz- und Industriebereich. High-Tech-Firmen werdet Ihr auf der Liste nicht finden. Diese Unternehmen existieren teilweise noch nicht einmal 50 Jahre und zahlen zum Großteil auch noch gar keine Dividende, da das Wachstum noch stark im Vordergrund steht und die Gewinne in den Ausbau des Konzerns investiert werden.

Liste der Dividendenwachstumsaktien

  • Stepan
  • Genuine Parts Company
  • Lowe’s Companies
  • The Colgate-Palmolive Company
  • Hormel Foods Corporation
  • The Coca-Cola Company
  • Lancaster Colony
  • Procter & Gamble
  • Tootsie Roll Industries
  • Cincinnati Financial
  • Farmers & Merchants Bancorp
  • Johnson & Johnson
  • ABM Industries
  • Dover Corporation
  • Emerson Electric
  • 3M Company
  • Nordson
  • Parker Hannifin
  • Stanley Black & Decker
  • Federal Realty Investment Trust
  • American States Water
  • California Water Service
  • Northwest Natural Gas
  • SJW Group
  • Vectren

Dass all diese Aktien mit einem konstanten Dividendenwachstum aus den USA kommen, liegt daran, dass Aktionäre dort schon immer einen größeren Einfluss auf die Unternehmen hatten. Des Weiteren konnten die Unternehmen im “Land der unbegrenzten Möglichkeiten” viel besser wachsen, als in Ländern mit einer hohen Bürokratie.

Wie ist die Performance von Aktien mit konstanten Dividendenwachstum?

Oft liest man, dass man nicht nur auf das Dividendenwachstum oder die Höhe der Dividenden achten darf, sondern die gesamte Rendite betrachten soll.

Darum werde ich dieses Depot aus 25 Aktien mit dem S&P 500 Index vergleichen. Im S&P 500 sind 500 Aktien aus den USA gelistet, welche den breiten Markt und alle Sektoren abbilden.

In den letzten 27 Jahren hättet Ihr mit einer Investition in den S&P 500 Index eine Rendite von ungefähr 10,2 % im Jahr erwirtschaftet, was eine beachtliche Rendite ist. Die meisten Investmentfonds haben es nicht geschafft, für ihre Anleger so eine Rendite zu erwirtschaften.

Das Dividendenwachstumsdepot hätte Euch im selben Zeitraum jedoch eine Rendite von 13,8 % im Jahr gebracht. Dies mag erstmal nur nach einem relativ kleinen Unterschied klingen. Darum möchte ich Euch den Unterschied an vier Beispielsrechnungen zeigen.

Beispiel 1: Ihr legt 10.000 € vor 27 Jahren in den S&P 500 an.

10.000€ Einmalanlage für 27 Jahre in den S&P 500

Hättet Ihr vor 27 Jahren 10.000 € in den S&P 500 investiert, wären daraus 127.690 € geworden! 

Beispiel 2: Ihr legt 10.000 €  für 27 Jahre in das Depot mit Dividendenwachstum an.

10.000 € 27 Jahre lang in das Dividendenwachstumsdepot investieren

Hättet Ihr 10.000 € in das Dividendenwachstumsdepot investiert, wären daraus 327.975 € geworden. Der Zinseszinseffekt macht sich über lange Zeiträume deutlich bemerkbar. Dies führt dazu, dass jeder Prozentunterschied einen riesigen Unterschied beim Endkapital ausmacht.

Des Weiteren war die Volatilitätdes Dividendendepots mit 12 % um die 5 % geringer als bei dem S&P 500. Dadurch hättet Ihr während der gesamten Zeit deutlich ruhiger schlafen können, da die maximalen Ausschläge nach unten deutlich geringer gewesen wären, als die Ausschläge vom gesamten Markt.

In der Finanzkrise im Jahr 2008, hätte das Portfolio nur 14 % Verlust gehabt. Der S&P 500 verlor in diesem Jahr ganze 37 %.

Daher kann man sagen, dass Aktien mit einem konstanten Dividendenwachstum eine langfristig höhere Rendite bei gleichzeitrig niedrigerer Volatilität bieten und das alles ohne irgendwelchen Trends hinterherzulaufen.

Wie wäre der Unterschied bei einem monatlichen Sparplan gewesen?

Beispiel 3: Ihr spart monatlich 250 € in einen ETF-Sparplan auf den S&P 500.

250 € monatlich über 27 Jahre in den S&P 500 investieren

Durch den ETF-Spaplan hättet Ihr am Ende der Laufzeit ein Kapital von 396.309 €. 81.000 € davon wären Euer gespartes Geld und 315.309 € wären Gewinn.

Beispiel 4: Ihr spart monatlich 250 € in das Aktiendividendendepot.

250 € monatlich über 27 Jahren in das Dividendenwachstumsdepot sparen

Durch das Dividendenwachstumsdepot hättet Ihr am Ende der Laufzeit ein Kapital von 668.105 €. Von diesem Kapital wären 81.000 € Euer gespartes Geld und 587.105 € wären Gewinn.

Wie steht es um das Unternehmenswachstum?

Die Aktien aus dem Dividendenwachstumsdepot mit dem höchsten Wachstum der letzten fünf Jahre sind Lowe, Cincinnati Financial, SJW Group, Federal Realty und Nordson. Das Umsatzwachstum dieser Unternehmen liegt bei 5-7 % pro Jahr.

Das Dividendenwachstum dieser Aktien lag in den letzten 5 Jahren bei ca. 15-20 %. Dieser konstante Wert ist sogar noch beeindruckender, wenn man bedenkt, dass diese Firmen seit über 50 Jahren die Dividende erhöhen.

Selbst die Ausschüttungsquote der meisten Unternehmen liegt, gemessen am Gewinn, bei unter 50 %. Dies macht den Ausblick auf weitere Dividendensteigerungen sehr wahrscheinlich. Des Weiteren macht es deutlich, dass diese Unternehmen es seit über 50 Jahren schaffen, ihre Gewinne zu erhöhen.

Fazit

Ich werde auch in Zukunft weiter in vermeintlich “langweilige” Aktien investieren. Dies mache ich nicht, weil ich nicht an bestimmte Aktientrends glaube, sondern weil man meiner Meinung nach immer erst nach Jahren feststellen kann, welches Unternehmen sich durchsetzen wird. Dies möchte ich noch kurz an einem Beispiel aus jüngerer Vergangenheit zeigen.

Solarboom in Deutschland

Noch vor wenigen Jahren bestand ein Großteil unseres TecDAX aus Unternehmen, die in der Solarbranche tätig waren. Konkret waren es Unternehmen, welche Solarmodule gefertigt haben. Viele waren sich einig, dass nach dem Ausstieg Deutschlands aus dem Atomstrom Solarenergie nun “das Investment“ schlechthin sei.

Der Grundgedanke dieser Investoren war grundsätzlich korrekt. Mit diesem Gedanken lagen die Investoren zwar richtig , allerdings konnte man damals noch nicht absehen, welches dieser Unternehmen sich durchsetzen wird. Am Ende mussten viele Investoren schwere finanzielle Verluste hinnehmen. Denn China hatte seine Solarfirmen so stark subventioniert, dass die teureren deutschen Konkurrenten der Reihe nach pleite gingen. Die großen Solaraktien aus China hingegen machten das Rennen.

Viele der Aktien aus dem Dividendenwachstumsdepot haben diesen Prozess bereits seit vielen Jahren hinter sich. Coca Cola hat sich z.B. über Jahrzehnte den Platz 1 als bekanntestes Erfrischungsgetränk der Welt erarbeitet. Auch haben solche Konzerne die Finanzkraft, gut laufende Unternehmen mit viel Wachstumspotential zu kaufen. Die besten Beispiele hierfür sind, dass Coca Cola einige Wassermarken gekauft hat, um auch gesunde Getränkemarken anbieten zu können. Ebenfalls wurde ein Großteil von Monster Energy übernommen. Dadurch hat sich Coca Cola die teure Markteinführung, bei der im Vorfeld nie sicher ist, ob sie gelingt, gespart. Des Weiteren konnten hohe Marketingkosten vermieden werden. Das Wichtigste dabei ist allerdings, dass sie sich in ein gut laufendes Unternehmen einkauften und dadurch kein Geld in ein neues Produkt investierten, welches scheitern könnte.

Ich bin in keinem der o.g. Unternehmen investiert, habe allerdings vor, in der Zukunft einige Aktien dieser Unternehmen zu kaufen.