Immobilienupdate

Heute gebe ich Euch ein Update über viele kleine Entwicklungen und Geschehnisse bei meinen Immobilien. Damit uns Immobilien ein regelmäßiges passives Einkommen einbringen, benötigen diese, genau wie Aktien, eine gewisse Aufmerksamkeit. Ich muss die Probleme von Mietern ernst nehmen, damit sie möglichst lange bei mir wohnen bleiben. Ebenfalls achte ich darauf, dass auf Eigentümerversammlungen keine unnötigen Ausgaben getätigt werden. Im folgenden Beitrag zeige ich Euch, welche Situationen in den letzen Monaten auf mich zugekommen sind und wie ich damit umgegangen bin.

Eigentümerversammlungen

Bei Eigentümerversammlungen habt Ihr grundsätzlich drei Möglichkeiten:

  1. Selber an der Versammlung teilnehmen.
  2. Ihr bevollmächtigt die Hausverwaltung für Euch abzustimmen und teilzunehmen.
  3. Ihr bevollmächtigt eine andere Person die Euch vertritt.

Nachdem ich letztes Jahr bei allen Eigentümerversammlungen persönlich anwesend war, habe ich mich dieses Jahr dafür entschieden, die Hausverwaltung zu bevollmächtigen. Es war mir dieses Jahr nicht möglich, in der Woche um 16 Uhr Feierabend zu machen. Daher habe ich den jeweiligen Hausverwaltungen meine Vollmacht zusammen mit einem Brief über Weisungen zukommen lassen. Dadurch konnte ich zu allen Punkten auf der Tagesordnung meine Meinung äußern – ohne anwesend zu sein. Neben immer wiederkehrenden Punkten, habe ich meine Zustimmung erteilt, dass die Hauseingangstür sowie die zu erneuernden Fenster ausgetauscht werden. Es ist sehr wichtig, dass es bei Immobilien zu keinem Renovierungsstau kommt. Dadurch erhaltet Ihr nicht nur den Wert – Ihr könnt auch leichter Mieterhöhungen begründen. Alle Kosten für die Erneuerungen waren durch die Instandhaltungsrücklagen ausreichend gedeckt.

Sanierungen

Der Mieter in meiner zweiten Wohnung informierte mich darüber, dass er leichte Wasserflecken neben seinem Heizkörper an der Tapete bemerkt hat. Die Überprüfung des Falls ergab, dass sich in der Heiznische Tauwasser an der Wand gebildet hatte. Damit sich kein Schimmel in der Wohnung bildet, beauftragte ich einen Trockenbauer. Der Trockenbauer dämmte die Nische mit speziellen Platten, wodurch die Tauwasserbildung in Zukunft vermieden wird.

Bei Situationen wie diesen handele ich aus zwei Gründen sehr schnell:

  1. Aus meiner Sicht ist es besser ein Problem schnell zu beseitigen, bevor die Folgen den Wert der Immobilie stark negativ beeinflussen.
  2. Sollte sich z.B. Schimmel in der Wohnung ausbreiten, hat der Mieter einen berechtigten Grund die Miete zu mindern. Dadurch hat man dann zusätzlich zu den Renovierungskosten noch Einbußen beim passiven Einkommen.

Vermieten mit Küche

Ich vermiete all meine Immobilien mit einer Einbauküche. Dadurch kann ich meine monatliche Kaltmiete um 20 bis 30 € höher ansetzen. Allerdings bin ich auch dafür verantwortlich, dass alle dazugehörigen Geräte funktionieren. Nun hat mich vor wenigen Wochen der Mieter meiner dritten vermieteten Wohnung angerufen und mitgeteilt, dass sein Kühlschrank nicht mehr kalt wird.

Auch hier handelte ich schnell, um meine Mieter nicht zu verärgern. Nachdem ich den Kühlschrank überprüft hatte, fuhr ich kurz in den nächsten Elektromarkt. Ich brachte den neuen Kühlschrank zusammen mit einem Kumpel noch am selben Tag zu meinem Mieter und baute diesen dort ein.

Mieterhöhung

In meinem Beitrag “Meine erste Mieterhöhung“, schrieb ich darüber, was bei einer Mieterhöhung zu beachten ist und dass ich für meine erste Wohnung die Miete erhöhen werde. Nachdem ich meinen Mietern die Mieterhöhung in den Briefkasten geworfen hatte, dauerte es drei Wochen bis sich meine Mieter meldeten. Sie waren mit der Mieterhöhung grundsätzlich so einverstanden, wie man es bei einer Mieterhöhung sein kann. Allerdings monierten sie (zurecht), dass ich auf dem Brief Tippfehler beim Datum gemacht hatte. Nachdem ich diesen Fehler korrigiert hatte, unterschrieben meine Mieter die Mieterhöhung für meine erste Immobilie. Ab dem 01.01.2019 erhalte ich für diese Wohnung 20 € mehr Miete.

Depotentwicklung (Bis 3.11.2018)

Mit dem Oktober geht der schwächste Börsenmonat seit 2016 vorbei. Heute zeige ich Euch wieder, wie sich die aktuellen politischen Unsicherheiten auf mein Depot ausgewirkt haben.

Depot vs. DAX

DAX, Aktien, Anlage
DAX-Entwicklung im Oktober 2018

Der DAX ist im September unglaublich schwach gestartet und hat zum Ende des Monats den Großteil seiner Verluste wieder aufgeholt. Anders lief es im Oktober. In den ersten drei Wochen stürzte der DAX fast ohne Unterstützung auf knapp 11.000 Punkte. Schuld daran waren verschiedene politische Unsicherheiten. Der italienische Staatshaushalt ist immer noch nicht geregelt worden, die Brexitverhandlungen kommen in vielen Punkt nicht weiter und die Außenpolitik der USA schadet weiter dem Welthandel. Diese Landesgrenzen übergreifenden Unsicherheiten sorgen dafür, dass weltweit die Börsen abverkauft werden. Im Zuge dessen sind viele Depots von Privatanlegern eingebrochen.  Die positiven Gespräche über ein Handelsabkommen zwischen den USA und China bringen die Anleger wieder an die Börse. All diese Faktoren führen zu einem monatlichen Minus beim DAX von 5,9 %. Auch dieser Monat zeigt wieder, warum man nicht täglich in sein Depot gucken sollte.

Mein Depot

Ende letzen Monats stand mein Depot bei einem Plus von 6,87 %. Allerdings hinterlässt ein dermaßen schwacher Börsenmonat wie der Oktober auch Spuren in meinem Depot.

 

Depot, Aktien
Depotentwicklung im Oktober 2018

Insgesamt hat mein Depot in diesem Monat 5,11 % eingebüßt. Allerdings schneidet mein Depot damit immer noch 0,8 % besser ab als der DAX. Durch meine beiden Käufe bei AB INBEV ist mein Depotwert um ca. 1.000 Euro auf 22.670 Euro gestiegen. Ich sehe die allgemeine Schwäche des Marktes nicht wirklich als Problem, da zur Zeit auch viele gute Unternehmen ohne Grund fallen. Durch solche Schwächen ergeben sich oft gute Einkaufsmöglichkeiten, welche ich nutzen werde. Beispielsweise ist Apple nach dem Vorlegen von sehr guten Quartalszahlen stark gefallen. Reaktionen wie diese treten am Markt immer mal wieder auf und bieten meistens gute Chancen.

 

Meine besten Positionen waren:

  1. Deutsche Telekom
  2. Lloyds Banking
  3. Walt Disney

Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom hat wieder einmal gezeigt, dass sie als Investment in schwierigen Zeiten bevorzugt wird. Sowohl der Streit um Handelsabkommen, als auch die Diskussionen über Haushaltspläne stören die Telekom nicht. Das Geschäftsmodell der Telekom bringt einen sehr planbaren Cashflow und damit planbare Dividenden und Gewinne für die Anleger. Dadurch ist es nicht verwunderlich, dass viele Anleger bei einer erwarteten Dividende von über 4 % für das Jahr 2018 zugriffen.

Lloyds Banking

Lloyds Banking wurde in den vergangenen Monaten stark abgestraft. Gründe dafür sind, dass die Geschäftszahlen schlechter ausgefallen sind als erwartet. Des Weiteren haben die Brexitunsicherheiten belastet. Da es nun so aussieht, als wäre man in diesen Punkten einen Schritt weiter, zog die Aktie in den letzen Wochen wieder an.

Walt Disney

Der angekündigte Streamingdienst von Disney nimmt immer mehr Gestalt an. Dies führt zusammen mit einem gut laufenden Kinogeschäft dazu, dass wieder ordentlich Fantasie in die Aktie kommt. Auch die unglaublich niedrige Ausschüttungsquote von Disney sorgt dafür, dass wir in den nächsten Jahren weitere Dividendensteigerungen erwarten können.

Meine beiden schlechtesten Positionen:

  1. BAE Systems
  2. HeidelbergCement

BAE Systems

Der Aktienkurs dieses Unternehmens wird aktuell davon belastet, dass die Brexitverhandlungen beim Punkt Rüstung still stehen. Trotz allem wird BAE voraussichtlich den Vorjahresgewinn halten können. Dadurch ist unsere Dividende nicht in Gefahr. Grundsätzlich gehe ich davon, dass die Verhandlungen auch in diesem Punkt weitergehen werden und das Unternehmen danach wieder Gewinnsteigerungen erzielt.

HeidelbergCement

Leider kam es direkt nach meinem dritten Kauf von HeidelbergCement zu einer Gewinnwarnung. Der Aktienkurs ist dadurch um mehr als 10 % eingebrochen. Da es sich aber lediglich um eine kleine Gewinnwarnung gehandelt hat, halte ich die Reaktion des Marktes für übertrieben. In den letzten Tagen ist der Aktienkurs bereits um 5 Euro pro Aktie gestiegen und gleicht langsam die Überreaktion aus. Aus meiner Sicht ist die Dividende dieses Unternehmens nicht in Gefahr.

 

Dies sind keine Aktienempfehlungen oder Beratungen. Alle Informationen in diesem Beitrag sind nur zur Information gedacht und potentielle Anleger müssen sich ihre eigene Meinung bilden.