Mein Asien-ETF: Investieren in Asien leicht gemacht

Vor einiger Zeit habe ich zusätzlich zu meinen monatlichen Aktienkäufen einen ETF-Sparplan auf den NASDAQ-Index abgeschlossen. Dadurch habe ich den einfachsten Weg gewählt, in die größten Technologieunternehmen der Welt zu investieren. Um mein Depot zu erweitern, habe ich mich entschlossen, zukünftig zusätzlich einen Asien ETF zu besparen. Auch diesen ETF werde ich monatlich mit 50 € besparen.

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Durch einen weiteren Sparplan nutze ich ebenfalls einen unkomplizierten Weg, meine zukünftigen Dividenden zeitnah zu reinvestieren.

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Mein Asien-ETF-Sparplan

Warum kaufe ich keine Aktien aus Asien?

Warum ich lieber die jährlichen Kosten für einen ETF zahle, als mir günstigere Aktien ins Depot zu legen, ist recht einfach nachzuvollziehen. Ich habe keine Ahnung vom asiatischen Aktienmarkt.

Ebenso wie ich es mir nicht zutraue, die nächste große technologische Revolution im Voraus zu erkennen, traue ich es mir nicht zu, den komplexen asiatischen Aktienmarkt zu analysieren. Allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass das nächste große Technologieunternehmen im NASDAQ gelistet sein wird.

Für den asiatischen Markt erwarte ich in dem nächsten Jahrzehnt einen gewaltigen Aufschwung, welcher meiner Meinung nach sogar dazu führen könnte, dass der nächste reichste Mensch der Welt Asiate sein wird. Da ich aber weder die wirtschaftlichen Verflechtungen, noch die politischen Risiken einschätzen kann, investiere ich in einen möglichst breiten Asien-ETF. Dadurch erhalte ich mir die Möglichkeit, am Aufschwung eines ganzen Kontinents teilzuhaben.

Wie investiert mein Asien-ETF?

Mein neuer Sparplan investiert, wie es der Name schon vermuten lässt, über den ganzen Pazifik.

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Zusammensetzung meines ETFs. Quelle Finanzen.net

Auf den ersten Blick lässt sich erkennen, dass zwei Drittel des ETFs in Japan investiert sind. Dies ist aus meiner Sicht unproblematisch, da der japanische der am weitesten entwickelte Aktienmarkt ist. Des Weiteren haben viele japanische Unternehmen Beteiligungen in weiteren asiatischen Ländern. Als bestes Beispiel kann man hier SoftBank anführen, welches an diversen anderen Unternehmen beteiligt ist.

Betrachtet man die im ETF enthaltenen Unternehmen, dann erkennt man sehr schnell, dass der ETF sehr breit gestreut ist und nur wenige Unternehmen über 1 % gewichtet sind. Dadurch bin ich an möglichst vielen Unternehmen beteiligt und streue mein Risiko im asiatischen Aktienmarkt sehr breit.

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Wertentwicklung des Asien-ETFs. Quelle: Finanzen.net

Seit der Auflegung des ETFs hat dieser um 149,8 % zugelegt. Dies entspricht einer Wertentwicklung von 14,9 % pro Jahr. Zusätzlich zu dieser sehr guten Rendite kommen jährliche Ausschüttungen des ETFs hinzu. Ich persönlich bevorzuge ausschüttende ETFs, da ich gerne selbst entscheide, wo und wann ich reinvestiere.

Werde ich weitere ETFs besparen?

Wenn ich mit meiner Dividendenstrategie weiterhin erfolgreich bin, werden auch meine jährlichen Dividendeneinnahmen weiter zunehmen. Um diese zusätzlichen Einnahmen für mich arbeiten zu lassen, kann ich es mir sehr gut vorstellen, weitere ETF-Sparpläne abzuschließen. Allerdings werde ich diese auch nur für Regionen und Segmente nutzen, in denen ich es mir nicht zutraue, eine Analyse durchzuführen. Bei diesen Anlagen reicht mir die Marktperformance aus und ich versuche nicht, durch Einzelaktien eine Outperformance zu erreichen.

Ich kann mir daher gut vorstellen, dass ich entweder die Sparraten bei meinen bestehenden Sparplänen erhöhen werde oder neue abschließe.

Besonders die Regionen Südamerika und Osteuropa würde ich gerne noch für mein Depot erschließen. Allerdings besteht aus meiner Sicht kein Druck, dieses überstürzt zu erledigen.

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Bei diesem Beitrag handelt es sich um keine Empfehlung oder Beratung für den vorgestellten ETF, sondern lediglich um meine Gedanken, wie ich mein Depot am besten erweitere. Jeder Anleger muss selber entscheiden, welche Produkte am besten in sein Depot passen.

3 thoughts to “Mein Asien-ETF: Investieren in Asien leicht gemacht”

  1. Hallo Tim,
    hast du dir auch noch weitere, breiter gestreute Asien ETFs angeschaut? Dieser ist wirklich sehr japanlastig. Auf der einen Seite stimmt es, dass der Aktienmarkt weit entwickelt ist, jedoch von Höchstständen (dank der Zinspolitik) seit Jahrzehnten weit entfernt. Hier sehe ich schon ein kleines Risiko. Zudem der ETF auch stark im Auto- und Bankensektor investiert. Bei der sich anbahnenden abkühlenden Weltwirtschaftslage keine sicheren Häfen. Die Performance war sicherlich gut über die letzten Jahren, aber wo war das denn nicht der Fall?
    Bei dem doch nicht so großen Betrag von 50€/Monat hätte evtl. auch ein Emerging Markets ETF Sinn gemacht. Natürlich ist da auch ein gewisses Risiko, aber auf deine Aussage zurückzukommen: “Für den asiatischen Markt erwarte ich in dem nächsten Jahrzehnt einen gewaltigen Aufschwung, welcher meiner Meinung nach sogar dazu führen könnte, dass der nächste reichste Mensch der Welt Asiate sein wird.”
    Dies kann man durchaus so sehen, aber wenn dann, doch eher im chinesischen (oder evtl. noch indischen) Raum. Womit wir wieder bei Emerging Markets wären. Denk mal drüber nach.
    Gruß

    1. Hi Valueinvest,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. 🙂
      Ich gehe ich auf deinen Kommentar mal gestückelt ein und versuche meine Gründe dabei kurz zu erläutern.
      Asien-ETF sehr japanlastig:
      Das japanlästig sehe ich nicht als Problem, da viele japanische Unternehmen einen Großteil Ihrer Gewinne auch in anderen asiatischen Ländern machen oder dort Beteiligungen oder Töchterunternehmen haben.(z.B. SoftBank). Ich würde es nur als Problem ansehen wenn die japanischen Unternehmen einen Großteil Ihres Umsatzes in Japan erzielen.
      Viel Auto und Bankensektor:
      Hier stimme ich dir voll zu! Allerdings sehe ich ein abkühlen in diesen Bereich eher als Chance, da ich gerade mit meinem sparen des ETF´s starte und ich dadurch mehr Anteile kaufen kann. Würde so ein Abkühlen in 10 Jahren kommen würde es mir sorgen machen, da es mir nichts bringt wenn ich im 2 statt einen Anteil kaufen kann. Dafür aber 1000 Anteile 50 % an Wert verlieren.
      “Leider” sehe ich den Autosektor im asiatischen Raum auch als deutlich innovativer als den deutschen und hoffe (alleine schon für die Arbeitsplätze in Deutschland), dass die deutschen Autowerte sich gut Richtung E und Hybrid aufstellen können.
      Wo war die Performance nicht gut? :
      Auch hier stimme ich dir deutlich zu. Allerdings sieht man in einigen Bereich eine rückläufige Konjunktur oder ein rückläufiges Konsumverhalten. Daher versuche ich nun auch in Märkte zu investieren, wo meiner Meinung nach dieses nicht oder weniger stark passiert. Auf keinem Kontinent steigen zur Zeit mehr Menschen in die Mittelschicht auf wie in Asien. Da ich glaube, dass sich diese “mehr gönnen” werden in den nächsten Jahren habe ich gezielt einen Asien-ETF genommen.
      Warum kein EM ETF:
      Ich möchte mehr Kontrolle über mein Depot haben und diese bietet mir ein so breiter ETF nicht. Es kann gut sein, dass ich später noch einen ETF auf Ost-Europa oder Südamerika bespare, allerdings lege ich da aktuell keinen Wert drauf.

      Ich freue mich, wenn du meinen Blog weiter verfolgst 🙂
      viele Grüße
      Tim

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