Dividendenerhöhung – Deutsche Telekom und Lloyds Banking liefern

Dividendenerhöhungen sind ein wichtiger Bestandteil meiner Dividendenstrategie. Ich habe es mir zum Ziel gemacht, meine Dividendeneinnahmen jedes Jahr um 30 % zu erhöhen.

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In den ersten Jahren kann ich diese Steigerung noch durch meine Sparquote erreichen. Allerdings werde wird es langfristig nicht möglich sein, mit einer Sparrate von 6.000 € im Jahr 30 % mehr Einnahmen zu generieren. Deshalb ist wichtig für mich, Aktien in meinem Depot zu haben, welche konstant ihre Dividende steigern.

Umso mehr hat es mich gefreut, dass diese Woche gleich zwei meiner Unternehmen eine Dividendenerhöhung verkündet haben.

Deutsche Telekom – Erwartungen übertroffen und Dividende erhöht

Bereits das vierte Jahr in Folge erhöht der Konzern aus Bochum seine Dividende. Für das Geschäftsjahr 2017 habe ich eine Dividende von 0,65 € pro Aktie erhalten. Dies hat mir eine Dividendenzahlung von 68,25 € eingebracht. Nach der Erhöhung erhalte ich nun für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 0,70 €. Das bedeutet eine Dividendenerhöhung von ca. 7,7 %.

Dividendenerhöhung, Dividendensteigerung
Dividendenerhöhungen Deutsche Telekom.Quelle: Ariva.net

Die Ertragskraft des Konzerns stieg dabei auf 5,65 Mrd. € an. Das bedeutet für die Deutsche Telekom einen Anstieg von 12,6 %.

Zusammen mit den letzten Zahlen gab der Vorstand des Unternehmens ebenfalls einen Ausblick auf das nächste Geschäftsjahr. In diesem wird weiter von steigenden Gewinnen und einem erhöhten Cashflow ausgegangen. Sollte dies erreicht werden, ist es sehr wahrscheinlich, dass es für das Jahr 2019 eine weitere Dividendenerhöhung geben wird. Ich gehe beim Erreichen der Ziele davon aus, dass diese eine Erhöhung von mindestens 5 weiteren Cent mit sich bringen.

Sehe ich Risiken?

Es wird aktuell davon ausgegangen, dass die Deutsche Telekom im Mieterverfahren um die 5G-Lizenzen eine hohe Milliardensummen investieren wird. Aus meiner Sicht ist dieses Investment richtig, da man auch in der Zukunft den Bedarf der Kunden bedienen muss. Allerdings stellt jede große Investition auch ein entsprechendes Risiko da. Sollte sich diese Investition allerdings als Fehler herausstellen oder aber der Betrieb von Handyverträgen mit 5G-Netz nur schleppend anläuft, könnte der Ausblick gekippt werden.

Ein weiteres Risiko ist das US-Geschäft. In den letzten Jahren hat es sich zum größten Zugpferd der Telekom gemausert. Allerdings ist eine Abhängigkeit von einem Hauptmarkt für jedes Unternehmen ein Risiko. Ebenfalls soll der US-Ableger der Telekom mit dem dortigen Konkurrenten Sprint fusionieren um dadurch noch eine bessere Position im Markt erlangen. Sollte die Fusion scheitern, könnte es zu einem Rücksetzer der Aktie kommen, da bereits viele Anleger von einer erfolgreichen Fusion ausgehen.

Lloyds Banking steigert seinen Gewinn

Lloyds Banking ist eine meiner exotischen Aktien. Exotisch deshalb, weil viele deutsche Anleger das Unternehmen nicht kennen und noch weniger darin investiert sind.

Ich habe in Lloyds Banking investiert um verstärkt in die Währung Pfund zu investieren. Meine Spekulation liegt darin, dass ich davon ausgehe, dass der Brexit für Großbritannien nicht so schlimm wird wie in den Medien verkündet. Sollte ich richtig liegen, dann wird auch die Wirtschaft Großbritanniens weiter wachsen. Dadurch dürfte auch die führende britische Privatkundenbank Lloyds Banking weiter die Gewinne steigern können. Seit der Finanz- und Eurokrise hat das Unternehmen seine “Hausaufgaben” gemacht und viele Prozesse verschlankt. Dadurch konnte das Unternehmen einiges an Kosten einsparen und seit 2014 wieder eine Dividende an ihre Aktionäre zahlen. Des Weiteren führt das Unternehmen konstant Aktienrückkäufe durch um die Aktionäre zusätzlich am Gewinn des Unternehmens zu beteiligen.

Insgesamt wird Lloyds Banking von 4,4 Mrd. Pfund Gewinn 4 Mrd. Pfund an die Aktionär verteilen. Davon werden für 1,75 Mrd. Pfund eigene Aktien zurückgekauft. Zusätzlich erhalten die Aktionäre eine Dividendenerhöhung von ca. 5 %. Die Dividende wird auf 3,21 Pence gesteigert.

Dividendenerhöhung, Dividendensteigerung
Lloyds Banking – Dividendenerhöhung

Sehe ich Risiken?

Eine der möglichen Risiken, welche zukünftig Lloyds Banking belasten könnte, ist der Brexit. Allerdings ist dieses Risiko eines, das in der Zukunft alle Unternehmen belasten kann.

Ein anderes Risiko schlummert in den Büchern der Bank. Auch in diesem Jahr stiegen die Belastungen durch faule Kredite um 18 %. Insgesamt entsteht dadurch eine Belastung von 947 Millionen Pfund. Zusätzlich gibt es noch ein weiteres hausgemachtes Problem. Die Bank hatte über mehrere Jahre unnötige Restschuldversicherungen an ihre Kunden verkauft. Um diese Kunden zu entschädigen, hat Lloyds weitere 200 Millionen Pfund zurückgestellt. Damit steigen die Rückstellungen auf 750 Millionen Pfund an.

Um für die möglichen Risiken gut aufgestellt zu sein, verfügt das Institut über eine harte Kernkapitalquote von 13,9 %. Des Weiteren hat sich das Bankhaus in den letzten Jahren sehr profitabel aufgestellt und ist einem Konkurrenten bei der Digitalisierung um einige Schritte voraus.

Allianz – Aktienrückkauf und Dividendenerhöhung

Die zweite volle Februarwoche 2019 ist für alle Allianzinvestoren eine sehr positive. Eigentlich habe ich nur darauf gewartet, dass die Allianz die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 auf der Bilanzmedienkonferenz am 15.02.2019 bekanntgibt. Bereits am 14.02.2019 verkündet das Unternehmen, dass man einen Aktienrückkauf über 1,5 Mrd. € durchführen wird. Bereits 2017 und 2018 hatte die Allianz Aktien im Wert von mehreren Milliarden Euro zurückgekauft. Nur einen Tag später übertraf die Allianz mit einem Dividendenvorschlag von 9,00 € pro Aktie die Erwartungen deutlich. Dies entspricht einer Steigerung von 12,5 %. Der Durchschnitt der Analysten ging davon aus, dass die Dividende von 8,00 € auf 8,90 € erhöht wird. Dies wäre eine Steigerung von 11,3 %.

In dem folgenden Beitrag werde ich zuerst darauf eingehen, warum die Allianz einen Aktienrückkauf durchführt. Danach werde ich erklären, was ein Aktienrückkauf ist und wieso ich ihn bei der Allianz für positiv halte. Abschließend werde ich auf die Dividendenerhöhung eingehen und meine Erwartungen für die Zukunft darstellen.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen.

Dividende
Dividendensteigerung Allianz

Warum betreibt die Allianz einen Aktienrückkauf?

Bereits vor einigen Jahren kündigte der Vorstand an, dass man eigene Aktien zurückkaufen wird. Geknüpft ist diese Aussage an die Bedingungen, dass man keine geeigneten Übernahmeziele findet.

Die Allianz sitzt auf riesigen Geldbergen, welche für Übernahmen aufgebaut wurden. Allerdings sind in Zeiten von Negativzinsen solche Geldberge nicht immer nur positiv. Deshalb hat das Management beschlossen, dass man diese Geldreserven teilweise zum Aktienrückkauf nutzen wird. Dadurch steigen die Reserven der Allianz nicht weiter an und Kosten für Negativzinsen werden reduziert.

Was sind Aktienrückkäufe und welche Vorteile bringen sie?

Aktienrückkäufe erklären sich eigentlich schon durch den Namen. Bei Aktienrückkäufen kauft ein Unternehmen eigene Aktien am Markt ein. Dadurch entsteht am Aktienmarkt eine zusätzliche Nachfrage, welche den Aktienkurs steigern kann. Durch diese Nachfrage fällt eine Aktie in schwachen Marktphasen auch weniger.

Des Weiteren sind zurückgekaufte Aktien nicht dividendenberechtigt.

Die Allianz schüttet also keine Dividende an Aktien aus, die sie im eigenen Bestand hält. Dadurch bleibt deutlich mehr Geld im Unternehmen, welches für andere Zwecke genutzt werden kann. Oftmals erhöhen Unternehmen, die Aktienrückkäufe durchführen, ebenfalls ihre Dividende. Auf diese Weise profitieren wir Aktionäre doppelt von den Rückkäufen. Zum einen erhalten wir die Möglichkeit auf steigende Kurse durch eine erhöhte Nachfrage und zum anderen bleibt mehr Geld im Unternehmen, welches oft für Dividendensteigerungen genutzt wird.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Unternehmen die zurückgekauften Aktien oft vernichten.

Dadurch wird der erzielte Gewinn eines Unternehmens auf weniger Aktien verteilt. Dadurch kann der Gewinn pro Aktie steigen, obwohl der Gewinn eigentlich stagniert oder leicht sinkt. Sollte der Gewinn jedoch wie bei der Allianz steigen, ist das Vernichten von zurückgekauften Aktien ein Gewinnturbo. Der Gewinn pro Aktie steigt dadurch überproportional an und das KGV der Aktie sinkt. Die dadurch entstehende Unterbewertung zieht weitere Käufe an, welche für weitere Nachfrage sorgt.

KGV, Gewinn pro Aktie
Allianz – Gewinn je Aktie

Ist ein Aktienrückkauf sinnvoll?

Dies hängt immer von der Situation des Unternehmens ab. Wenn Unternehmen nur Aktienrückkäufe durchführt um den Aktienkurs zu pushen, dann kann dies schnell gefährlich werden. Zum einen wird auf diese Art oft versucht rückläufige Gewinne zu schönen und zum anderen zeigt es eine gewisse Ratlosigkeit des Managements.

Bei der Allianz halte ich den Aktienrückkauf nicht für gefährlich. Dies liegt daran, dass das Unternehmen durch Umstrukturierungen und Zusammenlegen von Sparten immer profitabler wird. Ebenfalls wurden kleine Zukäufe getätigt um sich in einigen Ländern besser aufzustellen. Allerdings haben diese Käufe “nur” dafür gereicht, dass sich die Reserven langsamer aufbauen. Des Weiteren ist es schön zu sehen, dass nicht um jeden Preis ein Zukauf getätigt wird.

Dividendenerhöhung bei der Allianz

Dividendenerhöhungen, Dividenden, Aktien
Allianz – Dividendenerhöhungen seit 2011

Die Dividende spielt in der Firmenpolitik eine wichtige Rolle. Der Vorstand ließ bereits mehr verkünden, dass man die Dividende niemals kürzen wolle. Diese Aussage macht die Erhöhung von 12,5 % umso eindrucksvoller. Denn sie zeigt, dass man sich sicher ist, nachhaltig eine Dividende in dieser Höhe zahlen zu können.

Des Weiteren war es die größte Erhöhung seit drei Jahren. Dies zeigt, dass die Allianz immer noch in der Lage ist, Kosten einzusparen, höhere Preise durchzusetzen und Marktanteile auszubauen.

Für mich bedeutet die Erhöhung, dass ich dieses Jahr 81 € Bruttodividende erhalte. Dadurch sorgt diese Position fast alleine dafür, dass ich einen Tag finanziell frei bin.

Mein ganzes Dividendendepot findest du hier.

Ausblick

Auch in den nächsten Jahren erwarte ich keine großen Zukäufe bei der Allianz. Dies ist aber aus meiner Sicht auch gut so. Denn solange die Zinsen niedrig sind, erhalten einfach zu viele Konkurrenten die Finanzkraft um mitbieten zu können. Dadurch würden Übernahmen sehr teuer werden.

Im Umkehrschluss gehe ich also auch für die nächsten Jahre von weiteren Aktienrückkaufprogrammen aus. Diese werden wie oben beschrieben dazu führen, dass auch mehr Geld pro Aktie für uns Aktionäre überbleibt.

Des Weiteren gehe ich davon aus, dass die Allianz ihren medialen Vertrieb weiter ausbaut und in diesem Bereich weitere Marktanteile übernimmt. Dadurch besteht die Möglichkeit, die Kostenquote zu senken und die Gewinnmarge zu steigern.

Ebenfalls werden wir es vermehrt erleben, dass Töchter zusammengelegt werden und Unternehmensteile neu strukturiert werden. Dadurch wird es Kostensenkungen geben.

Die beiden Punkte werden zu einer starken Bonitätssteigerung der Allianz führen, welche das Unternehmen auch nach den Niedrigzinsen sehr agil agieren lässt.

Zu guter Letzt wird irgendwann die Zeit der niedrigen Zinsen vorbei sein und dadurch auch die Zeit des Anlagenotstandes. Dadurch kann mit dem Geld der Kunden wieder viel mehr Ertrag für uns Aktionäre erzielt werden.

Dieser Artikel stellt nur meine Meinung zur aktuellen Situation bei der Allianz dar und ist keine Anlageempfehlung. Ich besitze Aktien der Allianz!

Altria – der ewige Zigarettenriese?

Die Altria Group, ist der größte an der Börse gelistete Zigarettenkonzern der Welt. Die Zigarettenindustrie galt in der Vergangenheit als krisensichere Branche, da Rauchen in allen Gesellschaftsschichten akzeptiert war und jede Preiserhöhung von den Konsumenten hingenommen wurde. Doch im letzten Jahrzehnt hat sich dieses Bild stark gewandelt. Sowohl in den USA, als auch in Europa sind die Zahlen der Rauchenden rückläufig. Erkennbar ist diese wacklige Zukunft an der Kursentwicklung von Altria, welche in den letzten drei Jahren von 70 € auf 38 € gefallen ist. Allerdings bieten Zigarettenaktien nun eine verlockende Dividendenrendite von über 7 %. Dadurch sind die Altria-Aktien besonders für Einkommensinvestoren wie mich interessant.

Altria Aktienverlauf
Altria – 3 Jahreschart

Im folgenden Artikel werde ich Euch meine Meinung zu Altria und deren Zukunftsaussichten vorstellen. Bitte beachtet, dass es sich dabei lediglich um meine Einschätzung handelt und dies keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung ist.

Was macht Altria genau?

Altria stellt neben Tabakprodukten noch Weine her und bietet verschiedene Finanzdienstleistungen an. Die bekanntesten Produkte des Unternehmens sind allerdings die Tabakmarken Marlboro, L&M und Black & Mild.

Insgesamt vertreibt Altria seine Produkte in über 150 verschiedenen Ländern. Darüber hinaus hält Altria noch 12,2 % der Aktien von Ab-InBev und ist dadurch am größten Bierbrauer der Welt beteiligt. Diese Beteiligung bringt Altria jedes Jahr viele Millionen in die Unternehmenskasse. Ebenfalls zeigen die letzten Maßnahmen des Managements, dass man die Zeichen der Zeit erkannt hat und bereit ist, mit Investitionen die Profitabilität des Konzerns auch in Zukunft sicherzustellen.

Einstieg im E-Zigaretten-Markt

Am 20.12.2018 verkündete das Unternehmen, dass man 35 % vom E-Zigaretten-Hersteller Juul erworben hat. Juul hält in den USA einen Marktanteil von 70 % und ist seit Anfang des Jahres auch mit 1.000 Shops in Deutschland vertreten. Alleine in Deutschland wird der Markt für E-Zigaretten auf 400 Mio. € geschätzt – Tendenz steigend. Für 2019 wird geschätzt, dass der Markt auf 500 Mio. € ansteigen wird. Dies wäre ein Wachstum von 25 % und wird auch bei Altria für deutlich höhere Einnahmen sorgen. Ebenfalls haben E-Zigaretten einen deutlich besseren Ruf, da es viele Sorten ohne Nikotin gibt und die Gesundheitsrisiken um 95 % geringer sein sollen als bei herkömmlichen Zigaretten. Gerade bei Jungendlichen ist der Trend besonders beliebt.

Einstieg im Cannabismarkt

Des Weiteren hat sich Altria als erster großer Tabakkonzern in den Cannabismarkt der USA vorgewagt. Der Konzern hat für 1,8 Mrd. Dollar 45 % von dem Cannabisproduzenten Cronus übernommen. Darüber hält das Unternehmen Optionen um weitere 10 % für 1 Mrd. Dollar zu übernehmen. Dadurch würde die Beteiligung auf 55 % ansteigen und man hätte die Mehrheit erreicht. Analysten schätzen, dass der Cannabismarkt 2018 in den USA einen Umsatz von 11 Mrd. Dollar erreicht. Da immer mehr Bundesstaaten den Verkauf legalisieren wird geschätzt, dass dieser Umsatz bis 2030 auf 75 Mrd. Dollar ansteigen wird. Hinzu kommt, dass immer mehr Länder den Verkauf von Cannabis als Medizin oder gleich als Genussmittel legalisieren.

Zukunftseinschätzung

Ich gehe davon aus, dass sich Altria aktuell in einer entscheidenen Übergangsphase für die nächsten Jahrzehnte befindet. Diese Übergangsphase bringt allerdings eine gewisse Unsicherheit mit. Es wurden große und teure Investitionen getätigt, welche erst in den nächsten Jahren zeigen werden, ob sie einen Mehrwert für das Unternehmen geschaffen haben. Diese Unsicherheit führt dazu, dass der Aktienkurs eines jetzt hochprofitablen Unternehmens in den letzten drei Jahren um fast 50 % gefallen ist. Denn aktuell kann niemand sicher sagen, ob das Unternehmen auch noch in Zukunft hochprofitabel sein wird.

Durch die mutigen Investitionen in die Zukunftsmärkte des Rauchens hat sich Altria aber in die Postion gebracht, zukünftig sowohl beim E-Zigarrten-Markt, als auch bei Cannabismarkt eine führende Position einzunehmen. Darüber hinaus verfügt der Zigarettenhersteller über eine hervorragende Bonität. Durch diese Bonität ist es auch in Zukunft möglich, an günstige Kredite zu kommen um weitere Beteiligungen zu kaufen.

Ich gehe davon aus, dass Altria durch sein erfahrenes Management neue lukrative Einnahmequellen erschließen wird. Deshalb werde ich in den kommenden Monaten meine Position schrittweise erhöhen um durch hohe Dividenden und zukünftige Dividendensteigerungen mein passives Einkommen zu steigern.

Alleine für das letzte Geschäftsjahr hat das Unternehmen seine Dividende um 12 % erhöht. Des Weiteren gehört Altria zu den Dividendenaristokraten, was bedeutet, dass das Unternehmen die letzten 25 Jahre die Dividende jährlich gesteigert hat.

Dividenden EInkommen
Altria – Dividendensteigerung

Dividendeneinnahmen 2018 3tes Quartal

Meine Dividendeneinnahmen 2018 (Stand 29.09)

Wie versprochen stelle ich Euch heute meine aktualisierten Dividendeneinnahmen vor. Auch im dritten Quartal haben mich einige meiner Unternehmen durch eine Dividendenauszahlung erfreut. Dadurch komme ich meinem Ziel von 1.000 € Dividenden für 2018 immer näher.

 

Aktuelles Depot:

Titel Quartal 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Gesamt
Allianz  

 

 

 

 

0,00 €

Aurelius  

 

205,00 €

 

 

 

205,00 €

BAE  

 

34,70 €

 

BP  

37,60 €

 

40,50 €

 

41,10 €

Deutsche Telekom  

 

68,25 €

 

 

 

68,25 €

freenet  

 

112,20 €

 

 

 

112,20 €

HSBC  

37,50 €

 

18,83 €

 

18,65 €

Imperial Brands  

27,10 €

 

18,34 €

 

18,09 €

Lloyds Banking  

 

15,52 €

 

24,64 €

Royal Dutch Shell  

25,74 €

 

26,98 €

 

27,42 €

Disney  

9,32 €

 

 

10,99 €

Unilever  

8,23 €

 

8,88 €

 

8,88 €

 

Meine letzten Zukäufe (Allianz und HeidelbergCement) werden meine Dividendeneinnahmen 2018 leider nicht beeinflussen. Beide Unternehmen haben ihre Dividendenzahlung schon im zweiten Quartal durchgeführt. Dadurch werden mir diese Unternehmen erst für 2019 helfen, mein Ziel zu erreichen.

BP hat für das dritte Quartal eine Dividendenerhöhung von 0,10 Pence auf 0,1025 Pence durchgeführt. Natürlich ist diese kleine Erhöhung von gerade mal 2,5 % nicht die Welt. Allerdings zeigt sie, dass es BP nach Jahren des schwachen Ölpreises wieder deutlich besser geht und ich hier auf weitere Dividendenerhöhungen hoffen kann.

Der große Sprung bei Lloyds Banking von 15,52 € auf 24,64 € hat nichts mit Dividendenerhöhungen oder Wechselkursen zu tun. Als die erste Dividende von Lloyds Banking kam, hatte ich erst den zweiten von drei Käufen getätigt. Nun besitze ich deutlich mehr Aktien von diesem Unternehmen, weshalb es zu diesem Sprung kam.

Die Schwankungen bei HSBC, Imperial Brands und Royal Dutch Shell sind dem Wechselkurs geschuldet. Mit jedem Unternehmen, das die Dividenden nicht in Euro ausschüttet, werden diese Schwankungen zunehmen. Dies kann sowohl positiv, als auch negativ sein. Es wird daher für später eine wichtige Aufgabe sein, eine gute Mischung aus unterschiedlichen Währungen zu finden.

Nicht mehr im Depot:

Titel Quartal 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Gesamt
Marine Harvest  

20,17 €

 

 

 

 

20,17 €

Dividenden 100 ETF  

3,49 €

 

 

 

 

3,49 €

Im zweiten und dritten Quartal bin ich meiner buy-and-hold-Strategie treu geblieben und habe keine Notwendigkeit gefunden, mein Depot zu verändern. Auch in Zukunft werde ich nur Unternehmen aus meinem Depot verkaufen, wenn sich diese grundsätzlich anders entwickeln als von mir erwartet. Damit meine ich nicht unbedingt den Aktienkurs, sondern viel mehr die langfristige Ausrichtung des Managements.

 

Fazit:

Bis jetzt läuft das Jahr 2018 für meine Dividendeneinnahmen nach Plan. Mit BP hat ein weiters Unternehmen aus meinem Depot seine Dividende erhöht und damit haben nur Royal Dutch Shell und HSBC ihre Dividende nicht erhöht.  Insgesamt konnte ich dieses Jahr schon 868,12 € einnehmen. Das bedeutet, das letzte Quartal hat mir Einnahmen von 146,77 € gebracht.

Mit diesen Einnahmen könnte ich bereits einige Fixkosten decken.

Zum Beispiel:

  1. Handrechnung: 39 € im Monat = 468 € im Jahr
  2. Haftpflichtversicherung: 7,27 € im Monat = 87,25 € im Jahr
  3. Hausratversicherung: 11,15 € im Monat = 133,80 € im Jahr
  4. Fitnessstudio: 12,95 € im Monat = 155,40 € im Jahr

Gesamtausgaben: 844,45 €

Diese vier regelmäßigen Ausgaben kann ich bis jetzt ohne Probleme durch meine Dividenden abdecken. Ich werde diese Liste in späteren Updates immer dann weiterführen, wenn ich einen Ausgabenpunkt ganz abdecken kann.

Des Weiteren bekommt Ihr in regelmäßigen Abständen Updates zu meinen Einnahmen und ich bin gespannt, ob ich mein Ziel von 1.000€ Dividendeneinnahmen für 2018 erreiche.

50 Jahre Dividendenwachstum!

Viele Investoren suchen nach dem nächsten großen Börsenhype und springen dabei von einem Trend zum nächsten. Dabei weiß niemand, wann der Trend (z.B. Solaraktien in Deutschland) endet. Dies führt dazu, dass man sein Depot ständig im Auge behalten muss und der Gefahr eines plötzlichen Aktienkursabsturzes ausgesetzt ist. Um dies zu vermeiden und Investoren zu helfen, gibt es öffentliche Listen von Aktiendepots, die ihren Investoren seit über 50 Jahren eine überdurchschnittliche Rendite bringen sowie ein stetiges Dividendenwachstum. 

Mit Dividendenwachstum zur Outperformance

Ich stelle Euch heute eine Liste von 25 Unternehmen vor, die seit 50 Jahren jährlich ihre Dividende gesteigert haben. Diese Aktien zeichnen sich durch langfristige Geschäftsmodelle aus. Diese Geschäftsmodelle führen dazu, dass die Unternehmen in jeder Marktsituation Geld verdienen.

Aus welchen Sektoren kommen diese Unternehmen?

Die meisten dieser Unternehmen gehören zu dem Konsumgüter-, Energie-, Finanz- und Industriebereich. High-Tech-Firmen werdet Ihr auf der Liste nicht finden. Diese Unternehmen existieren teilweise noch nicht einmal 50 Jahre und zahlen zum Großteil auch noch gar keine Dividende, da das Wachstum noch stark im Vordergrund steht und die Gewinne in den Ausbau des Konzerns investiert werden.

Liste der Dividendenwachstumsaktien

  • Stepan
  • Genuine Parts Company
  • Lowe’s Companies
  • The Colgate-Palmolive Company
  • Hormel Foods Corporation
  • The Coca-Cola Company
  • Lancaster Colony
  • Procter & Gamble
  • Tootsie Roll Industries
  • Cincinnati Financial
  • Farmers & Merchants Bancorp
  • Johnson & Johnson
  • ABM Industries
  • Dover Corporation
  • Emerson Electric
  • 3M Company
  • Nordson
  • Parker Hannifin
  • Stanley Black & Decker
  • Federal Realty Investment Trust
  • American States Water
  • California Water Service
  • Northwest Natural Gas
  • SJW Group
  • Vectren

Dass all diese Aktien mit einem konstanten Dividendenwachstum aus den USA kommen, liegt daran, dass Aktionäre dort schon immer einen größeren Einfluss auf die Unternehmen hatten. Des Weiteren konnten die Unternehmen im “Land der unbegrenzten Möglichkeiten” viel besser wachsen, als in Ländern mit einer hohen Bürokratie.

Wie ist die Performance von Aktien mit konstanten Dividendenwachstum?

Oft liest man, dass man nicht nur auf das Dividendenwachstum oder die Höhe der Dividenden achten darf, sondern die gesamte Rendite betrachten soll.

Darum werde ich dieses Depot aus 25 Aktien mit dem S&P 500 Index vergleichen. Im S&P 500 sind 500 Aktien aus den USA gelistet, welche den breiten Markt und alle Sektoren abbilden.

In den letzten 27 Jahren hättet Ihr mit einer Investition in den S&P 500 Index eine Rendite von ungefähr 10,2 % im Jahr erwirtschaftet, was eine beachtliche Rendite ist. Die meisten Investmentfonds haben es nicht geschafft, für ihre Anleger so eine Rendite zu erwirtschaften.

Das Dividendenwachstumsdepot hätte Euch im selben Zeitraum jedoch eine Rendite von 13,8 % im Jahr gebracht. Dies mag erstmal nur nach einem relativ kleinen Unterschied klingen. Darum möchte ich Euch den Unterschied an vier Beispielsrechnungen zeigen.

Beispiel 1: Ihr legt 10.000 € vor 27 Jahren in den S&P 500 an.

10.000€ Einmalanlage für 27 Jahre in den S&P 500

Hättet Ihr vor 27 Jahren 10.000 € in den S&P 500 investiert, wären daraus 127.690 € geworden! 

Beispiel 2: Ihr legt 10.000 €  für 27 Jahre in das Depot mit Dividendenwachstum an.

10.000 € 27 Jahre lang in das Dividendenwachstumsdepot investieren

Hättet Ihr 10.000 € in das Dividendenwachstumsdepot investiert, wären daraus 327.975 € geworden. Der Zinseszinseffekt macht sich über lange Zeiträume deutlich bemerkbar. Dies führt dazu, dass jeder Prozentunterschied einen riesigen Unterschied beim Endkapital ausmacht.

Des Weiteren war die Volatilitätdes Dividendendepots mit 12 % um die 5 % geringer als bei dem S&P 500. Dadurch hättet Ihr während der gesamten Zeit deutlich ruhiger schlafen können, da die maximalen Ausschläge nach unten deutlich geringer gewesen wären, als die Ausschläge vom gesamten Markt.

In der Finanzkrise im Jahr 2008, hätte das Portfolio nur 14 % Verlust gehabt. Der S&P 500 verlor in diesem Jahr ganze 37 %.

Daher kann man sagen, dass Aktien mit einem konstanten Dividendenwachstum eine langfristig höhere Rendite bei gleichzeitrig niedrigerer Volatilität bieten und das alles ohne irgendwelchen Trends hinterherzulaufen.

Wie wäre der Unterschied bei einem monatlichen Sparplan gewesen?

Beispiel 3: Ihr spart monatlich 250 € in einen ETF-Sparplan auf den S&P 500.

250 € monatlich über 27 Jahre in den S&P 500 investieren

Durch den ETF-Spaplan hättet Ihr am Ende der Laufzeit ein Kapital von 396.309 €. 81.000 € davon wären Euer gespartes Geld und 315.309 € wären Gewinn.

Beispiel 4: Ihr spart monatlich 250 € in das Aktiendividendendepot.

250 € monatlich über 27 Jahren in das Dividendenwachstumsdepot sparen

Durch das Dividendenwachstumsdepot hättet Ihr am Ende der Laufzeit ein Kapital von 668.105 €. Von diesem Kapital wären 81.000 € Euer gespartes Geld und 587.105 € wären Gewinn.

Wie steht es um das Unternehmenswachstum?

Die Aktien aus dem Dividendenwachstumsdepot mit dem höchsten Wachstum der letzten fünf Jahre sind Lowe, Cincinnati Financial, SJW Group, Federal Realty und Nordson. Das Umsatzwachstum dieser Unternehmen liegt bei 5-7 % pro Jahr.

Das Dividendenwachstum dieser Aktien lag in den letzten 5 Jahren bei ca. 15-20 %. Dieser konstante Wert ist sogar noch beeindruckender, wenn man bedenkt, dass diese Firmen seit über 50 Jahren die Dividende erhöhen.

Selbst die Ausschüttungsquote der meisten Unternehmen liegt, gemessen am Gewinn, bei unter 50 %. Dies macht den Ausblick auf weitere Dividendensteigerungen sehr wahrscheinlich. Des Weiteren macht es deutlich, dass diese Unternehmen es seit über 50 Jahren schaffen, ihre Gewinne zu erhöhen.

Fazit

Ich werde auch in Zukunft weiter in vermeintlich “langweilige” Aktien investieren. Dies mache ich nicht, weil ich nicht an bestimmte Aktientrends glaube, sondern weil man meiner Meinung nach immer erst nach Jahren feststellen kann, welches Unternehmen sich durchsetzen wird. Dies möchte ich noch kurz an einem Beispiel aus jüngerer Vergangenheit zeigen.

Solarboom in Deutschland

Noch vor wenigen Jahren bestand ein Großteil unseres TecDAX aus Unternehmen, die in der Solarbranche tätig waren. Konkret waren es Unternehmen, welche Solarmodule gefertigt haben. Viele waren sich einig, dass nach dem Ausstieg Deutschlands aus dem Atomstrom Solarenergie nun “das Investment“ schlechthin sei.

Der Grundgedanke dieser Investoren war grundsätzlich korrekt. Mit diesem Gedanken lagen die Investoren zwar richtig , allerdings konnte man damals noch nicht absehen, welches dieser Unternehmen sich durchsetzen wird. Am Ende mussten viele Investoren schwere finanzielle Verluste hinnehmen. Denn China hatte seine Solarfirmen so stark subventioniert, dass die teureren deutschen Konkurrenten der Reihe nach pleite gingen. Die großen Solaraktien aus China hingegen machten das Rennen.

Viele der Aktien aus dem Dividendenwachstumsdepot haben diesen Prozess bereits seit vielen Jahren hinter sich. Coca Cola hat sich z.B. über Jahrzehnte den Platz 1 als bekanntestes Erfrischungsgetränk der Welt erarbeitet. Auch haben solche Konzerne die Finanzkraft, gut laufende Unternehmen mit viel Wachstumspotential zu kaufen. Die besten Beispiele hierfür sind, dass Coca Cola einige Wassermarken gekauft hat, um auch gesunde Getränkemarken anbieten zu können. Ebenfalls wurde ein Großteil von Monster Energy übernommen. Dadurch hat sich Coca Cola die teure Markteinführung, bei der im Vorfeld nie sicher ist, ob sie gelingt, gespart. Des Weiteren konnten hohe Marketingkosten vermieden werden. Das Wichtigste dabei ist allerdings, dass sie sich in ein gut laufendes Unternehmen einkauften und dadurch kein Geld in ein neues Produkt investierten, welches scheitern könnte.

Ich bin in keinem der o.g. Unternehmen investiert, habe allerdings vor, in der Zukunft einige Aktien dieser Unternehmen zu kaufen.