306,82 € Dividendeneinnahmen – Rückblick 1. Quartal 2021

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Das Schreiben dieses Artikels zeigt deutlich, wie vergänglich kursbewegende Nachrichten sind. Vor einem Jahr wurde die Welt durch eine Vielzahl von Ereignissen durcheinander gewirbelt. (Ex)Präsident Trump ließ einen iranischen General töten. Dadurch stiegen sowohl Öl als auch Rüstungsunternehmen. Kurze Zeit später erreichte das Coronavirus Europa. Die Folgen dessen sind bekannt und die Aktienkurse rauschten weltweit in den Keller. Trotzdem sind meine Dividendeneinnahmen im 1. Quartal 2021 höher, als im 1. Quartal in 2020. Der von vielen Experten beschworene Exodus des Wirtschaftswachssytems blieb aus. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen des Rückblicks!

Meine Dividendeneinnahmen im ersten Quartal

UnternehmenQuartal 1Quartal 2Quartal 3Quartal 42020 Gesamt
3M10,53 €
Ab InBev0,00 €
Abbvie19,97 €
Allianz0,00 €
Altria20,69 €
Aurelius0,00 €
Bae0,00 €
Bank of OZK13,54 €
BP30,94 €
China Water23,83 €
Fresenius0,00 €
HeidelbergCement0,00 €
Imperial Brands56,01 €
IVU0,00 €
Lloyds Banking0,00 €
LVMH0,00 €
Main Street Capital25,79 €
McDonalds9,12 €
Münchener Rück0,00 €
MTR0,00 €
Phillips 6618,76 €
Piräus Port0,00 €
Ping An0,00 €
Royal Dutch Shell14,23 €
Starbucks4,09 €
Stryker2,63 €
The Kraft Heinz18,61 €
Tomra0,00 €
Unilever17,50 €
Union Pacific12,53 €
Walt Disney0,00 €
Wells Fargo4,16 €
YUM! Brands3,91 €
Gesamt306,82 €

Obwohl weltweit noch viele Länder im Lockdown sind und die Impfkampagne gerade erst an Fahrt gewinnt, haben sich die Aktienmärkte bereits stark erholt. Mein Depot brachte mir Dividendeneinnahmen über 306,82 €. Vor einem Jahr konnte ich an dieser Stelle über 260,80 € berichten. Das entspricht einer Steigerung von 17,63 %. Auch wenn diese Steigerung auf den ersten Blick ordentlich wirkt, liegt sie unter meinem Ziel von 30 %. Es gab dabei verschiedene Gründe, die mich bremsten.

Zum einen haben die etlichen Dividendenkürzungen aus 2020 noch erhebliche Nachwirkungen. Erhielt ich von BP und Royal Dutch Shell vor einem Jahr noch 45,38 € und 29,46 € Dividende, waren es im 1. Quartal in 2021 “nur” 30,94 € und 14,23 €. Der zweite wesentliche Punkt für die schlechte Entwicklung war der schwache US-Dollar. Der unvorteilhafte Wechselkurs führte dazu, dass ich bei manchen Unternehmen weniger Dividende als vor einem Jahr erhielt, obwohl die Unternehmen in der Zwischenzeit eine Dividendenerhöhung durchführten. Meine starken Zukäufe im Coronacrash und die Dividendensteigerungen bei anderen Unternehmen federten die negativen Effekte stark genug ab und führten zur genannten Steigung von 17,63 %.

Viele Unternehmen, die letztes Jahr ihre Dividende strichen, haben für dieses Jahr bereits angekündigt wieder eine Ausschüttung vorzunehmen. Darunter fallen zum Beispiel Lloyds Banking, HeidelbergCement und Aurelius.

Zielerreichung

Anfang des Jahres habe ich mir das Ziel gesetzt, Dividendeneinnahmen über 2.197 € zu erreichen. Mit 306,82 € konnte ich im ersten Quartal einen guten Aufschlag für das Jahr erreichen. Ich bin der Meinung, dass große Ziele ein positiver Ansporn sind. Auch wenn man diese nicht erreicht, erreicht man meistens doch mehr, als wenn man sich keine oder zu kleine Ziele setzen würde.

Im 2. Quartal steht in Deutschland die Dividendensaison an und meine Einnahmen werden deutlich steigen. Von ihr wird abhängig sein, ob ich mein Ziel für dieses Jahr erreichen werden.

Wie gewohnt werde ich eine Liste führen, auf der ich meine laufenden Kosten streiche, die von den Dividenden gedeckt werden könnten. Zugegeben macht mir dieser Teil an meinen Quartalsberichten am meisten Spaß.

Zum Beispiel:

  1. Handyrechnung: 39 € im Monat = 468 € im Jahr
  2. Haftpflichtversicherung: 7,27 € im Monat = 87,25 € im Jahr
  3. Hausratversicherung: 11,15 € im Monat = 133,80 € im Jahr
  4. Fitnessstudio: 12,95 € im Monat = 155,40 € im Jahr
  5. Mannschaftskasse: 10 € im Monat = 120 € im Jahr
  6. Netflix: 15,99 € im Monat = 191,88€ im Jahr
  7. GEZ-Beitrag = 210,00 € im Jahr
  8. Disney+ = 69,99 € im Jahr

Gedeckte Kosten: 291,04 €

Durch die Dividendeneinnahmen im 1. Quartal kann ich bereits meine Haftpflicht- und Hausratversicherung sowie die Kosten für Disney+ decken. 15,78 € bleiben ohne Verwendung und werden zusammen mit den Dividendeneinnahmen im 2. Quartal verwendet um fiktiv weitere Ausgaben zu decken.

Fazit

Das Vereinnahmen von Dividenden bleibt weiterhin mein Lieblingsweg um passives Einkommen zu erzielen. Der Coronacrash scheint zumindest auf mein Depot und meine Dividendeneinnahmen keine negativen Auswirkungen mehr zu haben. Bereits eine Vielzahl an Unternehmen haben für dieses Jahr sehr erfreuliche Dividendenzahlungen angekündigt.

In den nächsten Monaten dürfte mir die Dividendensasion in Deutschland einen erheblichen Geldregen bescheren, welcher natürlich zu 100 % in mein Depot reinvestiert wird. Die teilweise sehr hohen Börsenbewertungen machen mir dabei etwas Sorgen. Ich werde daher nicht auf Krampf Geld investieren, wenn ich das Gefühl habe, dass der Markt überbewertet ist, weshalb es gut sein kann, dass das Geld kurzfristig meine Cashquote erhöht.

Schließen möchte ich an dieser Stelle mit den Worten von Charlie Munger: “Übertriebener Aktionismus führt an der Börse zu übertriebenen Kosten, aber nie zur Überperformance.”

Selbstverständlich handelt es sich bei diesem Beitrag um keine Empfehlung dafür, Wertpapiere zu kaufen, sondern viel mehr um eine Anregung für Euch. Jeder ist für die Zusammenstellung seines Depots und seiner Aktienkäufe selbst verantwortlich.

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2 Gedanken zu „306,82 € Dividendeneinnahmen – Rückblick 1. Quartal 2021“

  1. Bei deiner Auflistung scheint sich ein Fehler eingeschlichen zu haben. Walt Disney hat die Dividende seit letztem Jahr pausiert und meines Wissens noch nicht mitgeteilt wann die Zahlung fortgesetzt werden soll.

    1. Hi Marc, sehr gut aufgepasst. Da ist mir glatt die Dividende aus 2020 in meine Auswertung gerutscht.
      Ich habe die Zahlen angepasst. 🙂

      schönes Wochenende

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