Depotentwicklung bis zum 01.02.2019

Kaum zu glauben, aber wahr! Wir haben bereits den ersten Börsenmonat im Jahr 2019 hinter uns. Da ich diesen Monat drei mal auf Dienstreise war, kam mir die Zeit wahrscheinlich noch kürzer vor. Ebenfalls zeigen meine Dienstreisen, dass man als Buy-and-Hold-Anleger nicht viel Zeit für sein Depot aufwenden muss. Ist man von einem Unternehmen überzeugt, überprüft man ein bis zwei mal im Jahr, ob die Gründe für die Überzeugung noch vorhanden sind. Ist dies der Fall, bleibt das Unternehmen im Depot. Falls die Gründe nicht mehr vorhanden sind, wird das Unternehmen verkauft.

Änderungen in meinen Depotupdates

Zukünftig wird mein Depotupdate mehr Informationen für Euch enthalten.

Sollte ich Dividendenerträge in dem Monat erhalten haben, werde ich das ausschüttende Unternehmen kurz vorstellen. Dabei vergleiche ich die Dividende mit dem Vorjahr und beleuchte die Veränderungen. Ebenfalls gehe ich darauf ein, ob ich von der Entwicklung enttäuscht bin oder nicht.

Des Weiteren werde ich kurz über meine Nachkäufe sprechen. Für Neukäufe wird es zukünftig ausführliche Artikel geben.

Lies auch: Altria – der ewige Zigarettenriese

Ebenfalls werde ich nicht mehr auf meine beste oder schlechteste Position im Depot eingehen, sondern auf die Positionen, bei denen es die wichtigsten Nachrichten gab.

Mein Depot vs. DAX

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DAX-Entwicklung im Januar. Quelle: Ariva.net

Der Januar zeigt sehr gut, warum man nicht viel auf kurzfristige Börsenausschläge geben sollte. Damit meine ich nicht nur die Ausschläge von ein oder zwei Tagen, sondern auch, dass ein ganzer Monat ein kurzfristiger Ausschlag sein kann. Die Börse reagiert oft übertrieben auf Meldungen aus der Politik oder von Unternehmen. Dabei erhalten mögliche Ereignisse oft eine höhere Aufmerksamkeit, als harte Fakten. Dieser Umstand führt zu starken positiven oder negativen Ausschlägen, welche aber nicht lange anhalten.

Ganze 7,2 % ging es im ersten Börsenmonat nach oben und ließ damit viele Anleger die letzten Monate in 2018 vergessen. Hinzukommt, dass keines der “Probleme” aus dem letzten Jahr gelöst ist. Wenn man sich aber nun die ganzen letzten Börsenjahre ansieht, dann wird man feststellen, dass es in jedem positiven Jahr viele negative Nachrichten gab. Da ständig neue Nachrichten durch die Medien getrieben werden, möchte ich hier eine Übersicht der wichtigsten aufführen:

  • Krimkrise
  • Wirtschaftswachstum von China verlangsamt sich
  • Griechenland wählt Linksradikale
  • Brexit
  • Die USA wählen Trump
  • Haushaltsstreit in Italien

Trotz all dieser Ereignisse konnten viele Unternehmen ihre Erträge steigern und uns mit hohen Dividenden belohnen.

Mein Depot

Depot, Aktien, Sparen
Mein Dividendendepot (Stand 01.02.2019)

Leider konnte mein Depot die Performance an der Börse nicht eins zu eins umsetzen. Am 01.02.2019 steht mein Depot noch mit 0,97 % im Minus. Damit hat mein Dividendendepot im ersten Monat ein Plus von 4,22 % erreicht. Damit bleibt es 3 % hinter dem DAX zurück.

Nachkäufe

Wie im Januar geplant, habe ich Anfang Februar weitere Aktien von Altria gekauft. Von dem 8 % Abrutscher konnte ich nicht profitieren, da der Absacker bereits nach wenigen Tagen wieder ausgeglichen war. Deswegen sind lediglich zwölf neue Aktien in mein Depot gewandert. Die schnelle Erholung des Unternehmens liegt zum Großteil daran, dass die letzten Quartalszahlen wesentlich besser ausgefallen sind als erwartet.

Aktuell bietet Altria eine Dividendenrendite von 6,8 %. Das bedeutet, dass ich auf mein geplantes Invest von 1.500 € ca. 100 € Bruttodividende erhalte.

Wichtigste Unternehmensnachrichten

AB InBev hat letzten Monat über 10 % zugelegt. Dieser Anstieg wurde dadurch ausgelöst, dass Gerüchte bekannt wurden, dass Ab InBev überlege, das Asien-Geschäft an die Börse zu bringen.

Unternehmensanalysten schätzen, dass dieser Börsengang dem Unternehmen Einnahmen zwischen 3 und 6 Mrd. Dollar bringen wird. Diese Einnahmen sollen dazu genutzt werden Schulden zu tilgen, wodurch die Bonität des Unternehmens wieder steigt.

Durch diese Maßnahme schafft AB InBev sich die Möglichkeit, zukünftig wieder neue Übernahmen stemmen zu können.

Bei der Deutschen Telekom hingegen zeichnet sich ein teureres Bieten um die begehrten 5G-Lizenzen ab. Diese Lizenzen werden die Telekom Milliarden kosten und es ist noch nicht abzusehen, wie lange es dauert bis sich diese Ausgaben rentieren.

Durch die erwarteten hohen Ausgaben sehen einige Analysten die Höhe der Dividende in Gefahr, weshalb es für die Telekom in einem positiven Markt an der Börse nach unten ging.

Dividendeneinnahmen im Januar

Wie schon im letzten Jahr hat Disney den Startschuss für meine Dividendenerträge gegeben. Ende letzten Jahres hatte Disney seine Dividende um 4 % erhöht. Damit gehört Disney zu den Unternehmen an der Börse, die seit vielen Jahren ihre Dividende regelmäßig erhöhen.

Selbstverständlich ist eine Erhöhung um 4 % keine Höhe, bei der Anleger große Luftsprünge machen. Allerdings hat der Kurs von Walt Disney seit 2010 um über 500 % zugelegt. Dadurch hat mich das Management davon überzeugt, dass es weiß, wie es das Unternehmen und deren Finanzen führen muss, um für uns Aktionäre einen möglichst großen Wert zu schaffen. Des Weiteren ist das Filmgeschäft sehr kapitalintensiv, weshalb für Disney gefüllte Kassen wichtig sind, um auf teures Fremdkapital verzichten zu können.

Dividende. Onvista, Dividendendepot
Dividende von Walt Disney

Damit erhalte ich eine Nettodividende von 11,73 €. Im Vorjahr waren es noch 9,32 €. Diese starke Dividendensteigerung ist zum Großteil durch eine positive Wechselkursveränderung möglich. Dadurch wird einmal mehr deutlich, warum man nicht nur in Fremdwährungsunternehmen investieren sollte. Durch die Dividendenzahlung sinkt mein Freistellungsauftrag auf 776 €.

Altria – der ewige Zigarettenriese?

Die Altria Group, ist der größte an der Börse gelistete Zigarettenkonzern der Welt. Die Zigarettenindustrie galt in der Vergangenheit als krisensichere Branche, da Rauchen in allen Gesellschaftsschichten akzeptiert war und jede Preiserhöhung von den Konsumenten hingenommen wurde. Doch im letzten Jahrzehnt hat sich dieses Bild stark gewandelt. Sowohl in den USA, als auch in Europa sind die Zahlen der Rauchenden rückläufig. Erkennbar ist diese wacklige Zukunft an der Kursentwicklung von Altria, welche in den letzten drei Jahren von 70 € auf 38 € gefallen ist. Allerdings bieten Zigarettenaktien nun eine verlockende Dividendenrendite von über 7 %. Dadurch sind die Altria-Aktien besonders für Einkommensinvestoren wie mich interessant.

Altria Aktienverlauf
Altria – 3 Jahreschart

Im folgenden Artikel werde ich Euch meine Meinung zu Altria und deren Zukunftsaussichten vorstellen. Bitte beachtet, dass es sich dabei lediglich um meine Einschätzung handelt und dies keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung ist.

Was macht Altria genau?

Altria stellt neben Tabakprodukten noch Weine her und bietet verschiedene Finanzdienstleistungen an. Die bekanntesten Produkte des Unternehmens sind allerdings die Tabakmarken Marlboro, L&M und Black & Mild.

Insgesamt vertreibt Altria seine Produkte in über 150 verschiedenen Ländern. Darüber hinaus hält Altria noch 12,2 % der Aktien von Ab-InBev und ist dadurch am größten Bierbrauer der Welt beteiligt. Diese Beteiligung bringt Altria jedes Jahr viele Millionen in die Unternehmenskasse. Ebenfalls zeigen die letzten Maßnahmen des Managements, dass man die Zeichen der Zeit erkannt hat und bereit ist, mit Investitionen die Profitabilität des Konzerns auch in Zukunft sicherzustellen.

Einstieg im E-Zigaretten-Markt

Am 20.12.2018 verkündete das Unternehmen, dass man 35 % vom E-Zigaretten-Hersteller Juul erworben hat. Juul hält in den USA einen Marktanteil von 70 % und ist seit Anfang des Jahres auch mit 1.000 Shops in Deutschland vertreten. Alleine in Deutschland wird der Markt für E-Zigaretten auf 400 Mio. € geschätzt – Tendenz steigend. Für 2019 wird geschätzt, dass der Markt auf 500 Mio. € ansteigen wird. Dies wäre ein Wachstum von 25 % und wird auch bei Altria für deutlich höhere Einnahmen sorgen. Ebenfalls haben E-Zigaretten einen deutlich besseren Ruf, da es viele Sorten ohne Nikotin gibt und die Gesundheitsrisiken um 95 % geringer sein sollen als bei herkömmlichen Zigaretten. Gerade bei Jungendlichen ist der Trend besonders beliebt.

Einstieg im Cannabismarkt

Des Weiteren hat sich Altria als erster großer Tabakkonzern in den Cannabismarkt der USA vorgewagt. Der Konzern hat für 1,8 Mrd. Dollar 45 % von dem Cannabisproduzenten Cronus übernommen. Darüber hält das Unternehmen Optionen um weitere 10 % für 1 Mrd. Dollar zu übernehmen. Dadurch würde die Beteiligung auf 55 % ansteigen und man hätte die Mehrheit erreicht. Analysten schätzen, dass der Cannabismarkt 2018 in den USA einen Umsatz von 11 Mrd. Dollar erreicht. Da immer mehr Bundesstaaten den Verkauf legalisieren wird geschätzt, dass dieser Umsatz bis 2030 auf 75 Mrd. Dollar ansteigen wird. Hinzu kommt, dass immer mehr Länder den Verkauf von Cannabis als Medizin oder gleich als Genussmittel legalisieren.

Zukunftseinschätzung

Ich gehe davon aus, dass sich Altria aktuell in einer entscheidenen Übergangsphase für die nächsten Jahrzehnte befindet. Diese Übergangsphase bringt allerdings eine gewisse Unsicherheit mit. Es wurden große und teure Investitionen getätigt, welche erst in den nächsten Jahren zeigen werden, ob sie einen Mehrwert für das Unternehmen geschaffen haben. Diese Unsicherheit führt dazu, dass der Aktienkurs eines jetzt hochprofitablen Unternehmens in den letzten drei Jahren um fast 50 % gefallen ist. Denn aktuell kann niemand sicher sagen, ob das Unternehmen auch noch in Zukunft hochprofitabel sein wird.

Durch die mutigen Investitionen in die Zukunftsmärkte des Rauchens hat sich Altria aber in die Postion gebracht, zukünftig sowohl beim E-Zigarrten-Markt, als auch bei Cannabismarkt eine führende Position einzunehmen. Darüber hinaus verfügt der Zigarettenhersteller über eine hervorragende Bonität. Durch diese Bonität ist es auch in Zukunft möglich, an günstige Kredite zu kommen um weitere Beteiligungen zu kaufen.

Ich gehe davon aus, dass Altria durch sein erfahrenes Management neue lukrative Einnahmequellen erschließen wird. Deshalb werde ich in den kommenden Monaten meine Position schrittweise erhöhen um durch hohe Dividenden und zukünftige Dividendensteigerungen mein passives Einkommen zu steigern.

Alleine für das letzte Geschäftsjahr hat das Unternehmen seine Dividende um 12 % erhöht. Des Weiteren gehört Altria zu den Dividendenaristokraten, was bedeutet, dass das Unternehmen die letzten 25 Jahre die Dividende jährlich gesteigert hat.

Dividenden EInkommen
Altria – Dividendensteigerung

Mein Dividendendepot

Mein Depot Stand 23.10.2018

Heute stelle ich Euch vor, wie sich meine letzten Käufe und die Schwankungen der Börse, auf die Zusammensetzung von meinem Dividendendepot ausgewirkt haben. Ebenfalls werde ich erklären, warum ich aktuell Aktien von AbinBev kaufe und weshalb ich verstärkt in Unternehmen aus dem Euroraum investiere.

Meine neuen Positionen

Seit dem 16.06.2018 sind folgende Postionen zu meinem Dividendendepot hinzugekommen oder ausgebaut worden:

  • Allianz:

Meine Allianz-Position habe ich wie am 16.06. schon angekündigt mit zwei weiteren Käufen ausgebaut. Ich bin weiterhin überzeugt, dass man im Versicherungsbereich ausländische Konzerne nicht aufwändig analysieren muss. Denn mit der Allianz haben wir einen der größten und kapitalstärksten Versicherer in unseren eigenen Reihen. Des Weiteren gehe ich davon, dass die steigenden Zinsen in den USA auch langsam den Anlagenotstand der Versicherungen verkleinern werden. Dadurch wird sich mein Dividendendepot über weiter steigende Erträge freuen.

  • HeidelbergCement:

HeidelbergCement habe ich gekauft, da ich vom Management überzeugt bin. Nach der letzten großen Übernahme wurden wie angekündigt Synagien gehoben. Ebenfalls hat HeidelbergCement eine sehr alte und teuer verzinste Anleihe, welche bald günstig verlängert werden kann. Durch das Anpassen der Anleihe auf das aktuelle Zinslevel dürfte HeidelbergCement ca. 100 Mio. Euro an Zinsen sparen. Außerdem optimiert der Konzern weiter konsequent seine Tätigkeitsfelder. Zuletzt ist dies daran deutlich geworden, dass HeidelbergCement die Weißzementwerke verkauft hat.

  • AbinBev:

Mit AbinBev habe ich Aktien des größten Bierproduzenten der Welt gekauft. Ich gehe bei diesem Investment davon aus, dass es sehr krisensicher ist. Der weltweite Bierdurst steigt genau so konstant, wie der Preis pro Liter. Ebenfalls gehört es zur Konzernstrategie, durch das Übernehmen von kleineren Brauereien, in einzelnen Ländern Marktanteil zu gewinnen. Zuletzt hat AbinBev durch die Übernahme von SAB-Miller Aufmerksamkeit erregt. Diese Übernahme hat AbinBev insgesamt 103 Mrd. Dollar gekostet. Der hohe Schuldenberg führt zwar dazu, dass AbinBev für das Geschäftsjahr 2018 seine Dividende halbiert, allerdings halte ich das nicht für problematisch.  Der Gewinn von AbinBev hätte ausgereicht um eine unverändert hohe Dividende zu zahlen und nach Zahlung aller Zinsen zusätzlich noch Rücklagen zu bilden.

Allerdings reagiert der Konzern aus meiner Sicht genau richtig, denn durch die steigenden Zinsen in den USA könnte die hohe Verschuldung später zu einer Last werden. Daher hat man sich dafür entschieden, nicht zu riskieren, dass es zu diesem Problem kommt. Die eingesparte Dividende wird also dafür genutzt, um die Schulden in den nächsten Jahren zu reduzieren. Ich werde meine Position in den nächsten Monaten bei diesem Konzern trotzdem ausbauen. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass man auch dieses Jahr genug Gewinn erwirtschaftet hätte, um die hohe Dividende zu zahlen. Wenn nun die Schulden und damit auch die Zinslast reduziert wird, steigt der Gewinn pro Aktie weiter. AbinBev wird daher in wenigen Jahren in der Lage sein, eine deutlich höhere Dividende zu zahlen, als für das Geschäftsjahr 2017.

Warum investiere ich im Euroraum?

Allianz, HeidelbergCement und AbinBev haben eins gemeinsam: sie alle haben ihren Sitz im Euroraum und zahlen die Dividende in Euro aus. Eine Eurodividende bringt mir den Vorteil, dass sie nicht durch einen negativen Wechselkurs verringert wird. Besonders für den Wechselkurs zwischen Euro und Dollar sehe ich ein starkes Risiko. Wenn der Euro gegenüber dem Dollar stark aufwertet, bedeutet dies, dass meine Dollardividenden an Wert verlieren. Selbst wenn ein Unternehmen seine Dividende jährlich um 10% erhöht, kann dies ein Wechselkurs ausgleichen. Im Vergleich zu den Tiefstständen von Ende 2016 hat der Euro zwar wieder an Wert gewonnen, allerdings ist er noch weit von seinem Durchschnittskurs von 1,30 Euro entfernt. Um mein Dividendendepot auf stabile Beine zu stellen, investiere ich aktuell ausschließlich im Euroraum. Auch für das Jahr 2019 sehe ich derzeit keinen Grund, dieses Verhalten zu ändern. Vielmehr werde ich nach Unternehmen suchen, welche die Dividende in Euro ausschütten und diese jährlich um mindestens 10 % steigern.

Spekuliere ich auch auf Wechselkurse?

Selbstverständlich können Wechselkurseffekte auch positive Wirkungen haben. Aus diesem Grund habe ich mit BAE Systems und Lloyds Banking Aktien von Unternehmen gekauft, welche die Dividenden in Pfund zahlen. Hier spekuliere ich darauf, dass der Pfund wieder an Wert gewinnt und die Dividenden auch ohne Erhöhung steigen.

 

Alle hier veröffentlichen Informationen dienen nur der Information und sind keine Anlageempfehlung.

 

 

Mein Dividendendepot

Mein Depot für passives Einkommen

Mein Depot Stand 16.6.2018

Heute stelle ich Euch mein Dividendendepot für passives Einkommen bei der Onvista Bank vor, welches mir dabei mein passives Einkommen zu vergrößern. Ich werde, um diesen Artikel nicht zu stark in die Länge zu ziehen, jede Position nur kurz vorstellen. Bei meinen späteren Neukäufen erkläre ich Euch ausführlich meine Argumente für den Kauf.

 

Was haltet Ihr von meinem Depot?

Wie würdet Ihr es verändern und welche neuen Position sollte ich aufnehmen?

 

Vielen Dank für Euer Feedback!

 

Meine Positionen

 

Allianz:

Die Allianz ist eine der größten Versicherungen der Welt und mit Beteiligungen und Tochterunternehmen in fast jedem Land der Welt vertreten. Zur offiziellen Strategie der Allianz gehört es zukünftig, die Dividende immer mindestens gleich zu halten oder zu erhöhen falls das möglich ist. Dividendenkürzungen, wie durch die Finanzkrise im Jahr 2008 ausgelöst, bei der die Dividende von 5,50€ auf 3,50€ gekürzt wurde, sollen nicht mehr vorkommen. Ebenfalls hat die Allianz über die Jahre hohe Rücklagen gebildet, welche für Übernahmen eingesetzt werden sollten. Diese Rücklagen sollen nun, da die Allianz keine geeigneten Übernahmekanditen gefunden hat, an die Aktionäre durch Bonusdividenden oder Aktienrückkäufe weitergegeben werden. (Die Allianz werde ich in den nächsten zwei Monaten noch jeweils einmal nachkaufen und damit die Größe der Position anpassen.)

 

Aurelius:

Das Beteiligungsunternehmen Aurelius hat über 20 Beteiligungen und ist darauf spezialisiert, angeschlagene Unternehmen zu kaufen und solange zu begleiten, bis die Unternehmen wieder auf dem richtigen Weg sind. Danach beginnt Aurelius mit dem Exit-Geschäft und verkauft die Beteiligungen (meistens mit hohem Gewinn). Die Dividende setzt sich aus zwei Teilen zusammen, die „normale Dividende“, welche Aurelius jährlich erhöhen will und die Partizipationsdividende. Durch die Partizipation werden die Aktionäre dank der erfolgreichen Exits (Unternehmensverkäufe) direkt am Unternehmenserfolg beteiligt. Durch erfolgreichen Exits konnte Aurelius in den letzten beiden Jahren überdurchschnittlich hohe Dividenden zahlen – je nach Einstandskurs deutlich über 8%. Diese hohen Dividenden dürfen nicht als Standard gesehen werden, da es nicht selbstverständlich ist, dass es jährlich zu einem Exit kommt.

 

BAE:

BAE Systems war 2010 der zweitgrößte Rüstungskonzern der Welt und verfügt über ein unglaublich breites Portfolio an unterschiedlichen „Produkten“. Der Konzern liefert seinen Kunden in allen wichtigen Bereichen (See, Land, Luftfahrt und Cyber) starke Güter. Gerade der Bereich Cyber wird von BAE stark ausgebaut. Ebenfalls ist BAE im Bereich Luft und Raumfahrt tätig. Die Dividende konnte seit 1999 jährlich gesteigert werden. Die Position habe ich gekauft, um den Pfund-Anteil in meinem Depot zu erhöhen und zukünftig von einer Erholung der Währung zu profitieren.

 

BP plc (British Petrol):

BP ist ein internationales Mineralölunternehmen, welches über 20.000 Tankstellen unter den Marken Aral, Castrol und Gasolin betreibt. Durch einen Sparplan auf dieses Unternehmen und die Erholung am Ölmarkt, ist BP die größte Position in meinem Depot geworden, welches mich alle 3 Monate mit einer Dividende beglückt. Durch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko musste BP das letzte Mal senken. Seitdem konnte die Dividende jedoch jährlich gesteigert oder konstant gehalten werden. Auch den starken Einbruch des Ölpreises konnte das BP-Management durch Kostensenkungen und Verkäufe von weniger ertragsreichen Beteiligungen erfolgreich überstehen und die ersten Analysten erwarten für das Jahr 2020 wieder eine steigende Dividende.

 

Deutsche Telekom:

Die Deutsche Telekom ist Europas größter Telekommunikationsanbieter. Zuletzt war die Deutsche Telekom mit zwei für die Aktionäre wichtigen Meldungen in den Nachrichten.

  • Die Tochter T-Mobile US wird mit Springt fusionieren und die Deutsche Telekom wird durch ihre Beteiligung weiter eine kontrollierende Stellung im neuen Unternehmen haben. Diese Meldung ist insofern wichtig, da T-Mobile US zuletzt der Motor für steigende Gewinne war und nun weitere Marktanteile gewonnen werden können.
  • Die Deutsche Telekom hat angekündigt, in den nächsten Jahren die Dividende jährlich um ca. 10% erhöhen zu wollen, womit die Telekom eine der wenigen Aktienwerden könnte, die trotz hoher Dividendenrendite die Dividende stark erhöht.

 

Freenet:

Die Freenet Group ist das größte netzunabhängige Telekommunikationsunternehmen Deutschlands. Zu dem Unternehmen gehören über 10 Marken, welche durch über 600 Shops an die Kunden vertrieben werden. Seit 2011 wurde die Dividende jährlich erhöht und steuerfrei an die Anteilseigner ausgeschüttet. Die steuerfreie Ausschüttung senkt allerdings den Einstandskurs, wodurch die Steuern beim Verkauf der Aktien anfallen. Im Jahr 2016 hat Freenet eine Beteiligung der Sunrise Communication von über einem viertel Erworben. Der Erwerb der Beteiligung wurde Kredit finanziert und damit begründet, dass die neuen Dividendeneinnahmen nach Abzug der Zinsen reichen um für die nächsten Jahre ein Dividendenwachstum sicherzustellen. (Für das Jahr 2017 hat Sunrise 3,33 CHF gezahlt und für das Jahr 2018 eine Spanne von 3,80 bis 4,10 CHF in Aussicht gestellt).

 

HSBC Holding:

Der Kauf dieser Großbank war einer meiner ersten Käufe und wurde damals nur auf Grundlage der hohen Dividendenrendite und das die Zahlungen quartalsweise erfolgen getätigt. Daher hatte ich Rückblickend betrachtet großes Glück, dass die Position sich so gut entwickelt hat. Die HSBC gehört zu den 30 Banken, die als systemrelevant eingestuft worden und dadurch besonders streng überwach werden, ob die Eigenkapitalausstattung den Vorschriften entspricht. Diese Überwachung gibt mir ein gutes Gefühl, dass mein Investment auch zukünftig stabil bleibt. Die Dividende hat HSBC zuletzt in der Finanzkrise fast halbiert. Seitdem wurde die Dividende immer erhöht und konstant gehalten, allerdings die Dividende noch nicht wieder die Höhe von vor der Finanzkrise erreicht.

 

Imperial Brands:

Imperial Brands ist der viert größte Zigarettenhersteller der Welt und hat in Deutschland einen Anteil von über 20 Prozent. Zu den bekanntesten Marken gehören unter anderem Gauloises, JPS, Roth-Händel und West um nur ein paar der vielen Marken zu nennen. Obwohl die Zigarettenindustrie in vielen Ländern durch die Politik und durch das gesündere Denken der Menschen Gegenwind bekommen hat konnte Imperial Brands die Umsetze relativ konstant halten. Ebenfalls soll die Dividende in den nächsten 5 Jahren um je 10% erhöht werden und Aktienrückkäufe den Gewinn pro Aktie zusätzlich treiben. Um dieses Ziel erreichen wurden Firmenbeteiligungen verkauft, welche nicht mehr zu dem Unternehmen passen.

 

Lloyds Banking Group:

Die Geschichte der Lloyds Bank ist eine der ältesten von Großbritannien und geht bis in das 1765 zurück. Trotz dieser langen Geschichte wurde auch die Lloyds Bank durch die Finanzkrise schwer erschüttert und der Statt musste 48% an dem Unternehmen um dieses zu retten. Die Gründe warum ich mich für ein Investment in diesem Unternehmen entschieden haben sind, dass das Unternehmen seine Hausaufgaben gemacht hat und konstant Altlasten abgebaut hat und dass sich das Unternehmen wieder erfolgreich in die Position gebracht hat steigende Gewinnen zu erwirtschaften. Des Weiteren war ich auf der Suche nach einem weiteren Investment in Großbritannien um die Chance zu erhalten von einem steigenden Pfundkurs und zukünftig steigenden Zinsen zusätzlich zu profitieren. Ebenfalls hat das Management der Lloyds Banking Group angekündigt die Dividende konstant zu erhalten oder jährlich zu steigern und zusätzlich durch Aktienrückkäufe die hohe Aktienanzahl wieder zu reduzieren. (Wird noch einmal nachgekauft um die Größe an die anderen Investments meines Depots anzupassen.)

 

Royal Dutch Shell:

Royal Dutch Shell ist wie BP einer der Größten Mineralölproduzenten der Welt und gehört mit zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Der Konzern wurde von dem Ölpreisverfall schwer getroffen und konnte das erste Mal seit Jahren seine Dividende nicht mehr jährlich steigern. Durch den Ölpreisverfall brach der Umsatz des Unternehmens von über 450 Mrd. auf 233 Mrd. und der Gewinn von über über 30 Mrd. auf 4 Mrd. Dollar ein. Im Gegensatz zu den Erwartungen vieler Analysten schaffte es RDS, durch Verkäufe von zu teuren Projekten und und das konstante senken von Kosten, die Dividende nicht kürzen zu müssen. Während dieser Krise schaffte es RDS noch den Konkurrenten BG Group für 47 Mrd. Dollar zu kaufen um mit einer gestärkten Position aus der Krise hervorzugehen. Seitdem sich der Ölpreis wieder erholt hat sprudeln bei RDS auch die Gewinne wieder, die Dividende wird wieder als Sicher betrachtet und für das Jahre 2020 wird sogar mit der ersten Erhöhung der Dividende seit der Krise gerechnet.

 

The Walt Disney Company:

Disney ist einer der größten Medienkonzerne der Welt zu den bekanntesten Filmstudios von gehören:

  • Walt Disney Pictures
  • Touchstone Pictures
  • Pixar Animation Studios
  • Disney Animation Studios
  • Marvel Studios
  • Lucasfilm

 

Ebenfalls gehört mit dem Fernsehsender ABC einer der drei größten Fernsehsender der USA zu dem Unternehmen. Das dritte Geschäftsgebiet des Konzerns sind die Walt Disney Parks and Resorts, welche weltweit sehr beliebt sind. Diese breite Aufstellung des Konzerns schlägt sich auch in seiner Dividende nieder. Die letzten 21 Jahre wurde die Dividende nicht gekürzt und die letzten 8 Jahre immer zweistellig gesteigert. Aktuell liegt die Ausschüttung Quote des Unternehmens bei leicht über 30% und gibt damit dem Unternehmen die Möglichkeit auch zukünftig die Dividende zweistellig steigern zu können.

 

Unilever:

Last but not least habe ich Mitte September 2016 Unilever in mein Depot aufgenommen. Unilever ist das Unternehmen in meinem Bestand mit den meisten Dividendenerhöhungen am Stück, seit nun 25 Jahren erhöht Unilever jährlich die Dividende. Möglich ist dieser Erfolg durch die unglaublich bereite Aufstellung des Konzerns im Konsumbereich. Den Konzern kann man in die drei Bereiche Nahrung, Haushalt und Textilpflege und Körperpflege unterteilen. Im Bereich Nahrung ist Unilever der 5 größte Produzent der Welt und ist für folgende Marken bekannt:

  • Ben & Jerry´s
  • Lipton
  • Bertolli
  • Knorr
  • Langnese
  • Pfanni

 

Im Bereich Textil kennt man die Marken Domestos und Coralund.

Die bekanntesten Körperpflegemarken sind:

  • AXE
  • Dove
  • Dusch das
  • Rexona