Ein Rekordjahr geht vorbei

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Gute acht Monate ist es her, dass ich auf meinem Blog den letzten Beitrag veröffentlicht habe. Der Trouble in diesem Jahr lässt sich kaum in Worte fassen und verlängerte auch meine Blogpause enorm. Daher nehme ich Euch heute mit auf einen bunten Rückblick auf private Ereignisse, Erfolge beim Investieren und einen kleinen Ausblick auf 2023.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!

Privates Durcheinander

Starten möchte ich mit dem unschönen Teil und Auslöser für die lange Blogpause. Letztes Jahr im August leitete ich einen neuen spannenden Teil in meinem Leben ein. Meine Wohnung wurde verkauft und ein wirklich schönes Haus in der Nähe erworben.

Leider hielt die erhoffte Idylle nur kurz und bereits nach einiger Zeit trennten sich meine Freundin und ich. Zeitgleich kamen auch neue berufliche Aufgaben auf mich zu. Um trotzdem alles bewältigen zu können, wurden Prioritäten stark geändert. Ich ging weniger zum Fußball, der Blog wurde nicht mehr weitergeführt und neue nebenberufliche Projekte verschoben.

Es folgten Gespräche mit Banken, ob ich das Haus halten kann. Erfreulicherweise sahen diese meine Einnahmen ähnlich wie ich und der Prozess konnte ohne Probleme angestoßen werden.

Doch genug des Negativen gucken wir auf die positiven Dinge des Jahres.

Ein Rekordjahr für mein Depot

So eine Überschrift nach einem der schwächsten Börsenjahre seit langem schreiben zu können macht mich schon etwas stolz. Hinzukommt, dass sie nicht einmal übertrieben ist. Ich konnte die Aktienmärkte ein weiteres Jahr deutlich übertreffen.

Aktienmärkte 2022
Aktienmärkte 2022

Sowohl MSCI, als auch der DAX werden das Kalenderjahr deutlich negativ abschließen. Ich formuliere das bewusst so, da beim Schreiben dieses Beitrags die Aktienmärkte noch einige Stunden geöffnet haben. Trotzdem wird das Minus zweistellig ausfallen und in manchem Depot tiefe Spuren hinterlassen.

Meine Depotentwicklung im Jahr 2022
Meine Depotentwicklung im Jahr 2022

Der hohe Öl-, Tabak- und Rüstungsanteil in meinem Depot hat sich dieses Jahr ordentlich ausgezahlt und meinem Depot sogar zu einem Jahresplus verholfen. Es schließt fast mit einem Rekordhoch bei 94.700 €.

Auch meine Dividenden haben dieses Jahr einiges für meine Kasse getan. Insgesamt erhielt ich 2.712,89 € an Dividenden.

Meine Dividendeneinnahmen im Jahr 2022
Meine Dividendeneinnahmen im Jahr 2022

Ich habe mittlerweile einen guten Weg gefunden mein Depot live abbilden zu können.

Unter folgendem Link könnt Ihr euch immer mein aktuelles Dividendendepot ansehen:

Mein Dividendendepot

Meine Immobilien im Krisenjahr

Egal ob Mieter, Vermieter oder Eigenheimbesitzer, jeder wird sich dieses Jahr mit den Energiepreisen auseinander gesetzt haben. Persönlich stieg meine Gasrechnung von 295 € auf 590 € im Monat und auch all meine Mieter mussten ihre Nebenkostenvorauszahlung erhöhen, um am Ende des Jahres keine böse Überraschung zu erleben.

Erfreulich für mich war, dass ich meine letzte Finanzierung noch für 0,95 % im November 2021 abschließen konnte und rückblickend meine Wohnung im September 2021 so ziemlich am Hoch der Immobilienpreise verkauft habe.

Die stark gestiegenen Zinsen haben es für viele unmöglich gemacht Eigentum zu erwerben. Dies führte in meiner Region zu einer noch stärkeren Nachfrage nach Mietwohnungen.

Mieterwechsel im August 2022

Wer schon lange meinen Blog regelmäßig liest kann sich vielleicht dunkel daran erinnern, dass ich 2019 eine Wohnung mit negativem Cashflow gekauft habe.

Hier findest Du den ausführlichen Beitrag dazu nochmal:

Negativer Cashflow – Darum kaufe ich die Immobilie trotzdem

Wie von mir erhofft, hat mein Mieter eine neue Freundin gefunden und verlässt nun nach gut sechs Jahren (drei davon war ich Eigentümer) die Wohnung. Vermietet wurde die Wohnung 2015 für 4,20 € den qm. Als ich die Wohnung 2019 gekauft habe lagen Mieten für vergleichbaren Wohnraum bereits zwischen 5,70 € und 6,70 €.

In den letzten drei Jahren ist auch in meiner Region die Miete enorm gestiegen und liegt nun zwischen 7 € und 8 €. So konnte ich die Wohnung für 450 € kalt (7,50 € je qm) neu vermieten. Das entspricht einer Steigerung von 200 € und führt dazu, dass mir meine Wohnung nun eine Rendite von ca 12 % bringt.

Viele Sonnenstunden sorgen für Ertrag

Ertrag der PV-Anlage 2021 und 2022
Ertrag der PV-Anlage 2021 und 2022

Meine Eltern waren dank der PV-Anlage nur sehr bedingt von den gestiegenen Energiekosten betroffen. Denn diese haben mit mir eine sehr langlaufende Vereinbarung wie viel sie für ihren Strom zahlen müssen. Insgesamt erreichte die Anlage mit Akku eine Autarkie von 82 % und es wurden 11,4 MWh erzeugt. Dies sind ca. 2 MWh mehr als letztes Jahr und dürfte mir eine ordentliche Nachzahlung vom Netzbetreiber einbringen.

Ausblick 2023

Da der Beitrag nun doch länger geworden ist als gedacht, werde ich mich hier kürzer fassen. Für 2023 habe ich mir zum einen vorgenommen wieder regelmäßig Beiträge auf dem Blog zu veröffentlichen.

Ebenfalls möchte in dem Jahr mein erstes Mehrfamilienhaus kaufen und dadurch meine Einnahmensseite auf ein neues Level bringen.

Zuletzt will ich auch auf meinem Haus eine PV-Anlage errichten und damit ein Stück unabhängig vom Energiemarkt werden. Mir schwebt hier eine 15 KWp Anlage vor.

Tiefe Einblicke ins Depot und Begründungen warum ich manche Titel kaufe oder verkaufe erhaltet Ihr dann wieder im neuen Jahr.

So und nun wünsche ich Euch einen guten Rutsch!

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