Mein passives Einkommen

In der Vergangenheit habe ich Euch monatlich mit einem Update über die Performance von meinem Aktiendepot informiert. In diesen Updates gehe ich auf die aktuellen Markteinflüsse und auf die Entwicklung meines Depots ein. (Lies auch: Mein Depotentwicklung)

Des Weitern gebe ich Euch mit meinem Freiheitskalender einen Überblick, wie viel passives Einkommen ich im Jahr ungefähr erhalte. Anhand dieses Einkommens markiere ich Tage, an denen ich nicht mehr arbeiten müsste, grün. (Lies auch: Meine finanzielle Freiheit)

Damit dieser Kalender so aktuell wie möglich ist, werde ich zusätzlich zu meinen monatlichen Depotupdates, monatlich einen Überblick über mein passives Einkommen veröffentlichen.

In diesem Überblick werde ich kurz auf die wichtigsten Veränderungen eingehen und zukünftige Ereignisse ankündigen.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen. Bitte gebt mir Feedback, falls Euch Informationen fehlen.

Einkommensübersicht

passives Einkommen, Cashflow
Passive Einkommensübersicht

Immobilien

Bei meinen Eigentumswohnungen verläuft aktuell alles nach Plan. Die zum 01.01.2019 ausgesprochene Mieterhöhung wurde von den Mietern wie besprochen umgesetzt. Dadurch steigen meine monatlichen Mieteinnahmen auf 1.420 €.

Ende letzten Jahres versuchte ich meine Mieteinnahmen weiter auszubauen, indem ich meine Garage online zur Vermietung anbot. Der Plan dahinter war, selber an der Straße zu parken, um weitere 30 € monatliche Einnahmen zu erhalten. Leider habe ich bisher keinen seriösen Interessenten gefunden. Daher überlege ich, Flyer in der Nachbarschaft zu verteilen, um auf das Angebot aufmerksam zu machen.

Des Weiteren habe ich letzte Woche Freitag, nach vielen Besichtigungen, ein verbindliches Angebot für eine neue Wohnung abgegeben. Da mein Angebot fast 10 % unter dem Angebotspreis liegt, hoffe ich, dass der Makler die Verkäuferin überzeugen kann, dies anzunehmen.

Sobald ich eine verbindliche Zusage erhalten habe, werde ich Euch ausführlich informieren.

Dividenden

Von Monat zu Monat betrachtet, werden meine Dividendeneinnahmen die größten Schwankungen aufweisen. Dies liegt daran, dass viele meiner Unternehmen in den selben Monaten ausschütten. Dadurch erhalte ich in manchen Monaten besonders hohe Erträge und in manchen fast nichts.

Langfristig betrachtet dürften Dividenden allerdings sehr konstante Einnahmen abwerfen. Es gibt sehr viele Unternehmen, die bereits seit über 50 Jahren jährlich ihre Dividende steigern.

Die erste Dividendenzahlung dieses Jahr kam von Walt Disney, welche erfreulicherweise wesentlich höher waren, als letztes Jahr.

Ich werde zukünftig weiter die Unternehmen kaufen, welche mein Depot am besten ergänzen und nicht danach gehen, monatlich möglichst gleichmäßige Einkünfte zu erhalten.

P2P-Investments

Meine passives Einkommen durch Mintos wird in naher Zukunft kaum noch ansteigen. Dies liegt daran, dass meine monatliche P2P-Sparrate nicht mehr in Mintos, sondern in Twino investiert wird. Dadurch steigen meine Zinseinnahmen bei Mintos nur noch durch den Zinseszins an.

Mein erster voller Monat bei Twino hat mir passives Einkommen in Höhe von 1,39 € eingebracht.

Ich bin gespannt, ob sich mein positiver Eindruck in den nächsten Monaten weiter bestätigt.

Mein Blog

Der Januar war der bis jetzt stärkste Monate für meinen Blog. In keinem anderen Monat hatte ich bisher so viele Aufrufe durch Google, generelle Aufrufe und Einnahmen durch meine Werbung.

Insgesamt 32 € konnte ich im Januar durch meinen Blog einnehmen und dadurch fast die kompletten Jahreskosten für das Hosting decken.

Trotzdem sind meine Blogeinnahmen nicht das, an dem ich verdienen will. Ich möchte mich verstärkt damit beschäftigen, wie ich durch die Einnahmen den Blog weiter verbessern kann. Außerdem werde ich einen Großteil meiner Blogerträge spenden und meine Spenden hier genau so transparent offenlegen wie meine Einnahmen.

Unerwartete Kosten

Meine unerwarteten Kosten für den Januar sind mir etwas unangenehm. Es handelt sich dabei um eine offene Rechnung bei meinem Notar. Anscheinend ist mir diese vor einigen Monaten durchgerutscht, weshalb ich Anfang Januar eine Zahlungserinnerung erhalten haben.

Unerwartete Kosten sind die größte Gefahr für Einkommensinvestoren wie mich. Falls nicht genug Rücklagen gebildet wurden, können diese Kosten mich dazu zwingen, bestehende Investments aufzulösen. Dadurch sinkt nicht nur mein bestehendes Vermögen, sondern auch mein passives Einkommen. Deshalb sollte man gerade in “guten Zeiten” ausreichend Rücklagen bilden, um vor unerwarteten Kosten geschützt zu sein.

Zielerreichung

Nachdem ich alle Daten aus dem Januar nach bestem Gewissen erfasst habe, komme ich für den Monat auf eine Zielerreichung von 22,10 %. Auf den ersten Blick sieht dieses Ergebnis für die kurze Blogger-Zeit sehr gut aus.

Allerdings müsst Ihr beachten, dass ich mit dem Aufbau von passivem Einkommen bereits vor vier Jahren begonnen habe. Das bedeutet, dass ich in der Vergangenheit meinem Ziel, 4 % pro Jahr, näher gekommen bin.

Da ich in der Vergangenheit viel Zeit damit verbrachte, Wissen über Steuern, Wertpapiere und Immobilien aufzubauen, ist mein Wachstum bewusst langsam gewesen. Über Jahre habe ich meine Bonität aufgebaut. Dadurch ist sowohl eine hohe Sparrate, als auch das Finanzieren von Wohnungen kein Problem mehr.

Ich bin sehr gespannt, wie der Prozentwert meiner Zielerreichung in den nächsten Monaten schwanken wird.

Ziele 2019

Das Jahr 2019 ist noch ganz frisch und trotzdem wird es langsam Zeit, neue Ziele für die nächsten 12 Monate zu definieren. 2019 wird das erste ganze Jahr für meinen Blog. Der Blog ist ein sehr gutes Tool um zu kontrollieren, wie weit ich mit meiner Zielerreichung gekommen bin. Rückblickend habe ich festgestellt, dass ich meine Ziele für 2018 evtl. etwas zu niedrig angesetzt habe. Daher werde ich die Ziele für 2019 deutlich höher ansetzen, um mich mehr zu fordern.

Ich werde meine Ziele in folgende Kategorien unterteilen:

  • Aktien
  • Immobilien
  • P2P
  • Persönliches
  • Blog

Die Kategorie Blog kommt für 2019 neu dazu, da mein Blog in den letzten Monaten stark gewachsen ist.

Aktien

Stand heute hat mein Depot einen Wert von ca. 22.400 €. Ende des Jahres soll dieser Wert auf 30.000 € gesteigert werden. Die ist aus meiner Sicht ein sehr ehrgeiziges Ziel, da durch meine Sparrate von 500 € in 2019 “nur” 6.000 € zu meinem Depot dazukommen. Das bedeutet, dass mein Depot in Zeiten fallender Aktienmärkte ein Kursplus von 1.600 € erwirtschaften muss.

Das zweite wichtige Ziel für mein Aktiendepot ist das Steigern meiner jährlichen Dividendeneinnahmen. Letztes Jahr hatte ich mir vorgenommen und erfolgreich realisiert, 1.000 € Dividenden durch mein Depot zu verdienen. Für die kommenden Jahre will ich ausgehend von diesem Wert meine jährlichen Dividenden um 30 % steigern.

Dividenden, Zinsen, Einnahmen
Dividendensteigerung auf 10 Jahre

Ich bin sehr gespannt, ob ich es langfristig schaffe, meine Dividendennahmen um 30 % zu steigern. Wie ihr sehen könnt, würde ich dadurch nach 10 Jahren schon jährlich 10.600 € Einnahmen durch mein Depot generieren.

Für das Jahr 2019 bedeutet das für mich, meine Dividenden um 300 € zu erhöhen. Da ich dieses Jahr ca. 6.000 bis 7.000 € neu anlegen werde, benötige ich entweder eine Dividendenrendite von über 6 % oder meine bestehenden Aktien erhöhen ihre Dividendenausschüttungen. Ich bin sehr gespannt, wie mir meine bereits bestehenden Investments beim Erreichen dieses Ziels helfen werden.

Immobilien

Im Jahr 2019 möchte ich insgesamt drei neue Immobilien kaufen und für einen qm-Preis von über 5,50 € vermieten. Ich unterscheide dabei nicht, ob ich drei einzelne Wohnungen kaufe oder ein Haus mit drei Wohnungen. In beiden Fällen würde ich mein Ziel als erreicht werten.

Des Weiteren möchte ich auch in diesem Jahr mindestens eine erfolgreiche Mietsteigerung durchführen. Ich werde es bei meiner zweiten Wohnung versuchen, da diese noch für 4 € pro qm vermietet ist. Erfolgreiche Mieterhöhungen ermöglichen es mir, den Wert meiner Immobilien zu steigern und mein freies Einkommen für neue Kredite zu erhöhen.

Ebenfalls werde ich mich dieses Jahr in die Airbnb-Vermietung einarbeiten und damit meinen Wissen im Bereich Immobilien steigern. Dies werde ich sowohl mit dem Hören von Podcasts, dem Lesen von Büchern und Blogs und Beratung durch meinen Steuerberater angehen. Sollte ich feststellen, dass dieser Markt für mich interessant ist, werde ich versuchen, eine geeignete Wohnung in Hannover zu kaufen.

P2P

Nachdem mein P2P-Investment bei Mintos prozentual einen immer größeren Teil meines angelegten Gelds ausmacht, habe ich mich entschieden, eine zweit Plattform zum Investieren zu nutzen. (Lies auch P2P mit Mintos.)

Daher werde ich in 2019 kein Geld mehr in Mintos investieren und dort nur noch den Zinseszins für mich arbeiten lassen. Hier erwarte ich ca. 300 € Zinsen. Meine zweite Plattform des Vertrauens ist Twino. In den nächsten Woche werde ich in einem ausführlichen Bericht erklären, warum ich diese Plattform z.B. Bondora vorgezogen habe. Mein Ziel für Twino ist es, dort im Jahr 2019 mindestens 800 € zu investieren und 50 € an Zinsen zu erhalten.

Persönliches

Nachdem ich es letztes Jahr nicht geschafft habe regelmäßig Bücher zu lesen, will das Ganze dieses Jahr ernster angehen. Für das Jahr 2019 möchte ich insgesamt 4 Bücher lesen, welche mich entweder beim Investieren oder in meinem Job weiterbringen.

Des Weiteren möchte ich 2019 meine erste Buchrezension schreiben, um durch Empfehlungslinks ein bisschen zu meinem Blog dazu zu verdienen. Ich werde hierbei besonders darauf achten, nur wirklich gute Bücher zu empfehlen und auch vor meiner Meinung nach “schlechten” Bücher warnen.

Ebenfalls möchte ich 2019 wieder mehr Zeit dem Sport widmen und an mindestens drei Ausdauerläufen teilnehmen und zwei mal die Woche Sport machen.

Blog

Als ich meinen Blog angefangen habe, hatte ich noch keine Ahnung wie viel Spaß es mir machen wird, mein Wissen zu teilen. Daher werde ich für 2019 eigene Ziele für den Blog definieren.

2018 habe ich in einem halben Jahr mit meinem Blog 80 € eingenommen. Dies war deutlich mehr als ich erwartet hätte und hat fast ausgereicht, um meine Kosten für den Blog zu decken. Mein Ziel für 2019 ist mit dem Blog 210 € zu verdienen. Allerdings werde ich das Geld nicht nutzen, um es zu verleben. Den Überschuss nutze ich dafür, um das Design des Blogs zu verbessern, um an einem SEO-Kurs teilzunehmen und um Bildrechte zu erwerben um Artikel ansehnlicher zu machen.

Im Schnitt haben letztes Jahr pro Monat 1.000 Leser meinen Blog besucht. Dadurch hatte ich insgesamt 5.400 Aufrufe, wovon 154 über Google kamen. Für das Jahr 2019 setze ich mir hier die beiden Ziele, 14.000 Aufrufe zu erreichen und in einem Monat über 2.000 Aufrufe zu generieren.

Fazit Ziele 2018

Das Jahr 2018 ist rum und es wird Zeit zu kontrollieren, ob die Ziele, die ich mir für das Jahr gesteckt habe, erreicht wurden. Ich hatte mir für das Jahr insgesamt 12 Ziele gesetzt. Diese habe ich in Aktien, P2P, Immobilien und Privates unterteilt. (Lies auch Meine Ziele.)

Aktienziele

Für diese Kategorie hatte ich mir 3 Ziele gesucht. Ich wollte aus meinem freien Einkommen mindestens 5.000 € sparen und an meinen Broker Onvista überweisen. Ebenfalls wollte ich von meinem Aktiendepot mindestens 1.000 € Dividenden erhalten und mein Depot sollte mindestens einen Wert von 20.000 € erreichen.

Ich habe es letztes Jahr geschafft jeden Monat 500 € an meinen Broker zu überweisen. Damit habe ich das Ziel 5.000 € zu überweisen, sogar um 1.000 € übertroffen. In dem Jahr 2018 habe ich 1.021,65 € an Dividenden erhalten und mein Aktiendepot hat einen Jahresschlusswert von 21.213 € erreicht. Zuletzt hatte ich etwas Angst, dass der Rückgang an der Börse mein Ziel für den Depotwert verhindert. Zusätzlich zu den erreichten Zielen kommt mein Dividendendepot auf eine Dividendenrendite von 4,81 %.

P2P-Ziele

Da der P2P-Bereich auch für mich noch relativ neu ist, hatte ich mir für diesen Bereich keine großen Ziele gesetzt. Ich wollte 200 € an Zinseinnahmen erhalten und mein Anlegerkonto bei Mintos sollte einen Stand von über 3.000 € erreichen.

P2P
Mintos Stand 31.12.2018

Mit einem Kontostand von 3.105,66 € und Zinseinnahmen von 425,19 € haben sich besonders meine Einnahmen deutlich besser entwickelt. Da mein P2P-Bereich eine deutlich bessere Performance hatte als erwartet, habe ich hier bereits vor einigen Monaten auf die Bremse getreten.

Hintergrund ist, dass mein P2P-Investment im Vergleich zu meinem Aktiendepot schon deutlich mehr als 10 % ausmacht. Anders als bei Aktien habe ich bei P2P alles in einen Anbieter investiert. Da ich hier ein Klumpenrisiko vermeiden möchte, werde ich keine weiteren Überweisungen an Mintos tätigen. Dadurch wird mein Kapital bei Mintos nur noch durch den Zinseszins wachsen.

Da ich den P2P-Bereich weiter für interessant halte, habe ich mir eine weitere Plattform gesucht. In zukünftigen Artikeln werde ich Euch daher die Plattform Twino vorstellen.

Immobilienziele

Um mein Immobilienvermögen weiter aufzubauen, habe ich mir für diesen Bereich drei Ziele gesetzt. Ich wollte sowohl zwei neue Wohnungen kaufen, als auch meine erste Mieterhöhung durchführen. Des Weiteren wollte ich erste Tilgungsaussetzungsdarlehen abschließen, um meine Steuerabgaben zu optimieren.

Ich konnte dieses Jahr zwar zwei neue Wohnungen kaufen, allerdings bin ich in eine davon selber gezogen. Dadurch trägt nur eine Wohnung dazu bei, meine Einnahmen zu erhöhen. Deshalb zähle ich dieses Teilziel als nicht erreicht.

Bei meiner ersten jemals gekauften Wohnung konnte ich erfolgreich eine Mieterhöhung durchführen. Auch für das nächste Jahr habe ich vor, weitere Mieterhöhungen durchzuführen. (Lies auch Meine erste Mieterhöhung.)

Meine letzte Wohnung habe ich zu 50 % mit einem Tilgungsaussetzungsdarlehen finanziert. Dieses ist so abgeschlossen, dass ich die ersten drei Jahre keine Tilgung leisten muss. Dies bringt mir zwei große Vorteile. Erstens habe ich die ersten drei Jahre einen deutlich höheren Überschuss und kann dadurch schneller Eigenkapital aufbauen um weitere Wohnungen zu kaufen. Des Weiteren sinken die Zinsen die ersten Jahre nicht, wodurch ich einen konstanten Betrag von der Steuer absetzen kann und Planungssicherheit erhalte.

Private Ziele

Auch für meinen privaten Bereich hatte ich mir Ziele gesetzt. Die persönliche Weiterentwicklung sehe ich als einen sehr wichtigen Bereich, da man dadurch zum einen teurer für sein Unternehmen wird (Gehaltserhöhungen) und zum anderen in der Lage ist, z.B. Immobiliendeals besser einschätzen zu können.

Insgesamt hatte ich mir für den privaten Bereich vier Ziele gesetzt. Ich wollte ein Finanzbuch lesen, ein Seminar oder eine Tagung zur Weiterbildung besuchen, eine Gehaltssteigerung von 1.200 € Brutto erhalten und mindestens einen Blogbeitrag pro Monat schreiben.

Leider habe ich es nur geschafft, das Buch “Reicher als die xxx” von Alex Fischer zu lesen. Die Bücher “Das Leben ist wie ein Schneeball” und “Clever investieren” habe ich beide nur angefangen und noch nicht zu Ende gelesen. Da ich das Buch “Reicher als die xxx” nicht wirklich als Finanzbuch, sondern eher als Mindsetbuch sehe, habe ich dieses Ziel nicht erreicht.

Da ich mich für ein Förderprojekt qualifiziert habe, konnte ich mich in dem Jahr 2018 kaum vor Weiterbildungen retten. Insgesamt war ich 14 Tage auf Weiterbildungen zu den unterschiedlichsten Themen.

Durch die Tariferhöhung und einer Anpassung meiner Gehaltsgruppe hat sich mein Gehalt um über 3.600 € erhöht. Beides hatte ich so für das Jahr nicht auf dem Schirm, sonst hätte ich mir nicht ein derart niedriges Ziel gesteckt. Nächstes Jahr werde ich mein Ziel in diesem Bereich ehrgeiziger setzen.

Als letztes Ziel hatte ich mir vorgenommen, einen Blogbeitrag pro Monat zu schreiben. Dadurch wollte ich sicherstellen, dass mein Vorhaben einen Blog aufzubauen, nicht gleich wieder verwerfe, wenn ich auf erste Probleme stoße. Allerdings wusste ich auf bei diesem Ziel noch nicht, wie viel Spaß mir das Bloggen bereiten wird. Innerhalb der letzten 6 Monate habe ich zum jetzigen Stand knapp 30 Artikel veröffentlicht und Weitere werden zeitnah folgen.

Zuletzt möchte ich mich bei Euch treuen Lesern ganz besonders für das Feedback bedanken, welches mich über die unterschiedlichsten Wege erreicht hat. Auch 2019 werde ich motiviert daran arbeiten, meinen Blog weiter auszubauen und meine neuen Ziele zu erreichen.

Wie ich Geld verdiene – Meine 7 Einkommensströme

Heute stelle ich Euch vor, wie sich meine Bonität zusammensetzt und wie ich mein Geld verdiene. Euer Einkommen ist für jede Kreditentscheidung einer der wichtigsten Faktoren. Daher ist es wichtig, so viel Geld wie möglich zu verdienen. Wichtig hierbei ist, dass Euer Verdienst nicht nur aus einer Quelle stammen muss. Im Gegenteil sehen es viele Banken gerne, wenn Ihr Euer Geld aus verschiedenen Quellen bezieht.

Wie stehe ich zum Sparen?

Ich achte sehr stark darauf, dass ich jeden Monat einen Mindestbetrag von 500 Euro spare. Trotzdem halte ich nichts davon, beim Sparen meinen Lebensstandard zu beschneiden. Wenn ich meine monatlichen Abos (Netflix, Amazon Prime, Spotify…) kündige, würde ich dadurch viel sparen. Ich bin viel mehr ein Freund davon,  meine Ausgaben nur um 5 % zu erhöhen, wenn sich mein Einkommen um 10 % erhöht. Dadurch steigt meine mtl. Sparquote und trotzdem erhöht sich meine Lebensqualität.

Des Weiteren ist Sparen, ohne das Einkommen zu steigern, endlich. Was meine ich damit? Wenn Ihr monatlich 2.000 € Netto verdient, ist dies ein ordentliches Einkommen um Geld anzusparen. Solltet Ihr nun auf jeden unnötigen Konsum verzichten und so billig wie möglich wohnen (z.B. in einer WG), dann lässt sich Eure Sparrate kurzzeitig weiter steigern. Allerdings habt Ihr früher oder später Eure maximale Sparrate erreicht und damit auch jede Möglichkeit ausgeschöpft, weiteres Geld einzusparen. Selbst wenn Eure Sparquote bei 60 % oder höher liegt, kann es gut sein, dass Eure Sparrate kleiner ist als meine. Daher zeige ich Euch in diesem Artikel, wie ich mein Einkommen stetig erhöhe.

Wie setzt sich mein Einkommen zusammen?

Mein monatlich verfügbares Geld beziehe ich aus verschiedenen Quellen. Manche Einnahmequellen sind dabei konstanter als andere, aber trotzdem werden die meisten von meiner Bank anerkannt.

Einkommen aus dem Angestelltenverhältnis

Derzeit stammt der größte Teil meines Einkommens aus meinem Arbeitsverhältnis. Aus vertraglichen Gründen darf ich mein genaues Gehalt leider nicht offenlegen. Was ich über mein Gehalt erzählen darf, ist, dass ich außertariflich im öffentlichen Dienst angestellt bin. Das bedeutet, dass ich jede Tariferhöhung erhalte und zusätzlich noch über weitere Gehaltserhöhungen mit meiner Führungskraft verhandeln kann. Alleine die Tariferhöhungen reichen aus, dass mein Gehalt jedes Jahr um ca. 3 % steigt. Darüber hinaus gibt es bei uns einen Bonustopf, welchen die Führungskraft frei an die Mitarbeiter ausschütten kann.

Mit Mehrarbeit zu mehr Geld

Es gibt darüber hinaus noch weitere Möglichkeiten, bei uns in der Firma das monatliche Gehalt zu steigern. Wir setzen bei unseren Kunden mehrfach im Jahr neue Softwares ein. Dies geschieht immer am Wochenende, damit wir den laufenden Betrieb nicht stören. Das Einsetzen dieser Software wird durch Rufbereitschaften begleitet. Das bedeutet, dass ich für die Tage, in denen ich Rufbereitschaft habe, zu Hause bleibe und im Fall einer Störung den Sachverhalt ansehen kann. Dafür, dass ich einen Samstag oder Sonntag zuhause bleibe, erhalte ich für den Monat einen Aufschlag von ca. 15 % auf meine Vergütung. Diese Vergütung erhalte ich immer – ob ich ausgelöst werde oder nicht.

Eine weitere Methode um das Gehalt zu steigern ist, sich Überstunden auszahlen zu lassen. Ich mache dies immer in kleinen aber regelmäßigen Schritten. Je nachdem wie mein Stundenkonto steht, lasse ich mir 4 bis 5 Stunden die Woche auszahlen. Dies führt ebenfalls dazu, dass mein Gehalt in diesen Monaten 10 % bis 12 % höher ist als normalerweise. Bei mir in der Firma ist es möglich, sich 9 von 12 Monaten im Jahr Überstunden auszahlen zu lassen. Da bei uns immer sehr viel zu tun ist, konnte ich diese Möglichkeit bisher auch immer nutzen.

Einnahmen aus P2P

Eine weitere Möglichkeit Geld zu verdienen, ist eine Geldanlage in P2P. In anderen Artikeln habe ich meine Anlage in P2P-Krediten bereits vorgestellt. Aktuell erhöht dies meine monatlichen Einnahmen um etwas mehr als 20 €. Ich habe bereits erste Gespräche mit meinem Bankberater zu diesem Einkommensstrom geführt. Leider haben diese Gespräche ergeben, dass man zwar das Geld auf dem Anlagekonto bei Mintos in meiner Vermögensaufstellung anerkennt, aber man nicht bereit ist, meine Einnahmen um den Wert der monatlichen Zinszahlungen zu erhöhen.

Dividendeneinnahmen

Dividenden sind Gewinnausschüttungen von Unternehmen an Ihre Aktionäre. Durch das Halten von Aktien am Ausschüttungstag ist man dividendenberechtigt und erhält die Dividende. Dadurch, dass ich die Dividende nicht ausgebe, sammelt sich ordentlich zusätzliches Geld auf meinem Depotgegenkonto. Über dieses zusätzliche Einkommen führe ich genauestens Buch. Dadurch, dass ich die Regelmäßigkeit meiner Dividenden nachweisen kann, akzeptiert meine Bank 50 % meiner Dividenden als Einnahmen. Da es sich um Erträge aus Aktien handelt, nimmt meine Bank diesen hohen Sicherheitsabschlag. Allerdings schützt sie damit auch indirekt mich, indem ich mich nicht überschulde.

Mieterträge

Diese Einkommensart sieht meine Bank neben meinen Gehalt am liebsten. Von den Erträgen aus meiner Vermietung werden pauschal 15 % abgezogen. Der restliche Betrag wird komplett zu meinem verfügbaren Gehalt hinzugerechnet. Dadurch, dass ich meine Wohnungen sehr billig kaufen konnte, sammelt sich regelmäßig viel Geld auf meinem Mietkonto an. Immer wenn sich auf diesem Konto ein bestimmter Betrag gebildet hat, verwende ich diesen für meine P2P- oder Aktienanlage. Somit erhalte ich einen guten Zinseszins auf dieses Geld.

Meine Steuererklärung

Eine Steuerrückerstattung ist zwar kein richtiges Einkommen, da man vorher ja bereits das Geld ausgegeben hat. Allerdings möchte ich an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, dass man durch Gestaltung der Steuererklärung vieles günstiger bekommt und man bares Geld spart. Sowohl mein iPad Pro, als auch mein MacBook Air habe ich zu 40 % von der Steuer abgesetzt. Als Begründung habe ich mein Studium und meinen Job als Entwickler angegeben. Des Weiteren setze ich meinen Börsenbrief von der Steuer ab. Dies sind nur drei Beispiele von Dingen, die ich mir ohnehin zugelegt hätte, aber durch das Absetzen deutlich billiger erhalten habe.

Mein Blog

Kommen wir zu der letzten Einnahmequelle, mit welcher ich Geld verdiene. Mein Blog befindet sich noch im Aufbau. Sowohl mit der Struktur, als auch mit der Gestaltung experimentiere ich noch herum. Allerdings dürfte Euch aufgefallen sein, dass ich Werbung auf meinen Blog schalte. Dies tue ich nicht, um an meinem Blog ordentlich zu verdienen, sondern um die laufenden Kosten zu decken. Ich nehme ihn auch nur mit in diesen Artikel auf, weil ich Euch keine Einkommensquelle vorenthalten möchte. Sobald mein Blog ein Jahr alt ist, werde ich einen ausführlichen Artikel zu den Kosten und den Einnahmen meines Blogs veröffentlichen.

 

 

Notfallreserve

Meine persönlichen Reserven

Als ich mit 16 meinen ersten Nebenjob begann, schwankte mein monatliches Einkommen zwischen 300 € und 400 €. Dieses setzte sich aus 100 € Taschengeld und 200 € bis 300 € Gehalt für meinen Nebenjob zusammen. Obwohl ich die meisten Monate nicht “so viel” Geld ausgab und es damals noch gute Zinsen von über 3% auf mein Jugendmarkt-Sparbuch gab, dachte ich nie daran, monatlich etwas zu sparen. Ebenfalls habe ich nie daran gedacht, einen Notgroschen zu bilden. Größere Ausgaben hingegen bezahlte ich immer vom Sparbuch, wenn das angesammelte Geld auf dem Girokonto nicht ausreichte. Dies führte dazu, dass sich meine Reserven schnell verkleinerten.

Beginn meiner Banklehre

Mit dem Beginn meiner Banklehre erhielt ich Einblick in unzählige Bankverbindungen und die damit verbundenen Guthaben oder Schulden. Leider musste ich feststellen, dass gerade jüngere Kunden und Berufseinsteiger oftmals kaum Reserven besaßen, sondern ganz im Gegenteil wegen “sehr kleiner” Beträge Mahnungen bekamen (Handyrechnung oder Fitnessstudiobeiträge).

Diese Erfahrungen brachten mich dazu, meine eigene finanzielle Situation zu überdenken. Ich hatte damals den Großteil meines Geldes in Aktien investiert und sowohl auf meinem Girokonto, als auch auf meinem Sparbuch nur wenige hundert Euro liquide. Mein damaliger Bankberater und Kollege gab mir die Empfehlung immer zwischen zwei und drei Monatsgehältern als Notgroschen auf dem Sparbuch zu haben. Ich entschied mich dafür, so schnell wie möglich drei Monatsgehälter auf meinem Sparbuch anzusparen. Bei einem Azubigehalt von ca. 700 € Netto und einem Guthaben von grob 500 € auf dem Sparbuch benötigte ich noch 1.600 €. Um diese Lücke schnell zu schließen, sparte ich die nächsten Monate je 400 € von meinem Gehalt, das ganze Weihnachtsgeld und alle Dividendenzahlungen in dieser Zeit. Nach drei Monaten erreichte ich die angestrebte Reserve von 2.100 €.

Meine Konsumreserve

Nachdem ich meinen Notgroschen zusammen gespart hatte, wollte ich die 400 € monatlich in einen Fondssparplan investieren. Dadurch wollte ich mit meiner Sparrate eine höhere Rendite als auf dem Sparbuch erzielen. Als ich meinem Berater meine Idee erzählte, empfahl mir dieser, monatlich lieber weniger zu sparen. Er stellte mir die Frage, wovon ich mein nächstes Handy oder meinen nächsten Urlaub bezahlen möchte. Darauf erwiderte ich, dass es ja nicht so schlimm sei, dafür an die Reserve zu gehen, wenn ich sie danach wieder auffüllte. Mein Berater entgegnete, was denn wäre, wenn mein Auto in der Zeit ebenfalls kaputt ginge. Auch wenn mein Aktiendepot wesentlich größer als meine Reserve war, wollte ich nie gezwungen sein, Aktien zu verkaufen, weil ich es muss, sondern immer nur, weil ich es will. Sonst bestünde die Gefahr, dass ich in einer schwachen Marktphase verkaufen muss. Dadurch könnte es dazu kommen, dass ich weniger Geld für die Aktien bekäme, als ich in diese investiert habe. Er empfahl mir, 200 € monatlich in den Fonds zu investieren und ein zweites Sparbuch zu eröffnen. Das zweite Sparbuch sollte eine Konsumreserve werden und das erste als Notgroschen immer unberührt bleiben. Bis heute erhöhe ich bei jeder Gehaltssteigerung meine Notreserve, welche ich zum Glück noch nie gebraucht habe.

Notfall ohne Notreserve?

In der Zeit, in der ich als Bankkaufmann gearbeitet habe, sind mir leider viele Fälle begegnet, in denen gerade junge Menschen einen Notfall ohne Notgroschen hatten. Oft wollten diese Kunden gar keinen Kredit aufnehmen, hatte aber leider keine andere Wahl (z.B. Autoreparatur). Da diese Kunden eigentlich keinen Kredit wollten, wollten sie eine so kurze Laufzeit wie möglich, um den Kredit schnell zu tilgen. Eine kurze Laufzeit bringt auch “leider” immer eine sehr hohe Kreditrate mit. Dadurch hätten meine Kunden während der Kreditlaufzeit noch weniger die Möglichkeit, eine Rücklage aufzubauen. Ich habe meinen Kunden daher immer empfohlen, eine längere Laufzeit und dafür eine niedrigere Rate zu wählen. Die Differenz zwischen der ursprünglichen Rate und der neuen Rate sparten meine Kunden als Dauerauftrag auf ein Tagesgeldkonto.

Diese Methode brachte meinen Kunden folgende Vorteile:

  1. Tritt ein weiterer Notfall auf, muss evtl. kein zweiter Kredit aufgenommen werden.
  2. Eine Kreditrate ist eine Pflichtrate, eine Sparrate ist eine Kannrate. Sollte es am Ende des Monats mal eng werden, kann die Sparrate verkleinert werden, eine Kreditrate allerdings nicht.
  3. Der Kunde kann nach ein oder zwei Jahren die Hälfte seines Notgroschens für eine Sondertilgung nutzen.
  4. Nach dem Abbezahlen des Kredits, hat der Kunde einen Notgroschen und kann die freie Kreditrate nutzen, um sich eine Konsumrücklage zu bilden.
  5. Ein großer Teil seines Gehalts ist nicht blockiert, falls wirklich ein zweiter Kredit aufgenommen werden muss.

Viele meiner Kunden, die diesen Rat von mir angenommen haben, mussten durch die längere Laufzeit zwar mehr Kreditzinsen zahlen, haben mir aber nach einigen Monaten gespiegelt, dass sie mit dieser Lösung “viel besser schlafen können”.

Meine Rücklagen heute

Nach vielen Jahren des Sparens und Geldanlegens, habe ich mir die unterschiedlichsten Rücklagen aufgebaut:

  1. Meinen Notgroschen, welchen ich hoffentlich weiterhin nicht brauche.
  2. Meine Konsumrücklage, welche ich variabel bespare.
  3. Eine Mietausfallrücklage: hierfür sammelt sich ein Überschuss auf meinem Mietkonto an.
  4. Eine Renovierungsrücklage: um diese aufzubauen, spare ich monatlich einen festen Betrag in einen Bausparvertrag mit 1% Guthabenszins.
  5. Eine Aktiencrashrücklage: diese Rücklage baue ich parallel zu meinem Aktiendepot auf, um im Fall eines Aktiencrashs günstig viele Aktien kaufen zu können.

Zu meiner Mietausfallrücklage, meiner Renovierungsrücklage und meiner Aktiencrashrücklage werde ich später extra Artikel schreiben.

Finanzielle Freiheit vs Konsumkredite

Wozu gibt es Konsumkredite?

 

Ganz einfach weil Menschen Wünsche und Bedürfnisse haben, jedoch nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen, diese auch zu verwirklichen. Banken hingegen verfügen über diese finanziellen Mittel und möchten diese entsprechend gewinnbringend einsetzen und verlangen daher für das geliehene Geld Zinsen.

Fast jeder Mensch in Deutschland kann ohne großen Aufwand an die fehlenden finanziellen Mittel gelangen. Eine einfache Google-Anfrage zeigt deutlich und eindrucksvoll, wie groß der Markt an Krediten ist.

 

Zum Suchbegriff “Kredit” gibt es über 120 Mio. Treffer. Auf den ersten Seiten finden sich dabei fast ausschließlich Angebote von Banken.

Warum sind Konsumkredite Gift für die finanzielle Freiheit?

 

Typische Beispiele, warum Konsumschulden gemacht werden:

  1. Kredit für ein neues / gebrauchtes Auto, z.B. von der Autobank
  2. Ratenzahlung für Technik, Möbel, Urlaub etc.
  3. Shopping mit der Kreditkarte und der belastete Betrag wird automatisch mtl. in einen Ratenkredit umgewandelt
  4. Nutzung des Dispokredit auf dem Girokonto ohne diesen wieder auszugleichen

 

Doch warum soll das jetzt alles so schlecht sein – immerhin wollen doch viele das Leben jetzt genießen, da man ja nicht weiß, was in 5 oder 10 Jahren ist. Auch ist es doch schön, jetzt schon ein teures Auto mit viel Komfort fahren zu können und nicht erst Jahre zu sparen.

Grundsätzlich ist es auch toll in Notfällen leicht an Liquidität zu kommen. Allerdings schränkt jede Konsumkreditrate Euren Vermögensaufbau ein und damit auch das Ziel, die finanzielle Freiheit zu erreichen. Dies möchte ich Euch an einem Beispiel verdeutlichen.

Ausgangssituation:

Durch den Abschluss Eurer Ausbildung steigt Euer monatliches Einkommen von 600 € Netto, auf 1.600 € Netto und Ihr zieht mit einem Freund in eine gemeinsame Wohnung. Nachdem Ihr Euch nun ein paar Monate an die neuen Ausgaben gewöhnt habt, stellt Ihr fest, dass Ihr monatlich 600 € über habt.

Wenn Ihr die 600 € nun regelmäßig anlegen würdet, hättet Ihr nach 6 Jahren ein Kapital von 51.854,52 € zur Verfügung. ( Berechnet mit 6% Nettorendite)

6 Jahre, 600 € mtl. sparen

Wie gut der Zinseszins für Euch und eure finanzielle Freiheit arbeitet, könnt Ihr der nachstehenden Grafik entnehmen.

Kapitalentwicklung

 

 

 

Nun kommt das Gift durch den Konsumkredit ins Spiel.

Nach kurzer Zeit entdeckt Ihr bei einem Autohändler in Eurer Umgebung Euer Traumauto, eine Mercedes A Klasse für 25.000 Euro, welches Ihr für 300 € im Monat finanzieren könnt (mit 3,99% Soll-Zinsen und 6 Jahre Laufzeit). Nachdem Ihr einige Tage darüber geschlafen habt, entscheidet Ihr, das Auto zu kaufen, da Ihr ja trotzdem mtl. noch 300 € sparen könnt.

Diese Entscheidung hat folgende Auswirkungen auf Euer Kapital:

6 Jahre, 300 € mtl. sparen

 

 

 

Statt nach 6 Jahren 51.854,52 Euro in Eurem Depot zu haben, verfügt Ihre lediglich über die Hälfte 25.027,26 €. Aber es kommt noch schlimmer…

Nach 6 Jahren Tilgung habt Ihr zwar 25.000 € zurückgezahlt, allerdings habt Ihr durch die Zinsen immer noch eine Restschuld von ca. 3.400 €.

Tilgung des Kredits

 

 

 

Diese Restschulden müsst Ihr nun, da der Kredit fällig ist, mit einem Schlag bezahlen.

Daher müssen von dem Ersparten noch einmal 3.400 € abgezogen werden und es bleiben „nur noch“ 22.627.26 € über.

Null-Prozent-Finanzierung:

Bekommt Ihr aber eine Null-Prozent-Finanzierung, fallen zwar keine Zinsen an und Ihr zahlt wirklich nur das, was Ihr aufgenommen habt, aber auch hier beeinflusst die monatliche Kreditrückzahlung die Höhe Eurer monatlichen Sparrate negativ. Somit gilt auch bei einer Null-Prozent Finanzierung: Konsumentenkredite sind Gift für die finanzielle Freiheit!

 

Finanzielle Freiheit und Investitionskredite

 

Grundsätzlich kann man Konsumkredite und Investitionskredite nicht miteinander vergleichen. Selbstverständlich hat man auch bei einem Investitionskredit (z.B. Hypothekendarlehen für ein Mehrfamilienhaus) das Risiko, dass man in Zahlungsschwierigkeiten gerät und die monatlichen Raten die Sparraten einschränken oder die Rücklagen aufbrauchen.

 

Allerdings hat man hier den großen Vorteil, dass die Mieteinnahmen die Kosten für den Kredit übersteigen können und sich das frei verfügbare Einkommen vergrößert und nicht wie beim Konsumkredit verkleinert. Des Weiteren besteht die Chance, die Immobilie später mit Gewinn zu verkaufen, während bei Konsumgütern, z.B. Autos, Möbel oder Waschmaschinen, der Wertverlust ab dem ersten Tag einsetzt.

 

Als ein weiteres Beispiel kann man auch Handwerker anführen, welche gerade bei großen Aufträgen die Waren über eine Kreditlinie finanzieren und die Waren (z.B. eine neue Heizungsanlage) dann später mit Gewinn bei dem Endkunden einbauen. Für viele Selbstständige wäre die Realisierung von großen Aufträgen nicht möglich, da oft das Kapital fehlt, um alle Waren im Voraus zu kaufen und selbst wenn das Kapital vorhanden wäre, vergrößert die Kreditlinie den Handlungsspielraum des Handwerks enorm.

Fazit

Wenn Ihr wirklich „schnell“ die finanzielle Freiheit erreichen wollt, solltet Ihr daher keine Konsumschulden machen bzw. diese „Jugendsünden“ so rasch wie möglich tilgen. Konsumkredite verringern maßgeblich Eure monatliche Sparrate oder die Rate, welche Ihr für wichtige Investitionskredite nutzen könnt.

In Notsituationen, wenn z.B. Euer Auto repariert werden muss und Ihr keine andere Möglichkeit habt, kann ich die Aufnahme eines Kredits verstehen. Allerdings sollte danach Euer erstes Ziel sein, diesen Kredit zu tilgen.

Meine Ziele

Ziele 2018

 

Um das große Ziel der finanziellen Unabhängigkeit für Euch und mich messbarer zu machen, werde ich das Ziel in kleine jährliche Ziele runterbrechen. Diese werde ich für alle Bereiche, in welche ich investiere, am Anfang des Jahres setzen.


 

Aktien:

  • Einzahlungen auf mein Brokerkonto: 5.000€
  • Dividendeneinnahmen: 1.000€
  • Onvist-Depotgröße: 20.000€

 

P2P-Investments:

  • Zinseinnahmen: 200€
  • Investmentguthaben: 3.000€

 

Immobilien:

  • zwei Immobilien kaufen
  • eine Mieterhöhung
  • erstes Tilgungsaussetzungsdarlehen abschließen

 

Privates:

  • ein Finanzbuch lesen
  • ein Seminar oder eine Tagung zur Weiterbildung besuchen
  • jährliche Gehaltssteigerung von mind. 1.200€
  • einen Blogeintrag pro Monat schreiben