Depotentwicklung bis zum 01.10.2020

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Nicht nur der Sommer ist langsam vorbei, auch an der Börse wird es zunehmend stürmischer. Das Jahresende bietet gleich mehrere Themen, die abwechselnd im Fokus stehen und für schlechte Nachrichten sorgen. Die Verhandlungen im Brexit sind festgefahren und es wird ein harter Brexit erwartet. Die zweite Welle Covid-19 greift in ganz Europa um sich und mittlerweile gibt es für fast alle Nachbarländer Deutschlands eine Reisewarnung. Zu guter letzt steht die Präsidentschaftswahl in den USA kurz vor der Tür. Trotz all dieser Unwägbarkeiten erhielt ich diesen Monat 14 Dividendenzahlungen und eine Dividendenerhöhung, die langfristig meiner Depotentwicklung helfen wird.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!

DAX-Entwicklung
DAX-Entwicklung im September 2020. Quelle: Finanzen.net

Im September 2020 ging es unter hoher Volatilität für unseren DAX von 12.974 auf 12.760 Punkte herunter. Das entspricht einem Minus von 1,65 %. Grund dafür war die von mir eingangs angesprochene breite Marktschwäche. Als Anleger, der regelmäßig Optionen auf verschiedene Aktien eröffnet, finde ich die hohe Volatilität allerdings gut. Diese steigert die Optionsprämien für mich signifikant.

Meine Depotentwicklung

Depotentwicklung
Meine Depotentwicklung bis zum 01.10.2029

Sowohl die hohe Gewichtung von Öl in meinem Depot, als auch die Bankenbranche sorgten dafür, dass mein Depot im September überdurchschnittlich stark verlor. Insgesamt gab es um 3,83 % nach, wodurch meine Depotentwicklung schlechter Abschnitt als der DAX.

Depotentwicklung
Wertentwicklung bis zum 01.10.2020

Auch der Abstand zwischen meinem investierten Kapital und meinem Depotwert plus die erhaltenen Dividenden hat im September wieder zugenommen. Auf Jahressicht bleibt es mein Ziel, dass die graue Linie die blaue durchkreuzt. Vorausgesetzt natürlich, dass der Gesamtmarkt sich einigermaßen normal verhält.

Nachkäufe und Neukäufe

Nachdem ich im August 2020 die ersten Verkäufe für mein Depot vorgenommen habe, ist es im September bei Nachkäufen und Neukäufen geblieben. Dafür haben es meine Käufe im September in sich, denn ich habe mich diesen Monat mal wieder nicht zurückhalten können und hoffe, dass die Käufe meiner Depotentwicklung helfen werden.

Leser meines Newsletters haben bereits vor einigen Tagen erfahren, welche Aktien ich im September gekauft habe.

Phillips 66 aufgestockt

Durch den starken Eurokurs und einen Hurrikan, der die wichtigste Raffinerie von Phillips 66 für Wochen außer Betrieb setzte, verlor die Aktie zuletzt deutlich und ich stockte meine Position etwas auf. Mit einer investierten Summe von 1.350 € liegt die Position immer noch unter meinem Durchschnittswert von 1.500 €. Je nach Börsenverlauf werde ich hier noch einmal zugreifen.

Nachkauf bei Fresenius

Im letzten Monat hatte ich eine erste Position über 1.000 € in Fresenius investiert und mir vorgenommen, diese Position zukünftig auszubauen. Durch die wiederaufkeimenden Corona-Ängste verlor auch der Krankenhausbetreiber weiter an Wert. Ich kaufte daher 8 Aktien des Unternehmens nach und vergrößerte die Position auf 1.300 €. 

Hannover Rück wandert ins Depot

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, weiß, dass mich Finanztitel auf eine besondere Art und Weise anziehen. Gerade Rückversicherern rechne ich in den nächsten Jahren hohe Gewinnchancen zu. Dies liegt vor allem daran, dass diese Unternehmen nach Naturkatastrophen und großen Unfällen, wie z.B. in Beirut, ein starke Verhandlungsposition besitzen für zukünftige Versicherungen. 

Für alle wichtigen Regionen wird ein Prämienanstieg der Rückversicherungen vorhergesagt, was nicht zuletzt an dem Krisenjahr 2020 liegt. 

Ich habe daher die Kursschwäche bei Hannover Rück genutzt um eine für mich ungewöhnlich große erste Position zu erwerben. Insgesamt kaufte ich 10 Aktien und investierte 1.460 €. Damit erwischte ich auf Monatssicht keinen optimalen Einstieg, beobachte den Titel aber weiterhin sehr genau um die Position eventuell noch weiter zu vergrößern.

Limitorderkauf bei Piräus Port

Piräus Port ist sicherlich eines der unbekanntesten Unternehmen in Deutschland. Wie der Name schon vermuten lässt, verbirgt sich hinter dem Unternehmen der Hafenbetreiber von Piräus. Insgesamt 30 Aktien zu 15,56 € kaufte ich hier per Limitorder nach. Da die Aktie oft tagelang gar nicht in Deutschland gehandelt wird kann ich hier jedem empfehlen immer nur mit Limitorder zu kaufen.

Unternehmensnachrichten für mein Depot

Im September gab es für mein Depot vergleichsweise wenige wichtige Nachrichten.

Zum Monatsende verkündete Shell eine weitere negative Nachricht für seine Anleger. Zum einen werden bis zu 9.000 Stellen gestrichen, zum anderen müssen durch den schwachen Ölpreis weitere Abschreibungen vorgenommen werden. Die Höhe der Abschreibungen soll zwischen 1 Mrd und 1,5 Mrd Dollar liegen.

Positiv überraschen konnten die Rückversicherer. Diese gehen davon aus, dass man in den nächsten Jahren die Prämien wieder deutlich erhöhen kann. Dadurch sollten weitere Rückkäufe und Dividendensteigerungen möglich sein.

Ping An baute seine strategische Beteiligung bei der Großbank HSBC aus. Diese beträgt nun über 8 % und ist in soweit für Ping An wichtig, dass auch die HSBC einen Großteil seiner Geschäfte in Asien abschließt.

Der Monat schloss mit der erfreulichen Nachricht, dass Starbucks seine Dividende weiter erhöhen wird. Insgesamt wurde sie um 9,8 % gesteigert. Hier bin ich sehr gespannt, wie sich YUM! Brands und McDonalds verhalten werden.

Dividendeneinnahmen

Im September erhielt ich gleich 14 Dividendenzahlen von unterschiedlichen Unternehmen.

  • Phillips 66 11,55 €
  • Wells Fargo 4,27 €
  • Fresenius 18,48 €
  • Unilever 13,96 €
  • 3M 10,51 €
  • YUM! Brands 3,72 €
  • BAE Systems 48,43 €
  • Main Street Capital 6,60 €
  • McDonalds 8,93 €
  • Royal Dutch Shell 13,80 €
  • BP 21,03 €
  • Kraft Heinz 14,48 €
  • Imperial Brands 17,13 €
  • Union Pacific 12,70 €
Dividendendepot
Jahresübersicht: Dividendenentwicklung 2018-2020

Zusammen brachten mir die Zahlungen 205,59 €. Das entspricht einer Steigerung von über 55 € zum Vorjahr.

Dieser Beitrag dient lediglich der Information und stellt die Gedanken des Autors dar. Deshalb handelt es sich hierbei um keine Anlageberatung oder Anlageempfehlung. Jeder Anleger ist für sein Handeln selbst verantwortlich.

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