Mein Dividendendepot

Mein Depot für passives Einkommen

Mein Depot Stand 16.6.2018

Heute stelle ich Euch mein Dividendendepot für passives Einkommen bei der Onvista Bank vor, welches mir dabei mein passives Einkommen zu vergrößern. Ich werde, um diesen Artikel nicht zu stark in die Länge zu ziehen, jede Position nur kurz vorstellen. Bei meinen späteren Neukäufen erkläre ich Euch ausführlich meine Argumente für den Kauf.

 

Was haltet Ihr von meinem Depot?

Wie würdet Ihr es verändern und welche neuen Position sollte ich aufnehmen?

 

Vielen Dank für Euer Feedback!

 

Meine Positionen

 

Allianz:

Die Allianz ist eine der größten Versicherungen der Welt und mit Beteiligungen und Tochterunternehmen in fast jedem Land der Welt vertreten. Zur offiziellen Strategie der Allianz gehört es zukünftig, die Dividende immer mindestens gleich zu halten oder zu erhöhen falls das möglich ist. Dividendenkürzungen, wie durch die Finanzkrise im Jahr 2008 ausgelöst, bei der die Dividende von 5,50€ auf 3,50€ gekürzt wurde, sollen nicht mehr vorkommen. Ebenfalls hat die Allianz über die Jahre hohe Rücklagen gebildet, welche für Übernahmen eingesetzt werden sollten. Diese Rücklagen sollen nun, da die Allianz keine geeigneten Übernahmekanditen gefunden hat, an die Aktionäre durch Bonusdividenden oder Aktienrückkäufe weitergegeben werden. (Die Allianz werde ich in den nächsten zwei Monaten noch jeweils einmal nachkaufen und damit die Größe der Position anpassen.)

 

Aurelius:

Das Beteiligungsunternehmen Aurelius hat über 20 Beteiligungen und ist darauf spezialisiert, angeschlagene Unternehmen zu kaufen und solange zu begleiten, bis die Unternehmen wieder auf dem richtigen Weg sind. Danach beginnt Aurelius mit dem Exit-Geschäft und verkauft die Beteiligungen (meistens mit hohem Gewinn). Die Dividende setzt sich aus zwei Teilen zusammen, die „normale Dividende“, welche Aurelius jährlich erhöhen will und die Partizipationsdividende. Durch die Partizipation werden die Aktionäre dank der erfolgreichen Exits (Unternehmensverkäufe) direkt am Unternehmenserfolg beteiligt. Durch erfolgreichen Exits konnte Aurelius in den letzten beiden Jahren überdurchschnittlich hohe Dividenden zahlen – je nach Einstandskurs deutlich über 8%. Diese hohen Dividenden dürfen nicht als Standard gesehen werden, da es nicht selbstverständlich ist, dass es jährlich zu einem Exit kommt.

 

BAE:

BAE Systems war 2010 der zweitgrößte Rüstungskonzern der Welt und verfügt über ein unglaublich breites Portfolio an unterschiedlichen „Produkten“. Der Konzern liefert seinen Kunden in allen wichtigen Bereichen (See, Land, Luftfahrt und Cyber) starke Güter. Gerade der Bereich Cyber wird von BAE stark ausgebaut. Ebenfalls ist BAE im Bereich Luft und Raumfahrt tätig. Die Dividende konnte seit 1999 jährlich gesteigert werden. Die Position habe ich gekauft, um den Pfund-Anteil in meinem Depot zu erhöhen und zukünftig von einer Erholung der Währung zu profitieren.

 

BP plc (British Petrol):

BP ist ein internationales Mineralölunternehmen, welches über 20.000 Tankstellen unter den Marken Aral, Castrol und Gasolin betreibt. Durch einen Sparplan auf dieses Unternehmen und die Erholung am Ölmarkt, ist BP die größte Position in meinem Depot geworden, welches mich alle 3 Monate mit einer Dividende beglückt. Durch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko musste BP das letzte Mal senken. Seitdem konnte die Dividende jedoch jährlich gesteigert oder konstant gehalten werden. Auch den starken Einbruch des Ölpreises konnte das BP-Management durch Kostensenkungen und Verkäufe von weniger ertragsreichen Beteiligungen erfolgreich überstehen und die ersten Analysten erwarten für das Jahr 2020 wieder eine steigende Dividende.

 

Deutsche Telekom:

Die Deutsche Telekom ist Europas größter Telekommunikationsanbieter. Zuletzt war die Deutsche Telekom mit zwei für die Aktionäre wichtigen Meldungen in den Nachrichten.

  • Die Tochter T-Mobile US wird mit Springt fusionieren und die Deutsche Telekom wird durch ihre Beteiligung weiter eine kontrollierende Stellung im neuen Unternehmen haben. Diese Meldung ist insofern wichtig, da T-Mobile US zuletzt der Motor für steigende Gewinne war und nun weitere Marktanteile gewonnen werden können.
  • Die Deutsche Telekom hat angekündigt, in den nächsten Jahren die Dividende jährlich um ca. 10% erhöhen zu wollen, womit die Telekom eine der wenigen Aktienwerden könnte, die trotz hoher Dividendenrendite die Dividende stark erhöht.

 

Freenet:

Die Freenet Group ist das größte netzunabhängige Telekommunikationsunternehmen Deutschlands. Zu dem Unternehmen gehören über 10 Marken, welche durch über 600 Shops an die Kunden vertrieben werden. Seit 2011 wurde die Dividende jährlich erhöht und steuerfrei an die Anteilseigner ausgeschüttet. Die steuerfreie Ausschüttung senkt allerdings den Einstandskurs, wodurch die Steuern beim Verkauf der Aktien anfallen. Im Jahr 2016 hat Freenet eine Beteiligung der Sunrise Communication von über einem viertel Erworben. Der Erwerb der Beteiligung wurde Kredit finanziert und damit begründet, dass die neuen Dividendeneinnahmen nach Abzug der Zinsen reichen um für die nächsten Jahre ein Dividendenwachstum sicherzustellen. (Für das Jahr 2017 hat Sunrise 3,33 CHF gezahlt und für das Jahr 2018 eine Spanne von 3,80 bis 4,10 CHF in Aussicht gestellt).

 

HSBC Holding:

Der Kauf dieser Großbank war einer meiner ersten Käufe und wurde damals nur auf Grundlage der hohen Dividendenrendite und das die Zahlungen quartalsweise erfolgen getätigt. Daher hatte ich Rückblickend betrachtet großes Glück, dass die Position sich so gut entwickelt hat. Die HSBC gehört zu den 30 Banken, die als systemrelevant eingestuft worden und dadurch besonders streng überwach werden, ob die Eigenkapitalausstattung den Vorschriften entspricht. Diese Überwachung gibt mir ein gutes Gefühl, dass mein Investment auch zukünftig stabil bleibt. Die Dividende hat HSBC zuletzt in der Finanzkrise fast halbiert. Seitdem wurde die Dividende immer erhöht und konstant gehalten, allerdings die Dividende noch nicht wieder die Höhe von vor der Finanzkrise erreicht.

 

Imperial Brands:

Imperial Brands ist der viert größte Zigarettenhersteller der Welt und hat in Deutschland einen Anteil von über 20 Prozent. Zu den bekanntesten Marken gehören unter anderem Gauloises, JPS, Roth-Händel und West um nur ein paar der vielen Marken zu nennen. Obwohl die Zigarettenindustrie in vielen Ländern durch die Politik und durch das gesündere Denken der Menschen Gegenwind bekommen hat konnte Imperial Brands die Umsetze relativ konstant halten. Ebenfalls soll die Dividende in den nächsten 5 Jahren um je 10% erhöht werden und Aktienrückkäufe den Gewinn pro Aktie zusätzlich treiben. Um dieses Ziel erreichen wurden Firmenbeteiligungen verkauft, welche nicht mehr zu dem Unternehmen passen.

 

Lloyds Banking Group:

Die Geschichte der Lloyds Bank ist eine der ältesten von Großbritannien und geht bis in das 1765 zurück. Trotz dieser langen Geschichte wurde auch die Lloyds Bank durch die Finanzkrise schwer erschüttert und der Statt musste 48% an dem Unternehmen um dieses zu retten. Die Gründe warum ich mich für ein Investment in diesem Unternehmen entschieden haben sind, dass das Unternehmen seine Hausaufgaben gemacht hat und konstant Altlasten abgebaut hat und dass sich das Unternehmen wieder erfolgreich in die Position gebracht hat steigende Gewinnen zu erwirtschaften. Des Weiteren war ich auf der Suche nach einem weiteren Investment in Großbritannien um die Chance zu erhalten von einem steigenden Pfundkurs und zukünftig steigenden Zinsen zusätzlich zu profitieren. Ebenfalls hat das Management der Lloyds Banking Group angekündigt die Dividende konstant zu erhalten oder jährlich zu steigern und zusätzlich durch Aktienrückkäufe die hohe Aktienanzahl wieder zu reduzieren. (Wird noch einmal nachgekauft um die Größe an die anderen Investments meines Depots anzupassen.)

 

Royal Dutch Shell:

Royal Dutch Shell ist wie BP einer der Größten Mineralölproduzenten der Welt und gehört mit zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Der Konzern wurde von dem Ölpreisverfall schwer getroffen und konnte das erste Mal seit Jahren seine Dividende nicht mehr jährlich steigern. Durch den Ölpreisverfall brach der Umsatz des Unternehmens von über 450 Mrd. auf 233 Mrd. und der Gewinn von über über 30 Mrd. auf 4 Mrd. Dollar ein. Im Gegensatz zu den Erwartungen vieler Analysten schaffte es RDS, durch Verkäufe von zu teuren Projekten und und das konstante senken von Kosten, die Dividende nicht kürzen zu müssen. Während dieser Krise schaffte es RDS noch den Konkurrenten BG Group für 47 Mrd. Dollar zu kaufen um mit einer gestärkten Position aus der Krise hervorzugehen. Seitdem sich der Ölpreis wieder erholt hat sprudeln bei RDS auch die Gewinne wieder, die Dividende wird wieder als Sicher betrachtet und für das Jahre 2020 wird sogar mit der ersten Erhöhung der Dividende seit der Krise gerechnet.

 

The Walt Disney Company:

Disney ist einer der größten Medienkonzerne der Welt zu den bekanntesten Filmstudios von gehören:

  • Walt Disney Pictures
  • Touchstone Pictures
  • Pixar Animation Studios
  • Disney Animation Studios
  • Marvel Studios
  • Lucasfilm

 

Ebenfalls gehört mit dem Fernsehsender ABC einer der drei größten Fernsehsender der USA zu dem Unternehmen. Das dritte Geschäftsgebiet des Konzerns sind die Walt Disney Parks and Resorts, welche weltweit sehr beliebt sind. Diese breite Aufstellung des Konzerns schlägt sich auch in seiner Dividende nieder. Die letzten 21 Jahre wurde die Dividende nicht gekürzt und die letzten 8 Jahre immer zweistellig gesteigert. Aktuell liegt die Ausschüttung Quote des Unternehmens bei leicht über 30% und gibt damit dem Unternehmen die Möglichkeit auch zukünftig die Dividende zweistellig steigern zu können.

 

Unilever:

Last but not least habe ich Mitte September 2016 Unilever in mein Depot aufgenommen. Unilever ist das Unternehmen in meinem Bestand mit den meisten Dividendenerhöhungen am Stück, seit nun 25 Jahren erhöht Unilever jährlich die Dividende. Möglich ist dieser Erfolg durch die unglaublich bereite Aufstellung des Konzerns im Konsumbereich. Den Konzern kann man in die drei Bereiche Nahrung, Haushalt und Textilpflege und Körperpflege unterteilen. Im Bereich Nahrung ist Unilever der 5 größte Produzent der Welt und ist für folgende Marken bekannt:

  • Ben & Jerry´s
  • Lipton
  • Bertolli
  • Knorr
  • Langnese
  • Pfanni

 

Im Bereich Textil kennt man die Marken Domestos und Coralund.

Die bekanntesten Körperpflegemarken sind:

  • AXE
  • Dove
  • Dusch das
  • Rexona

Dividendeneinnahmen Stand 16.07.2018

Aktuelles Depot:

 

Titel Quartal 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Gesamt
Allianz  

 

 

 

 

0,00€

Aurelius  

205,00€
BAE  

34,70€
BP 37,60€ 40,50€
Deutsche Telekom  

68,25€
freenet 112,20€
HSBC 37,50€ 18,83€
Imperial Brands 27,10€ 18,34€
Lloyds Banking  

15,52€
Royal Dutch Shell 25,74€ 26,98€
Disney 9,32€  

Unilever 8,23€ 8,88€

 

 

 

 

Nicht mehr im Depot:

 

Titel Quartal 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Gesamt
Marine Harvest 20,17€
Dividenden 100 ETF 3,49€

 

Gesamteinnahmen:

709,10 €

Fazit:

Bis jetzt läuft das Jahr 2018 für meine Dividendeneinnahmen nach Plan. Kein Unternehmen in meinem Depot hat seine Dividende gekürzt und bis auf BP, Royal Dutch Shell und HSBC haben alle ihre Dividende erhöht.  Insgesamt konnte ich dieses Jahr schon 709,10€ einnehmen. Mit dieser Summe könnte ich z.B. einen schönen Kurzurlaub an der See genießen oder mehr als meine jährliche Stromrechnung begleichen.

 

An der Tabelle könnt Ihr am Ende des Jahres nicht nur meine Dividendeneinnahmen ablesen, sondern auch deutlich erkennen, wie Dividendenzahlungen, die einem Wechselkurs unterliegen, schwanken. Gut zu erkennen ist das an der zweiten Zahlung von Royal Dutch Shell, wo ich 1,24€ mehr erhalten haben, obwohl Royal Dutch Shell seine Dividende nicht verändert hat. In diesem Fall hatte das einen positiven Effekt für mich, allerdings kann ein anhaltender Verfall einer Währung auch dafür sorgen, dass Eure gute Anfangsdividendenrendite immer weiter schmilzt.

 

Ich werde Euch in regelmäßigen Abständen mit Updates zu meinen Einnahmen versorgen und bin gespannt, ob ich mein Ziel von 1000€ Dividendeneinnahmen für 2018 erreiche.

Meine Ziele

Ziele 2018

 

Um das große Ziel der finanziellen Unabhängigkeit für Euch und mich messbarer zu machen, werde ich das Ziel in kleine jährliche Ziele runterbrechen. Diese werde ich für alle Bereiche, in welche ich investiere, am Anfang des Jahres setzen.


 

Aktien:

  • Einzahlungen auf mein Brokerkonto: 5.000€
  • Dividendeneinnahmen: 1.000€
  • Onvist-Depotgröße: 20.000€

 

P2P-Investments:

  • Zinseinnahmen: 200€
  • Investmentguthaben: 3.000€

 

Immobilien:

  • zwei Immobilien kaufen
  • eine Mieterhöhung
  • erstes Tilgungsaussetzungsdarlehen abschließen

 

Privates:

  • ein Finanzbuch lesen
  • ein Seminar oder eine Tagung zur Weiterbildung besuchen
  • jährliche Gehaltssteigerung von mind. 1.200€
  • einen Blogeintrag pro Monat schreiben